Corona-Shutdown: Zweitschnellstes Unicorn aller Zeiten ist bald keines mehr

Die Coronakrise trifft die USA hart. Auch die beiden E-Scooter-Riesen Bird und Lime geraten in erhebliche Turbulenzen. Erstere kündigten nun 30 Prozent der Mitarbeiter, zweitere bemühen sich um eine Not-Kapitalrunde mit 80 Prozent niedrigerer Bewertung.
/e-scooter-lime-bird-unicorn-corona-shutdown/

Zusammenfassung aus

Zusammenfassung ein

Lime: AI-Algorithmus erkennt, ob E-Scooter auf dem Gehsteig fahren - Corona-Shutdown zweitschnellstes Unicorn
(c) Adobe Stock - hanohiki
Der Summary Modus bietet einen raschen
Überblick und regt zum Lesen mehrerer
Artikel an. Der Artikeltext wird AI-basiert
zusammengefasst mit der Unterstützung
des Linzer-Startups Apollo AI.

  • Der US-E-Scooter-Riese Lime ist durch den Umsatz-Wegfall wegen der weltweiten Shutdowns derartig in Bedrängnis, dass er sich um eine Not-Kapitalrunde umsieht.
  • Laut dem US-Magazin The Information steht eine 80 Prozent niedrigere Bewertung als bei der letzten Runde im Raum: Sie soll demnach von 2,4 Milliarden auf 400 Millionen US-Dollar fallen.
  • Auch dem Hauptkonkurrenten Bird geht es dem Vernehmen nach nicht viel besser.
  • Dort kündigte man wegen der Coronakrise rund 30 Prozent der Mitarbeiter, wie das Magazin TechCrunch berichtet.

Sind Down-Rounds, also Kapitalrunden zu einer niedrigeren Bewertung als zuvor, in der Coronakrise angebracht? Dieser Frage sind wir in mehreren Beiträgen nachgegangen. Nun könnte es bald einen ausgesprochen prominenten Präzedenzfall geben – allerdings nicht in Österreich. Der US-E-Scooter-Riese Lime ist durch den Umsatz-Wegfall wegen der weltweiten Shutdowns derartig in Bedrängnis, dass er sich um eine Not-Kapitalrunde umsieht. Laut dem US-Magazin The Information steht eine 80 Prozent niedrigere Bewertung als bei der letzten Runde im Raum: Sie soll demnach von 2,4 Milliarden auf 400 Millionen US-Dollar fallen.

+++ Hintergründe und News zum Coronavirus +++


brutkasten-Beiträge zu Down-Rounds in der Coronakrise:

⇒ Experten-Tipps: Das müssen Startup-Gründer in der Coronakrise beachten

⇒ Coronakrise: Down-Rounds gegen das Startup-Sterben?

⇒ Die Auswirkungen von Covid-19 auf Startup-Bewertungen

⇒ Down-Rounds in der Krise? Gezielte Insolvenz gegen unliebsame Investoren


E-Scooter-Riesen in der Coronakrise: Kündigungswellen bei Bird und Lime

Lime, das (von der Definition abhängig) das zweitschnellste Unicorn aller Zeiten war, dürfte den Status also bald los sein. Doch auch dem Hauptkonkurrenten Bird, übrigens das schnellste Unicorn aller Zeiten, geht es dem Vernehmen nach nicht viel besser. Dort kündigte man wegen der Coronakrise rund 30 Prozent der Mitarbeiter, wie das Magazin TechCrunch berichtet. Das soll per Zoom passiert sein. Konkret sind 406 Mitarbeiter betroffen. Bei Lime sollen laut TechCrunch rund 70 Mitarbeiter vor der Kündigung stehen.

„Bis heute gab es kein Problem, das wir nicht gemeinsam lösen konnten“

In einem begleitenden Memo zur Kündigungswelle bei Bird schreibt CEO Travis VanderZanden: „Ich bin üblicherweise überzeugt, dass jede Herausforderung mit dem richtigen Team zu bewältigen ist. Und ich glaube, dass Bird in den letzten Jahren das richtige Team aufgebaut hat. Bis heute gab es kein Problem, das wir nicht gemeinsam lösen konnten. Das macht diese Situation so schmerzhaft. Aus Gründen, die sich unserer Kontrolle entziehen, von einigen der unglaublichsten, intelligentesten, verspieltesten, lustigsten, liebevollsten und engagiertesten Mitglieder unserer Bird-Familie Abschied zu nehmen, schmerzt zutiefst. Ich bin mir darüber im Klaren und habe Verständnis dafür, dass diese Situation in einer ohnehin bereits schwierigen Zeit hinzukommt“.

