Mit dieser Jobplattform finden Eltern einen Arbeitgeber, der sie versteht

Sandra Westermann hat mit superheldin.io eine Jobplattform geschaffen, auf der Eltern Unternehmen finden, die ein für sie passendes Arbeitsumfeld bieten. Damit leistet sie ihren Beitrag zur Bewältigung des Fachkräftemangels.
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Eltern finden flexible Jobs
Sandra Westermann zu Besuch im weXelerate (c) Stefan Mey
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Es herrscht ein frustrierendes Ungleichgewicht auf dem Arbeitsmarkt: Auf der einen Seite steht die Tatsache, dass vier von fünf Unternehmen mit Fachkräftemangel kämpfen und freie Stellen bis zu 100 Tage unbesetzt sind – auf der anderen Seite finden allein in Deutschland 1,2 Millionen Fachkräfte keine Arbeit, ein Großteil davon sind Mütter.

Superheldin.io als Jobplattform für Eltern

Sandra Westermann hat dieses Problem erkannt. Sie hat 15 Jahre als Produktionsleiterin eines deutschen TV-Senders gearbeitet. Als sie dann aber Mutter wurde, merkte sie, dass sie einen flexiblen Arbeitgeber braucht. Sie begab sich also auf die Suche nach einer neuen Stelle, machte eine Fortbildung und fand ein Unternehmen, welches das Modell der flexiblen Vollzeit unterstützt – allerdings handelte es sich dabei um ein zeitlich befristetes Projekt.

Als das Projekt abgeschlossen war, setzte sich Westermann an den PC und begann, nach Begriffen wie „Jobbörse für Mütter“ oder „Jobbörse für flexible Arbeitszeiten“ zu googeln. „Dafür gab es null Treffer“, sagt Westermann im Gespräch mit dem brutkasten: „Also habe ich beschlossen, es selber zu machen.“ Sie schrieb einen Business Plan, suchte ein Whitelabel-Template für eine Jobplattform und ließ dieses von einer Agentur an ihre Bedürfnisse anpassen.

+++Auf der Jobplattform des brutkasten findest du spannende Angebote von Startups, KMU und Corporates aus Österreich+++ 

Als Ergebnis ist nun seit 1. Mai die Plattform superheldin.io online: Hier werden jobsuchende Eltern mit Unternehmen vernetzt, die entsprechende Fachkräfte brauchen und ein familienfreundliches Umfeld bieten. Zum Launch waren bereits knapp 250 Stellen online, rund 200 Unternehmen sind auf der Plattform registriert, im ersten Monat gab es etwa 13.000 Nutzerinnen und Nutzer. Die Unternehmen wurden unter anderem durch entsprechende Verbände und Interessensgruppen für das Projekt begeistert, nun möchte Westermann auch gezielt Großunternehmen ansprechen.

Finanzierung über Family, Friends und Firmenporträts

Westermann bekommt für ihr Projekt einen Gründungszuschuss vom deutschen Arbeitsamt. Dafür musste sie den besagten Business Plan einreichen, der von der Behörde genehmigt wurde. Sie hat eine GmbH gegründet, in die sie ihr Kapital investiert hat. Die erste Finanzierungsrunde bestand aus den üblichen „Familiy and Friends“, wie sie sagt.

+++Mehr Artikel über Jobs und die New World of Work findest du hier+++

Der Umsatz kommt zustande, indem die Unternehmen die Jobangebote schalten. Außerdem gibt es für die Arbeitgeber zusätzliche Features: Zum Beispiel können sie Unternehmensporträts schalten, in denen Mitarbeiter von ihrer Tätigkeit erzählen. Somit bekommen die Inserenten gleich ein integriertes Employer Branding.

Hilfe durch TheVentury in Wien

Drei Leute arbeiten nun – freilich allesamt remote – an dem Projekt, zusätzlich gibt es Unterstützung von der Agentur und vom im Wiener weXelerate beheimateten TheVentury. Hier ist Westermann mit superheldin.io Teil des aktuellen ELEVATE-Programms: Das Team in Wien hilft Superheldin.io mit der Weiterentwicklung der Platform, unterstützt sie in Sachen Growth Hacking, IT Development und vernetzt sie mit dem hiesigen Ökosystem an Investoren, Experten und potentiellen Kunden.

