Was Employer Branding mit Employee Experience zu tun hat

Den Zusammenhang zwischen Employer Branding und Employee Experience erklärt uns Employee Experience (EX)-Experte Max Lammer im Rahmen seiner Ratgeber-Serie für den brutkasten.
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Employer Branding
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Wir merken in unseren Unternehmen den zunehmenden Druck auf die Personalsituation und reagieren darauf nach gelerntem Marketing Muster: mehr Werbeeinsatz bringt mehr Umsatz (=mehr Bewerber). Wir investieren in das sogenannte Employer Branding.

+++ zum Fokus-Channel: Human Resources +++ 

In Strategieprozessen werden Employer Value Proposition (EVP, Arbeitgeberversprechen) entwickelt, Botschaften formuliert und Slogans ausgetüftelt, sowie die Kampagne gebaut. Mehr Werbung, mehr Umsatz – das hat ja immer schon funktioniert.

Was dabei Übersehen wird, ist, dass sich das Gefüge Arbeitsmarkt bereits verschoben hat, weg vom bisher herrschenden Arbeitgebermarkt hin zum Arbeitnehmermarkt. Es gibt in den seltensten Fällen 200 Bewerber auf eine Position, wie es früher vielleicht war – nein, es gibt sogar Positionen, für die sich gar niemand bewirbt.

+++Mehr über Employee Experience am EX Summit (27. April 2020, weXelerate, Wien)+++

Das bedeutet schlussendlich, dass es in absehbarer Zeit so sein wird, dass sich Unternehmen, um Positionen zu besetzen, bei sogenannten Talents bzw. potentiellen neuen Mitarbeitern bewerben werden müssen, als umgekehrt (Trend: Jobselling).

Spielverderber Bewertungsplattform

Aus dem Blickwinkel von Employee Experience beginnt die Beziehung zwischen einem Unternehmen und einem (zukünftigen) Mitarbeiter bereits mit dem ersten Eindruck in der Phase “pre-hire“. Also noch vor dem Recruitingprozess – eher mit dem Social Media Auftritt, der Aufmachung des Jobinserats – um bei den bekannten Mitteln zu bleiben.

Immer wichtiger wird auch, was auf Bewertungsplattformen über Unternehmen zu lesen ist. Wir sind inzwischen darauf konditioniert Rezessionen anderer zu lesen, um uns einen Eindruck zu machen – abseits der Werbung, die für etwas gemacht wird. Wir nehmen es ernst, weil es sich um eine Darstellung durch Betroffene handelt.


Bisher in der Serie erschienen:


Die Digitalisierung hat es immens erleichtert so gut wie alle Bereiche transparent zu machen – egal ob Produkte oder Dienstleistungen, oder eben auch Arbeitgeber mit ihrem Produkt “Job”. Menschen berichten öffentlich über ihre guten und schlechten Erfahrungen, und erleichtern so allen anderen sich selbst ein Bild zu machen.

Der Einwand, dass sich Menschen dort „ausk***“ die gerade gefeuert wurden, lasse ich nur bedingt gelten – auch wenn das sicher auch dazu gehört. Im Sinne der Markenbildung Arbeitgeber müssen diese Plattformen nicht nur aktiv genutzt und bespielt werden, sondern muss insbesondere darauf geachtet werden, dass das Erlebte von Betroffenen mit dem übereinstimmt was das Unternehmen über sich als Arbeitgeber erzählt.

Unterscheidung schwierig

Es zeigt sich deutlich, dass es immer schwerer wird sich als Arbeitgeber wirklich zu unterscheiden bzw. sich von den anderen abzuheben. Die Versprechungen und Slogans klingen alle ziemlich ähnlich. Entscheidend ist, ob das Versprechen auch wirklich hält.

Eine Studie aus Deutschland belegt, dass bis zu 30 Prozent der Fachkräfte nach der Probezeit (drei Monate) ein Unternehmen wieder verlassen, weil die Erwartungen nicht erfüllt wurden und sich das Unternehmen anders herausgestellt hat, als es vorgegeben hat zu sein.