Redaktionstipps

Martin Pacher

Praxis-Insights: Wie die Bertelsmann Stiftung mit OKRs ihr Plattformmanagement reorganisiert

Wie hat die Bertelsmann Stiftung mit OKRs ihr Plattformmanagement reorganisiert? Antworten darauf und nützliche Praxis-Insights haben uns Peter Diekmann und Matthias Huntemann geliefert, die beide für die Implementierung der OKRs verantwortlich waren.
/okrs-bertelsmann-stiftung/
OKRs
(vl.n.r.) Matthias Huntemann & Peter Diekmann von der Bertelsmannstiftung
kooperation

Peter Diekmann und Matthias Huntemann von der Bertelsmann Stiftung gaben dem Brutkasten in einem Interview nützliche Praxis-Insights, wie die Bertelsmann Stiftung mit OKRs ihr Plattformmanagement reorganisierte. Diekmann ist bei der Bertelsmann Stiftung für die digitale Kommunikation und Terminkoordination zuständig, Huntemann für die IT-Project Coordination und als solcher auch OKR Master. Die beiden Experten werden zudem beim OKR-Forum 2020 sprechen, das am 30. Juni stattfinden wird.

+++ Hier geht’s zur Anmeldung zum OKR Forum 2020 +++


Seit wann kommen bei der Bertelsmann Stiftung OKRs zum Einsatz und wie erfolgte die Implementierung?

2019 gab es ein Experiment für ein kleines, teamübergreifendes Softwareprojekt. Mit den daraus gesammelten Erfahrungen sind auf Seiten IT und Kommunikation erste strategische Ansätze für stiftungsübergreifende Projekte entstanden (Einführung von MS Teams, Relaunch der Website), ein operatives Projektteam probiert den OKR-Ansatz auf Teamebene aus. Eine organisationsweite Implementierung gibt es bisher nicht.

Was hat bei der Implementierung am Anfang gut geklappt, was nicht und welche Learnings habt ihr dabei gemacht?

Bei dem genannten Experiment haben wir so ziemlich alles falsch gemacht, was möglich war – von der Planung bis zum Review. Aber durch die gleichzeitige nebenberufliche Ausbildung von Peter zum Agile Coach und Matthias zum OKR-Master wurden die Fehler nachvollziehbar und unser Projektmanagement stabiler. Geholfen hat hier auch ein Training, in dem wir bewusst schlechte und gute OKRs verglichen haben sowie die Begleitung der ersten OKR-Zyklen durch einen externen Coach und Beobachter.

Wie tragen Sie die OKRs in die Organisation hinein und holen die Mitarbeiter an Bord?

Drei Worte bzw. Werte: Kommunikation, Transparenz und Beteiligung. Der Projekt-Relaunch der Website interessiert fast alle Mitarbeiter der Stiftung, daher haben wir unseren Projektansatz von Anfang an partizipativ gewählt. Es gab einen Visionsworkshop an dem sich alle MA beteiligen konnten, wir formulieren gemeinsam mit einem Soundingboard von 25 Kollegen unsere MOALs und machen regelmäßig offene Reviews. Außerdem bloggen wir regelmäßig im Intranet.

Welche Tools verwenden Sie für die Implementierung der OKRs

Wir nutzen für die Dokumentation der OKRs eine angepasste Excelliste, wo der Grad der Zielerreichung im Weekly dokumentiert wird. Für die offenen Review-Termine nutzen wir zurzeit Mural und Zoom.

Haben Sie drei Tipps für Unternehmen, die planen OKRs zu implementieren?

Transparente Kommunikation, Learning by doing, Mut zu Fehlern, Zeit für Reflektion und Retros, Retros, Retros.


=> zur Page des OKR-Forums 

*Disclaimer: Der brutkasten ist offizieller Kooperationspartner des OKR Forum 2020

Redaktionstipps
Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.
Möchtest du in Zukunft mehr von diesen Artikeln lesen?

Dann melde dich für unseren Newsletter an!

Leselisten zum Schmökern

Neueste Nachrichten

gastkommentar
vor 6 Stunden

Summary Modus

Corona-Shutdown: Zweitschnellstes Unicorn aller Zeiten ist bald keines mehr

  • Der US-E-Scooter-Riese Lime ist durch den Umsatz-Wegfall wegen der weltweiten Shutdowns derartig in Bedrängnis, dass er sich um eine Not-Kapitalrunde umsieht.
  • Laut dem US-Magazin The Information steht eine 80 Prozent niedrigere Bewertung als bei der letzten Runde im Raum: Sie soll demnach von 2,4 Milliarden auf 400 Millionen US-Dollar fallen.
  • Auch dem Hauptkonkurrenten Bird geht es dem Vernehmen nach nicht viel besser.
  • Dort kündigte man wegen der Coronakrise rund 30 Prozent der Mitarbeiter, wie das Magazin TechCrunch berichtet.

Es gibt neue Nachrichten

Auch interessant