“Unser Crypto42 Summit steht im Zeichen der Aufarbeitung der rasanten letzten zwei Jahre. Wir stellen daher weniger die Möglichkeiten und Potenziale in den Mittelpunkt als vielmehr die nun notwendigen Schritte, die gesetzt werden müssen um Rechtssicherheit und den Eintritt der institutionellen Investoren in die Welt der Krypto-Assets zu ermöglichen”, sagt Elfi Sixt. Die Co-Founderin der Wiener FinTech Academy, Autorin (“Bitcoins und andere Transaktionssysteme” u.a.) und Steuer-Spezialistin und -Sprecherin des Deutschen Blockchain-Bundesverbands hat es sich zum Ziel gesetzt, das Thema Kryptowährungen auf die nächste, wissenschaftlich und rechtlich fundierte, Ebene zu bringen.

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Von Bewertung bis Rechnungslegung

“Bei unserem Summit wird über Rechtssicherheit bei der Ausgabe und dem Handel der verschiedenen Arten von Krypto-Tokens ebenso diskutiert werden wie über die notwendigen Schritte im Bereich der Bewertung, des Token Designs und der noch offenen Fragen im Bereich der Rechnungslegung und Besteuerung”, erklärt Sixt. Dazu hole man eine ganze Reihe internationaler Experten nach Wien.

“Erst in den nächsten Monaten werden die Betrugsfälle in der Kryptoszene in Europa evident werden.”

Offene Diskussion über Scams und Betrugssysteme

Ein wichtiger Tagesordnungspunkt sei auch die offene Diskussion über Scams und Betrugssysteme in der Kryptoszene. “Erst in den nächsten Monaten werden die Betrugsfälle in der Kryptoszene in Europa evident werden und eine massive Ernüchterung bei den Investoren hervorrufen”, sagt Sixt. Eine EY-Studie käme etwa zum Ergebnis, dass rund zehn Prozent der Investorengelder “gestohlen” würden. Investorenschutz sei daher ein extrem wichtiges Thema. Entsprechend wird etwa auch Ronald Frankl von der Kanzlei Lansky als Speaker über seine Erfahrung beim wohl derzeit bekanntesten Scam – Optioment – berichten.

Auf dem Weg zur Asset-Klasse für institutionelle Investoren

Generell verstehe sich der Crypto42 Summit als “Aufarbeitung und wissenschaftliche Verarbeitung des unglaublichen Hypes einer neuen Asset-Klasse”, sagt Sixt. “Daher haben wir die Veranstaltung auch bewusst mit dem neuen Research Institute for Crypto Economics der WU Wien gemacht”. Denn im Gegensatz zur “Dotcom-Blase”, mit der der Krypto-Bereich immer wieder verglichen wird, würden bislang kaum institutionelle Anleger in Krypto investieren. “Sie benötigen generell ein regulatorisches Rahmenwerk, das ihnen die Investition in Crypto-Assets ermöglicht”, sagt Sixt. Schließlich wären die IPOs damals zur Dotcom-Zeit zumindest von Wirtschaftsprüfern, Rechtsanwälten und Behörden geprüft und genehmigt worden. “Damit wurde zumindest ein gewisses Mindestmaß an Qualität sichergestellt”. Bei ICOs gebe es derzeit ” keine wie immer gearteten Qualitätsstandards”. Das sei nicht nur für Investoren und Regulierungsbehörden ein Problem. “Was immer vergessen wird: Ein Prospekt schützt auch die Gründer vor Ansprüchen von Investoren”, sagt die Crypto42-Initiatorin.

Rechtssicherheit im Vordergrund

Daher sollen auf dem Crypto42 Summit die notwendigen Grundlagen diskutiert werden, vor allem für eine rechtssichere Ausgabe von Tokens, einen rechtssicheren Handel (Stichwort: auf welcher Börse dürfen Security-Tokens gehandelt werden, auf welcher Börse dürfen Utility Tokens gehandelt werden) und eine Bewertung für die Rechnungslegung. “Ohne diese gesicherte Basis können institutionelle Investoren nicht investieren in diese Crypto-Asset Klasse”, sagt Sixt. Zur Klassifizierung der Tokens gebe es auch bereits einige Ansätze, von denen drei am Summit vertreten sein werden: Brave New Coin, Untitled und der deutsche Blockchain Bundesverband.

Internationale Speaker beim crypto42 Summit

Robert Schwertner (CryptoRobby) fungiert als “Master of the Event”. Unter den zahlreichen Speakern sind der Kanadier William Mougayar, einer der renommiertesten Vordenker im Kryptobereich und Brett Shear vom ConsenSys (New York). Lily Tessler, eine Anwältin aus New York wird mit europäischen Anwälten über die internationale regulative  Situation für ICOs sprechen. Vertreten sind uva. auch Alfred Taudes und Shermin Voshmgir vom WU-Krypto-Institut. Unter den Event-Partnern ist unter anderem Speedinvest.

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Video-Interview mit Robert Schwertner: