Neue „Corona-Kurzarbeit“ soll nun den Wirtschaftsstandort sichern

Die österreichische Bundesregierung hat heute Samstag die Bevölkerung über neue Maßnahmen zur Sicherung des Wirtschaftsstandortes aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus informiert. Teil eines vier Milliarden Euro schweren Hilfsfonds ist unter anderem ein neues Modell für "Corona-Kurzarbeit".
/corona-kurzarbeit-wirtschaftstandort-arbeitsplatze/

Zusammenfassung aus

Zusammenfassung ein

Corona-Kurzarbeit
(c) Andy Wenzel / Bundeskanzleramt
Der Summary Modus bietet einen raschen
Überblick und regt zum Lesen mehrerer
Artikel an. Der Artikeltext wird AI-basiert
zusammengefasst mit der Unterstützung
des Linzer-Startups Apollo AI.

Die österreichische Bundesregierung hat heute Samstag die Bevölkerung über neue Maßnahmen zur Sicherung von Standort und Beschäftigung aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus informiert. Teil des vier Milliarden Euro schweren Fonds sind nun eine neue Form der Corona-Kurzarbeit.

Die österreichische Bundesregierung tritt mittlerweile täglich vor die Presse, um die Bevölkerung über Maßnahmen im Zuge der Coronakrise zu informieren. So auch heute am Samstagvormittag.

+++Update: Alle Details zu Kurzarbeit, Liquidität und Kinderbetreuung in der Coronakrise+++

Die Spitzen der Bundesregierung präsentierten unter Beisein von Wirtschaftskammerpräsident Harald Mahrer und ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian einen vier Milliarden Euro schweren Fonds, der den Wirtschaftsstandort und die Beschäftigung in Österreich sichern soll.

==> zur Coronavirus-Sonderpage  des brutkasten <==

Drei Hauptziele des Fonds

Wie Sebastian Kurz vor versammelter Presse im Bundeskanzleramt mitteilte, verfolgt der Fonds drei Hauptziele. Dazu zählen die Sicherstellung der Liquidität der Unternehmen, die Sicherung von Arbeitsplätzen sowie die Unterstützung bei Härtefällen.

Ein Teil des Pakets ist unter anderem ein neues Kurzarbeitsmodell, das Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck im Rahmen der Pressekonferenz präsentierte.

Neues Modell „Corona-Kurzarbeit“

Die Corona-Kurzarbeit soll sich laut Schramböck in drei wesentlichen Punkten zum bisherigen Modell für Kurzarbeit unterschieden.

  • Erstens soll die Corona-Kurzarbeit innerhalb von 48 Stunden abrufbar sein – bisher waren dafür mehr als sechs Wochen notwendig.
  • Zweitens soll es zum ersten Mal möglich sein, dass Mitarbeiter zur Gänze, also zu 100 Prozent, zu Hause sind und gleichzeitig im Unternehmen beschäftigt bleiben.
  • Drittens wird sie für alle Unternehmensgrößen und alle Branchen nutzbar werden – nicht nur für die Industrie.

„Unternehmen haben die Möglichkeit die Mitarbeiter zur Gänze nach Hause gehen zu lassen, sie aber weiterhin zu beschäftigen. Bisher gab es dafür nämlich nur die Form der Arbeitslosigkeit“, so Schramböck. Ziel sei es, dass die Mitarbeiter in den Unternehmen angestellt bleiben, damit sie ihre Arbeit nach der Krise wieder rasch aufnehmen können.

Das neue Modell soll mit bis zu 400 Millionen Euro „dotiert“ sein. Entsprechende Gesetze sollen in den nächsten Tagen dazu folgen.

*Der brutkasten wird weitere Details zum neuen Modell der Corona-Kurzarbeit laufend verfolgen und darüber berichten.