Einmal pro Monat reist Westermann für entsprechende Bootcamps aus München nach Wien an. Das erste Bootcamp findet im Juli statt. Abschließend gibt es einen finalen Pitch vor potenziellen Investoren. Was der USP ist, mit dem sie die Jury überzeugen möchte? Zur Beantwortung dieser Frage muss Westermann nicht lange nachdenken: Auf jeden Fall die einzigartige und hochmotivierte Zielgruppe, sagt sie abschließend.

Redaktionstipps

die Redaktion

Zemtu: Vorarlberger Startup startet Kooperation mit Silicon Valley Scaleup

Das Vorarlberger Startup Zemtu bietet eine Carsharing-Software. Eine Zusammenarbeit mit dem US-Anbieter Smartcar soll nun zum Sprungbrett für die weitere Internationalisierung werden.
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Die Zemtu-Gründer Philipp Metzler, Dominik Bartenstein und Roland Kainbacher
Die Zemtu-Gründer Philipp Metzler, Dominik Bartenstein und Roland Kainbacher (c) Darko Todorovic

2015 ging das Startup Zemtu mit Sitz in Dornbirn aus dem Carsharing-Service Caruso hervor. Inzwischen nutzen europaweit 20 Carsharing-Anbieter die Software des Unternehmens. 25.000 User würden von diesen bedient, heißt es vom Startup.

Kein Carsharing-Bordcomputer mehr nötig

Notwendig war dazu bislang der Einbau (und die Wartung) eines Bordcomputers in jedem Auto, Moped und Co. Doch das ändert sich nun schrittweise – aktuell bei Fahrzeugen von 19 Herstellern, darunter Tesla, VW und BMW. Diese nutzen nämlich die Schnittstelle des US-Scaleups Smartcar, an dem unter anderem Andreessen Horowitz beteiligt ist. Das Unternehmen aus dem Silicon Valley und das aus Dornbirn starteten nun eine Kooperation, die Zemtu-Kunden das Nutzen der Schnittstelle ermöglicht.

„Dadurch reduzieren sich Kosten und Aufwand für die Anbieter massiv und auch das Testen unserer Lösung für Interessenten wird kinderleicht“, erklärt Zemtu-Mitgründer Philipp Metzler. Neue Fahrzeuge könnten nun mit vier Klicks in weniger als 30 Sekunden Carsharing-fit gemacht werden, heißt es in einer Aussendung. Dasselbe gelte auch für Fuhrparks von Unternehmen. „Über die mobile Zemtu-App werden reservierte Fahrzeuge geöffnet und geschlossen. Der Zugriff auf Telematikdaten wie Kilometer- und Akkuladestand ermöglicht die vollautomatische Abrechnung und die Anzeige von Informationen“, so das Dornbirner Startup.

Zemtu & Smartcar: Gegenseitige Unterstützung bei der Übersee-Expansion

„Smartcar ermöglicht es uns, die nächste Generation der Carsharing-Software anzubieten“, kommentiert Zemtu-Mitgründer und Technikverantwortlicher Dominik Bartenstein. „In einigen Jahren werden alle neuen Fahrzeuge entsprechende Schnittstellen haben. Mit Smartcar werden sie automatisch Carsharing-fähig“.

Im Gegenzug unterstütze Zemtu Smartcar beim Eintritt in den europäischen Markt. So sei etwa kürzlich die Implementierung der Schnittstelle für den neuen VW ID.3 vorangetrieben worden. Künftig soll aber auch die Lösung des Vorarlberger Unternehmens außerhalb Europas zum Einsatz kommen. Konkretes Interesse gebe es bereits in Australien. „Mit der Unterstützung von Smartcar erhoffen wir uns auch den Einstieg in den US-Markt“, meint der dritte Zemtu-Mitgründer Roland Kainbacher.

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