Wie das NÖ-Startup DocTec die Baustelle des Parlaments sicherer macht

Das niederösterreichische Startup DocTec entwickelte ein spezielles Sensorsystem, das zur Baustellenüberwachung eingesetzt werden kann. Die Technologie kommt unter anderem im Rahmen der Generalsanierung des österreichischen Parlamentsgebäudes zum Einsatz. Der brutkasten war auf der Baustelle vor Ort und hat sich die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten der Technologie genauer angesehen.
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DocTec
Neben Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger (g.r.) war auch Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka als "Hausherr" bei der Baustellenbesichtigung mit dabei | (c) Martin Pacher
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  • Bei der Sanierung des österreichischen Parlamentsgebäudes handelt sich derzeit wohl um die prestigeträchtigste und auswendigste Baustelle des Landes.
  • Seit Juli 2017 ist die Generalsanierung des Gebäudes unter strengsten Denkmalschutzauflagen im Gange.
  • Dabei arbeitet auch das Startup DocTec mit.
  • Dies erfolgt über ein spezielles Monitoring der Atemluft, das bis zu 150 unterschiedliche Gastypen erkennen kann.
  • Zudem erkennt das System die Feinstaubbelastung im Gebäude und kann im Falle einer Grenzwertüberschreitung Alarm auslösen.
  • Vor der Sanierung des Gebäudes hat Schabauer die historische Bausubstanz des Gebäudes dokumentiert.
  • Das Startup DocTec wird vom niederösterreichischen Technologie Inkubator accent betreut.

Bei der Sanierung des österreichischen Parlamentsgebäudes handelt sich derzeit wohl um die prestigeträchtigste und auswendigste Baustelle des Landes. Seit Juli 2017 ist die Generalsanierung des Gebäudes unter strengsten Denkmalschutzauflagen im Gange. Nach der geplanten Fertigstellung 2022 sollen sämtliche Bereiche, unter anderem auch die beiden Sitzungssäle, barrierefrei sein. Für die Sanierung wurden rund 350 Millionen Euro veranschlagt.

Historische Bausubstanz

An der Sanierung des Parlamentsgebäudes sind eine Vielzahl an Firmen beteiligt, darunter auch heimische Startups. Eines dieser Startups ist DocTec mit Sitz in Bad Vöslau. Das Unternehmen rund um Gründer Johannes Schabauer hat ein spezielles Sensorsystem entwickelt, das zur Baustellenüberwachung eingesetzt werden kann. Die Sensoren sind auf der ganzen Baustelle verteilt und überwachen eine Vielzahl an Parameter – darunter die Temperatur oder Luftfeuchtigkeit.

Die präzisen Messdaten werden in Echtzeit gesammelt und anschließend auf einer sogenannten „Saftey Monitoring Plattform“ ausgewertet. Sobald es zu Abweichungen von Grenzwerten kommt, schlägt das System automatisch Alarm, um rechtzeitig einschreiten zu können und die historische Bausubstanz zu schützen.

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DocTec sorgt für Sicherheit

Das System schützt jedoch nicht nur die historische Bausubstanz, sondern auch die Bauarbeiter. Dies erfolgt über ein spezielles Monitoring der Atemluft, das bis zu 150 unterschiedliche Gastypen erkennen kann. Zudem erkennt das System die Feinstaubbelastung im Gebäude und kann im Falle einer Grenzwertüberschreitung Alarm auslösen. Die Arbeiter sind hierfür mit mobilen Sensoren ausgestattet.

Die automatisierte Übertragung der Messdaten erfolgt in Echtzeit über Funk. DocTec-Gründer Schabauer, der das Unternehmen gemeinsam mit seiner Frau Claudia Schabauer leitet, verfügt über viel Erfahrung in diesem Bereich. Vor der Gründung von DocTec im November 2018 war Schabauer jahrelang am Institute of Technology (AIT) für Messtechnik und Automatisierung tätig.

360-Gradaufnahmen mit Drohnen

Vor der Sanierung des Gebäudes hat Schabauer die historische Bausubstanz visuell dokumentiert. Zum Einsatz kamen hierfür hochauflösende 360-Grad-Aufnahmen, die unter anderem mit Drohnen aufgenommen wurden. Somit konnten auch Schäden an sonst uneinsehbaren Stellen dokumentiert werden – darunter auch kleinste Haarrisse an Decken und Wänden.

