Zu den Kunden des österreichisch-chinesischen Flugzeugkomponentenherstellers FACC zählen mit Boeing und Airbus die beiden globalen Big Player. An den Bauteilen des Aerospace-Unternehmens mit Sitz in Ried im Innkreis (Oberösterreich) kommen sämtliche große Hersteller nicht vorbei. 750 Millionen Euro betrug der Umsatz im Geschäftsjahr 2017/2018. Ausruhen will man sich darauf bei FACC aber keineswegs. Nun wurde eine neue Unit unter dem Titel “Innovation, Technology and Digitalisation” im Unternehmen geschaffen. Sie fasst die Bereiche “Research & Technology”, “Material & Process Engineering” und die Stabsstelle “Intellectual Property & Innovation” zusammen. Leiter wird der gebürtige Oberösterreicher Christoph Schöndorfer – ein Mann mit Startup-Erfahrung.

+++ Fokus: Corporate Innovation +++

Christoph Schöndorfer: “Frühzeitig Trends und Technologien verfolgen”

Entsprechend will er in seiner neuen Position unter anderem auch auf die Innovationsstärke von Jungunternehmen setzen. “Ich glaube, dass sich die Zusammenarbeit mit Startups insofern für die weitere Entwicklung von FACC sehr positiv auswirkt und hilfreich ist, als man frühzeitig Trends und Technologien verfolgen kann und – auch als großes etabliertes Unternehmen – von der Dynamik lernen kann”, sagt Schöndorfer.

Neue Herausforderungen

Die FACC habe sich schon immer dadurch unentbehrlich gemacht, dass sie Lösungen für Probleme entwickelt habe, die dem Kunden in ihrer Tragweite manchmal noch gar nicht bewusst waren. Nun stünde man vor neuen Herausforderungen, “Die Fragestellung lautet: Welches Material-Know-How, welche Bauteilkonzepte – oder noch weiter gefasst – welche Mobilitätskonzepte werden gebraucht, um die Welt in 2025 oder 2030 aktiv mitgestalten zu können?”, erklärt der Innovationschef.

“Wettbewerbsintensives Umfeld” für FACC

FACC sei heute ein Hochtechnologieunternehmen in einem spannenden, aber wettbewerbsintensiven Umfeld, sagt Schöndorfer. “Damit die Technologieführerschaft erhalten bleibt, müssen Innovationen neue Potentiale aufzeigen. Genau hier wollen wir ansetzen: Materialen, Prozesse, Bauteile von morgen”. Beim Thema Digitalisierung müsse man ständig an sich arbeiten. “Digitalisierung kann uns helfen, die Effizienz maßgeblich zu steigern – nicht nur im Produktionsumfeld, auch bei Prozessen, die beispielsweise Central Services betreffen”, erklärt er.

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