Ausweitung der Garantien

Neben dem neuen Modell zur Corona-Kurzarbeit verwies Schramböck darauf, dass bisherige Überbrückungsgarantien auf größere Unternehmen ausgeweitet werden. “Wir werden die bisher bestehenden Garantien für KMU auch auf größere Unternehmen ausweiten. Es soll kein Unternehmen, das kein Mittel von der eigenen Hausbank bekommt, eine Garantie des Staates vermissen.” In Bezug auf die Garantien heißt es klar und deutlich: „Jedes Unternehmen, das eine Garantie benötigt, soll eine erhalten.“

100 Millionen Euro Härtefonds für Familienbetriebe, Selbstständige und EPU

Zudem soll ein spezieller Härtefonds für Familienbetriebe, Selbstständige und EPU in der Höhe von 100 Millionen Euro eingerichtet werden. ”EPU haben ein besonderes Risiko zu tragen, da sie ihre Dienstleistungen als Alleingänger anbieten und sie jetzt ganz besonders von der aktuellen Krise  betroffen sind”, so Schramböck.

Unabhängige Lieferketten gegenüber Asien

Weiters verwies sie darauf, dass Europa in Bezug auf die Lieferketten autonomer werden muss. Dies trifft insbesondere auf die Versorgung mit Medikamenten zu. „Wir haben festgestellt, dass wir vor allem bei Antibiotika und Penicilline stark von Asien abhängig sind”, so Schramböck. Die Europäische Kommission hat laut Schramböck bereits einen entsprechenden Antrag aufgegriffen, den sie als Bundesministerin im Wettbewerbsrat eingebracht hat und der Teil der europäischen Industriestrategie wird. 

brutkasten Initiative zur Coronakrise

Der brutkasten ergreift die Initiative, um gemeinsam mit der Community Lösungen für den Kampf gegen den Coronavirus zu schaffen und abgesagte Events zu digitalisieren.

==> zur Coronavirus-Sonderpage  des brutkasten <==

Dafür hat der brutkasten eine eigene Spezialseite geschaffen, um alle Nachrichtenmeldungen und Daten zur Coronakrise zu sammeln.

Zudem haben wir uns vorgenommen, die Kraft der Community zu nutzen, um gemeinsam dem Coronavirus den Kampf anzusagen. Engagierte Startups können sich mit den Lösungen melden, mit denen sie dem Coronavirus und seinen Auswirkungen entgegentreten wollen. Die Meldung ist über ein einfaches Online-Formular möglich. Die ersten Anmeldungen haben wir bereits erhalten – stay tuned!


+++ aktuelle und gesicherte Information rund um die Coronakrise auf www.oesterreich.gv.at +++

Bundesministerin Margarete Schramböck über konkrete Hilfsmaßnahmen

Bundesministerin Margarete Schramböck im Live-Talk über die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise.

Die Bundesministerin Margarete Schramböck im Live-Talk über die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise für die heimische Wirtschaft. Zudem spricht sie über die konkreten Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung für österreichische Unternehmen.

Gepostet von DerBrutkasten am Freitag, 13. März 2020

Martin Pacher

Paddies: NÖ Snack-Startup expandiert nach Deutschland – bereits in 130 Supermärkten gelistet

Das niederösterreichische Startup Selectum mit Sitz in Wolkersdorf bei Wien hat 2019 mit der Produktion eines neuartigen Knabbergebäcks namens "Paddies" gestartet. Nun erfolgt die Expansion nach Deutschland, wofür das Startup Investoren sucht.
/paddies-expansion-deutschland/
Paddies
Aktuell produziert Selectum 100.000 Packungen pro Monat | (c) Robert Gartner

Seit Feber letzten Jahres ist Paddies, ein gebackener Snackpolster mit Dip gefüllt, im österreichischen Einzelhandel gelistet. Die Herstellung des proteinreichen Knabbergebäcks, das aus Reis- und Kichererbsenmehl besteht, erfolgt in Wolkersdorf durch das niederösterreichische Food-Startup Selectum.

Das Unternehmen rund um die Gründer Camilo Wolff und Heidrun Weiss verfügt über Produktionskapazitäten von rund 560.000 Packungen pro Monat und bereitete letztes Jahr seine Expansion nach Deutschland vor – der brutkasten berichtete.