Mit wenigen Klicks können sich die zuständigen Baufirmen anhand der Bilddaten somit einen Überblick verschaffen und sich virtuell durch das Parlamentsgebäude navigieren. Die Bilder sind über eine Cloud zugänglich. Derzeit laufen laut Schabauer mit der Pressestelle des Parlaments Gespräche, die Bilder der Öffentlichkeit zur Verfügung zustellen.

Betreuung durch accent

Das Startup DocTec wird vom niederösterreichischen Technologie Inkubator accent betreut. Geschäftsführer von accent, Michael Moll, zeigt sich über die Entwicklung von DocTec sehr erfreut und verweist auf eine Auszeichnung, die das junge Unternehmen 2019 bekam: „Wir freuen uns mit Johannes Schabauer und seinem Team ein weiteres spannendes Startup begleiten zu können. Besonders stolz sind wir auch auf die Auszeichnung, die DocTec mit dem dritten Platz beim Galileo Masters Wettbewerb 2019 gewinnen konnte.“

Das Startup DocTec hat noch viel vor: Wie Schabauer im Rahmen einer Besichtigung der Baustelle abschließend gegenüber dem brutkasten erläuterte, kann die Technologie nicht nur auf Baustellen für Sicherheit sorgen, sondern lässt sich auch zum Monitoring der Atemluft von Krankenhäusern, U-Bahn-Stationen oder Museen einsetzen.

die Redaktion

Investoren-Stimmung zuletzt wieder deutlich besser

Die Krise ist noch nicht vorbei, aber die Investoren sind dank Impfung wieder optimistisch - das ergibt der aktuelle European Venture Sentiment Index von Venionaire Capital.
/european-venture-sentiment-index-q4-2020/
European Venture Sentiment Index: Bei den europäischen Investoren überwiegt wieder Optimismus
Bei den europäischen Investoren überwiegt wieder Optimismus (c) Adobe Stock - Photocreo Bednarek

Vor drei Monaten war an dieser Stelle noch von „stagnierendem Pessimismus“ angesichts der Coronakrise die Rede. Denn wie der quartalsmäßig von Venionaire Capital erstellte European Venture Sentiment Index ergeben hatte, war die Stimmung der europäischen Investoren im dritten Jahresviertel des Vorjahres denkbar schlecht und vor allem um nichts besser, als im zweiten. Und auch auf die Erwartungen für das nächste Quartal angesprochen, äußerten sich die Kapitalgeber damals im Durchschnitt ausgesprochen pessimistisch.

European Venture Sentiment Index Q4 2020
(c) Venionaire Capital

Doch es kam anders, wie der nun veröffentlichte European Venture Sentiment Index für das vierte Quartal zeigt. Der Index-Wert ist wieder im positiven Bereich und etwa auf dem Niveau des ersten Jahresviertels 2020, als sich die Krise noch nicht gänzlich entfaltet hatte. Und auch der Ausblick ist im Durchschnitt optimistisch (siehe Grafik). In den Interviews im Rahmen der Erhebung sei dieser Optimismus vor allem mit der Entwicklung der Covid-19-Impfstoffe begründet worden, heißt es im Report.

European Venture Sentiment Index: „Investoren schließen wieder neue Deals ab“

Venionaire Capital-Gründer Berthold Baurek-Karlic kommentiert: „Wir erleben eine spürbare Verbesserung des Investorenvertrauens im Vergleich zum Vorquartal, zweifellos beflügelt durch die Hoffnung auf die schnelle Verbreitung der Covid-Impfung. Venionaire hat während der gesamten Krise Netzwerke und Fonds bei der Suche nach hochwertigen Deals unterstützt. Wir haben in letzter Zeit eine Veränderung gesehen: Investoren in ganz Europa schließen wieder vermehrt neue Deals ab, anstatt nur ins bestehende Portfolio zu investieren. Staatliche Programme fördern diese Entwicklung. Digitalisierung und Innovation haben sich definitiv in allen Sektoren beschleunigt und stellen einen zusätzlichen Wachstumstreiber – insbesondere für Tech – dar.“

Für die Studie wurden insgesamt mehr als 50 Investoren bzw. Investment Manager (Business Angels, VC’s und Corporate VC’s) aus acht europäischen Ländern befragt.

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