FinanceFox: 28 Millionen Investment und Österreichstart

Eine Erfolgsmeldung aus der Schweiz: Insurtech-Startup FinanceFox erhält in seiner zweiten Finanzierungsrunde 28 Millionen Dollar Investment. Derzeit wird eine weitere Expansion vorbereitet, ab 2017 soll der Versicherungsdienst auch in Österreich verfügbar sein. Der Plan von Gründer Julian Teicke scheint aufzugehen.
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Der Versicherungsmarkt ist gerade dabei, eine fundamentale Veränderung zu durchlaufen, meinen Branchen-Experten. Tatsächlich sorgt auch FinanceFox in diesen Tagen einmal mehr für Aufsehen. In der zweiten Finanzierungsrunde konnte sich das Schweizer Insurtech-Startup 28 Millionen Dollar Investment sichern. Das sei die größte Finanzierungsrunde, die es im Insurtech-Sektor jemals gegeben habe, heißt es aus der Schweiz. Das frische Kapital stammt unter anderem von Li Kashing, einem Multimilliardär aus Hong Kong, der zuvor schon in das Insurtech-Startup Friendsurance investierte. Mit dem Investment will das Unternehmen rund um Gründer Julian Teicke vor allem den Ausbau von Marketing, Produktion und Vertrieb finanzieren.

Erfolgsjahr 2016 – und wie es langfristig weiter gehen soll

Österreich CEO Werner Holzhauser
Österreich CEO Werner Holzhauser

Für FinanceFox ist das schon die zweite Erfolgsmeldung in diesem Jahr. Bereits im Jänner erhielt das Startup 5,5 Millionen US-Dollar für die Expansion nach Deutschland, unter anderem von Venture-Capitalist Speedinvest. Große Pläne gibt es auch für das kommende Jahr: Derzeit wird der Markteintritt in Österreich vorbereitet, tatsächlich erfolgen soll er 2017. Hauptverantwortlich für die Expansion sind Werner Holzhauser und Felix Huemer. „Wir führen derzeit bereits intensive Gespräche mit Maklern und Versicherungsunternehmen – denn wir können und wollen nicht auf die etablierten Player am Markt verzichten. Das langfristige Ziel ist es, gemeinsame neue Wege und Lösungsansätze für alle Involvierten zu identifizieren und zu implementieren“, sagt Holzhauser.

Schon im Jänner erzählte FinanceFox -Gründer Julian Teicke dem Brutkasten von seinen noch langfristigeren Plänen: “Die Vermittler sollen uns ihre Kunden anvertrauen, die sie über Jahrzehnte aufgebaut haben”, sagte er. “Das braucht Zeit”. Nach dem Start in Österreich stehen erst einmal die Niederlande und Frankreich am Programm. Dann soll Großbritannien folgen – “ein sehr spezieller Markt”, wie Teicke anmerkte.

Redaktionstipps

Alle Polizzen in einer App

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Felix Huemer, COO-Österreich

Die Geschäftsidee, mit der das Schweizer Startup die Investoren international überzeugen konnte, sieht so aus: FinanceFox übernimmt kostenlos die Organisation der gesamten Versicherungs-Polizzen der User. Über eine App wird der Nutzer informiert, wenn ein neues, billigeres Versicherungsprodukt auf den Markt kommt, oder ein Produkt, das besser zur Lebenssituation des Kunden passt. Auch die Makler sind direkt in das Konzept eingebunden. Jeder Kunde wird von seinem persönlichen Versicherungsmakler über alle Polizzen hinweg beraten.

Gegründet hat Teicke FinanceFox im Oktober 2014 gemeinsam mit Amir Suissa und Dario Fazlic, die er noch aus der Zeit seines Startups DeinDeal kennt. “Ich wollte ja eigentlich nie in diese langweilige Industrie”, erzählt Teicke dem Brutkasten damals. “Ich wollte spannende Sachen machen und mich nicht mit Leuten in Anzügen herumquälen”.  Laut dem  Gründer wäre FinanceFox heute einer der größten Makler in der Schweiz.

Holocracy als Erfolgsmodell

2015 hatte Teicke für Aufsehen gesorgt, als er im Brutkasten-Gespräch den Führungsstil in der deutschen Startup-Schmiede Rocket Internet kritisierte. Er selbst hält Holocracy für ein besseres Organisationsmodell in einer Firma. „Wir wollen Organisationen aufbauen, die in der Lage sind, massive Industrien ins Wackeln zu bringen. Das ist auch bei FinanceFox der Fall – meinem aktuellen Projekt. Wir wollen beweisen, dass wir über diese zwei Pfeiler einen globalen Player auf die Beine stellen können, der alle anderen Marktplayer komplett outperformed“, sagte Teicke damals.

 

die Redaktion

Wowflow: 300.000 Euro für Wiener Startup von PropTech-Investoren

Mit seiner Software und App will Wowflow den Bereich Facility Management revolutionieren. Damit wurden inzwischen zahlreiche große Kunden aus dem Immobilien-Bereich gewonnen.
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Wowflow: Die Gründer Drazen Ivanis und Misha Voronko
(c) Wowflow: Die Gründer Drazen Ivanis und Misha Voronko

„Weil Trello sich nicht für Putzkräfte eignet“ – so erklärte Drazen Ivanis, Co-Founder und CEO des Wiener Startups Wowflow, gegenüber dem brutkasten knapp nach dem Launch 2019, wie er zu seiner Idee kam. Das Startup bietet mit seiner Software-App-Kombination eine Facility-Management-Lösung, die sowohl in der Organisation, als auch bei den Personen vor Ort, etwa Reinigungskräften, die Effizienz der Abläufe verbessern und lückenlose Dokumentation ermöglichen soll.

Wowflow: Starkes Wachstum in großem Markt

Inzwischen hat sich viel getan. Das Konzept ist voll aufgegangen und Wowflow hat zahlreiche große Kunden, darunter viele aus dem Immobilien- und Facility-Sektor, etwa Reiwag, aber zum Beispiel auch Forstinger. Allein 2020 verdreifachte das Unternehmen seinen Umsatz. Und der Markt, in dem in Europa rund 4,5 Prozent aller Beschäftigten tätig sind, hat noch riesiges Potenzial: In Europa werden mehr als 220 Milliarden Euro für das Facility Management ausgegeben, rund 30 Milliarden Euro kommen aus der DACH-Region. Dabei ist der Digitalisierungsgrad sehr gering – hier will das Wiener Startup eine Lücke füllen.

Um die Expansion im DACH-Raum voranzutreiben, holte sich Wowflow nun ein Seed-Investment über 300.000 Euro von mehreren Investoren, einige davon auf PropTech spezialisiert. Konkret dabei sind die Business Angels Markus Ertler (Business Angel des Jahres 2019), Florian Kasslatter (Markas Group und Mitglied von TBA Network), Wolfgang Berger (Mondi Group), Claudia Nagel (Mitgründerin KIWI KI) vom deutschen PropTech-Company Builder High Rise Ventures und Siim Teller (ex Skype) vom VC-Fonds Lemonade Stand.

Weitere Unterstützung durch Creative Impact Grant

Man werde die Mittel nutzen, um den Umsatz weiter zu steigern und das Produkt weiterzuentwickeln. Das soll das Zusammenspiel mit externen Dienstleistungen verbessern, ein Asset- und Equipment-Management ermöglichen und sich wiederholende Aufgaben wie Planung und Berichterstellung automatisieren. Zudem wird Wowflow auch vom Creative Impact Grant des aws unterstützt, um die sozialen Aspekte der Lösung zu stärken und wurde 2020 als beste virtuelle Teamwork-Lösung Österreichs ausgezeichnet.

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