Erste LKW-Ladung nach Deutschland

Vergangene Woche war es nun so weit und die Expansion nach Deutschland nahm wortwörtlich an Fahrt auf. „Letzten Freitag haben wir unseren ersten komplett vollbeladenen LKW nach Deutschland geschickt und das war der erste von vielen, die noch kommen werden“, so Wolff, der nicht nur gelernter „Production Engineer“ ist, sondern auch über dreizehn Jahre Erfahrung in der Lebensmittelindustrie verfügt.

Den Schritt nach Deutschland schaffte das aufstrebende Food-Startup aus Niederösterreich über das Food Innovation Camp von REWE Süd. Wie Wolff gegenüber dem brutkasten erläutert, sind die Knabbersnacks aktuell in insgesamt 130 Supermärkten in Deutschland gelistet. Zudem führt das Team derzeit auch Gespräche mit weitere Partnern. „Momentan sind wir beispielsweise in Gesprächen mit Edeka, um unser Produkt in Deutschland noch weiter auszurollen“, so Wolff.

Mittlerweile sind auch Aufträge aus den Niederlanden und Ungarn eingelangt, wobei der Knabbersnack auch als White-Label-Produkt im B2B-Bereich angeboten wird. „Für Kunden in anderen Ländern bieten wir unsere Produkte unter deren Marke und Namen an“, so Wolff.

Camilo Wolff mit seinem Team | (c) Selectum LinkedIn / Robert Gartner

100.000 Packungen „Paddies“ pro Monat

Aktuell produziert das Startup in einem Einschichtbetrieb rund 100.000 Packungen pro Monat. Die Auslastung der Kapazitäten ist laut Wolff jedoch noch nicht erreicht. „Prinzipiell verfügen wir über Produktionskapazitäten für einen Dreischichtbetrieb und die besagten 560.000 Packungen pro Monat“, so Wolff. Aktuell arbeiten fünf Personen in der Produktion und drei Personen im Sales und Marketing.

Neben dem Vertrieb im klassischen Einzelhandel setzt das Startup unter anderem auch auf Online-Lieferdienste, wie Gurkerl.at, die aktuell in Österreich am Vormarsch sind.

Auf Investorensuche und internationale Auszeichnung

Für 2021 ist die Erweiterung des Produktsortimentes, um eine weitere Sorte geplant. Zudem befindet sich das Startup aktuell auf Investorensuche. „Für den Markeintritt in Deutschland sind wir noch immer auf der Suche nach einem passenden Investor, da wir in Zuge dessen einiges in Marketing investieren werden müssen“, so Wolff.

Erste Erfolge in Deutschland konnte Selectum jedenfalls schon für sich verbuchen. So belegte das Unternehmen im Rahmen der ISM Süßwarenmesse in Köln – sie zählt zu den weltweitführenden Fachmessen in diesem Segment – den zweiten Platz.


Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.
Möchtest du in Zukunft mehr von diesen Artikeln lesen?

Dann melde dich für unseren Newsletter an!

Leselisten zum Schmökern

Neueste Nachrichten

Neue „Corona-Kurzarbeit“ soll nun den Wirtschaftsstandort sichern

14.03.2020

Corona-Kurzarbeit
(c) Andy Wenzel / Bundeskanzleramt

Die österreichische Bundesregierung hat heute Samstag die Bevölkerung über neue Maßnahmen zur Sicherung des Wirtschaftsstandortes aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus informiert. Teil eines vier Milliarden Euro schweren Hilfsfonds ist unter anderem ein neues Modell für "Corona-Kurzarbeit".

Summary Modus

Neue „Corona-Kurzarbeit“ soll nun den Wirtschaftsstandort sichern

Corona-Kurzarbeit

Neue „Corona-Kurzarbeit“ soll nun den Wirtschaftsstandort sichern

Die österreichische Bundesregierung hat heute Samstag die Bevölkerung über neue Maßnahmen zur Sicherung von Standort und Beschäftigung aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus informiert. Teil des vier Milliarden Euro schweren Fonds sind nun eine neue Form der Corona-Kurzarbeit.

Es gibt neue Nachrichten

Auch interessant