Das Ergebnis daraus ist schmerzlich: Neubesetzung weg, Mehrlast im Team bleibt, neuerliche Kosten für weitere Besetzung, niedrigere Performance aufgrund der Fehlbesetzung, Erklärungsnotstand gegenüber Kunden und Mitarbeiter, eventuell schlechte “Nachrede” durch die Fachkraft, die gerade wieder gegangen ist.

Die Grundlage für glaubwürdiges Employer Branding

Die Grundlage für ein glaubwürdiges und authentisches Employer Branding ist (nur) eine gute Employee Experience. Der wahre Mehrwert für das Unternehmen, das durch ein optimales Erlebnis „Job“ lukriert werden kann, sind sogenannte Referrals – also Empfehlungen durch Mitarbeiter – und die sogenannte Employee Advocacy.

Das bedeutet, dass Mitarbeiter sich mit Stolz zur Zugehörigkeit zu einer Firma bekennen und damit auch als positiver Botschafter fungieren. Das zahlt wiederum auf die Attraktivität als Arbeitgeber ein und ist besonders glaubwürdiges Employer Branding.

Referrals können als gute Messgröße herangezogen werden, um einen Eindruck zu erhalten, wie gut die Employee Experience in einem Unternehmen tatsächlich ist. In diesem Sinn kann man festhalten: Employer Branding ist wichtig, steht aber nicht am Anfang – sondern basiert auf glaubwürdiger, guter Employee Experience.


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die Redaktion

Talent Garden vergibt 21 Stipendien für die Innovation School

Ab Oktober 2020 werden bis zu 200 Personen wieder an der Talent Garden Innovation School teilnehmen. Mit Stipendien erspart man sich die Kurskosten.
/talent-garden-innovation-school-2020/
Die Talent Garden Innovation School
Für die Talent Garden Innovation School 2020 werden Stipendien vergeben. © Talent Garden
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Die Talent Garden Innovation School in Wien spezialisiert sich auf die am Arbeitsmarkt stark gefragten Bereiche Programmieren, User Experience Design, Growth Marketing sowie Data Analysis und Digital HR. Derzeit findet alle Kurse zu 100 Prozent online statt. Damit sind nicht nur die vermittelten Fähigkeiten krisensicher, sondern auch das Kursformat selbst, heißt es von Talent Garden.

„Die letzten Monate haben auch uns als digital-affines Unternehmen wieder einmal aufs Neue gezeigt, was Flexibilität wirklich bedeutet“, sagt dazu Stefan Bauer, Director der Talent Garden Innovation School in Wien: „Innerhalb kürzester Zeit haben wir unser Kursangebot nicht nur digitalisiert, sondern zudem auch noch neue Teilzeit-Kurse entwickelt.“

21 Stipendien für Talent Garden Innovation School

Ab Oktober 2020 werden bis zu 200 weitere Menschen an den Kursen teilnehmen. Und 21 von ihnen haben die Möglichkeit, die Kurskosten mit einem Stipendium zu decken, was einem Gesamtbetrag von über 80.000 Euro entspricht.

Einzige Voraussetzung für die Teilnahme am Auswahlverfahren für das Stipendium ist eine Bewerbung bis 21. August. Eine Jury vergibt anhand der eingereichten Projekte drei Stipendien pro Kurs.

Die Formate der Talent Garden-Kurse

Die sieben Kurse starten im Oktober 2020, angeboten werden drei „Bootcamps“ im Vollzeit-Format sowie vier berufsbegleitende „Programs“. Die intensiven Online Bootcamps (CodeMaster, Growth and Digital Marketing, UX Design) finden Montag bis Freitag statt und dauern 12 Wochen. Die flexibleren Online Programs sind auch für Berufstätige geeignet, die sich in den Bereichen Business Data Analysis, Digital HR, Growth Marketing oder UX/UI Design freitagnachmittags und samstagvormittags weiterbilden wollen.

Im neuen Online-Format werden unterschiedliche Lernelemente vereint. So gibt es nicht nur aufgezeichnete Video-Lektionen, sondern auch eine Mischung aus Live Teaching Sessions, Praxisprojekten, Vorträgen von Expertinnen und Experten und informellem Networking.

Die Bewerbung für die Kurse erfolgt direkt über die Website der Talent Garden Innovation School. Die Bewerbungsfrist für die Stipendien läuft noch bis 21. August 2020, außerdem sind limitierte Frühbucherrabatte verfügbar.

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