US-Großbank: Bitcoin könnte Dollar im internationalen Handel ablösen

Die Zeit des Dollars als dominierende Währung im internationalen Handel könnte in den nächsten sieben Jahren enden, zeigt ein neuer Report der Citigroup zu Bitcoin.
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Bitcoin könnte Dollar im internationalen Handel ablösen
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Institutionelle Investoren – sie gelten als einer der Hauptgründe für die massive Preisrally bei Bitcoin und anderen Kryptos in den vergangenen Monaten. Wenn Großanleger wie Vermögensverwalter oder Pensionsfonds beginnen, in Kryptowährungen zu investieren, hat dies neben den direkten Auswirkungen auf die Nachfrage auch einen Symbolcharakter für die Akzeptanz der gesamten Assetklasse. Einen weiteren Hinweis darauf, dass Bitcoin mittlerweile im Finanz-Establishment angekommen ist, liefert nun ein neuer Report der drittgrößten Bank der USA – der Citigroup.

Das steigende Interesse institutioneller Investoren an der Kryptowährung wird darin auch mit Zahlen untermauert. Die Zahl der offenen Positionen bei Bitcoin-Terminkontrakten (Futures) an der Optionsbörse CME ist demnach allein zwischen Oktober 2020 und Jänner 2021 um mehr als 250 Prozent angezogen. Die Zahl gilt als wichtiger Indikator für das Interesse institutioneller Investoren, da diese über Terminkontrakte indirekt in Bitcoin investieren können – ohne selbst Coins kaufen zu müssen, was oft aufgrund von regulatorischen Vorschriften nicht möglich ist.

Spannungen mit China könnten Dollar schaden

Mittelfristig sieht die Citigroup aber noch größeres Potenzial für Bitcoin. In einem Szenario könnte die Kryptowährung in den nächsten sieben Jahre die meistbenutzte Währung im internationalen Handel werden – derzeit ist das der US-Dollar.

Allerdings: “Eine dezentralisierte Kryptowährung hätten den Vorteil, dass keine Regierungen oder andere Institutionen Schritte unternehmen können, die das Angebot der Handelswährung beeinflussen. Das würde helfen, Handel von politischen Überlegungen zu entkoppeln”, heißt es in der Studie. Der US-Dollar sei zwar derzeit häufig die Standard-Handelswährung, aber nicht zuletzt aufgrund der zunehmenden Spannungen zwischen den USA und China könnte sich dies mittelfristig ändern.

Fiat- und Kryptowelt verschmelzen weiter…

Damit ein solches Szenario Realität werden kann, müssten sich die beiden Welten der herkömmlichen Fiat-Währungen und der Kryptowährungen weiter verschmelzen. Und genau das würde seit 2018 geschehen, schreiben die Citi-Analysten. Zuvor seien die beiden Asset-Klassen relativ unabhängig voneinander gewesen. Seit 2018 käme es aber zu einer zunehmenden Integration – etwa durch Paypal. Der Zahlungsdienstleister ermöglicht es seinen Kunden seit vergangenem Jahr, auch in Bitcoin zu bezahlen.

Auch die zunehmende Verbreitung von Stablecoins – deren Wert an herkömmliche Fiat-Währungen gekoppelt ist – trägt nach Ansicht der Citi-Analysten zu den stärkeren Integration der beiden Welten bei. Davon profitiere auch Bitcoin – weil damit die generelle Akzeptanz von Blockchain-basierten Zahlungsabwicklung steige. Selbiges würde auch für staatliche Digitalwährungen, also etwa den häufig diskutierten digitalen Euro, gelten.

…und Bitcoin könnte davon profitieren

Wenn es im internationalen Handel möglich sein wird, nahtlos zwischen Fiatwährungen, Stablecoins und herkömlichen Kryptowährungen zu wechseln, könnten die Stärken von Bitcoin in den Vordergrund treten, glauben die Citi-Analysten. Dazu zählen sie vor allem, dass Bitcoin von keiner Regierung kontrolliert wird und weltweit niemand aus dem Bitcoin-Markt ausgeschlossen werden kann.

Auch das Fremdwährungsrisiko könnte sich verringern, weil die beteiligten Handelspartner nicht mehr auf den Devisenmarkt angewiesen wären und die Zahlungen direkt über ihre Bitcoin-Wallets vornehmen könnten. Verglichen mit großen Fiat-Transaktionen könnten Zahlungen über Bitcoin sogar schneller und günstiger abgewickelt werden, argumentieren die Citi-Analysten weiter. Dazu kommen noch die Punkte Sicherheit und Nachvollziehbarkeit, die ebenfalls für Bitcoin sprechen würden.

Bitcoin-Netzwerk noch zu langsam

Warum wird dann aber Bitcoin nicht bereits jetzt in nennenswertem Ausmaß im internationalen Handel verwendet? Das erklären die Citigroup-Analysten vor allem mit dem geringen Volumen, dass das Bitcoin-Netzwerk derzeit verarbeiten kann. Analysen von Anfang 2020 hätten gezeigt, dass dieses noch um 4.800 Mal langsamer als das Visa-Netzwerk sei. Mit dem Lightning-Netzwerk könnte dieses Problem jedoch gelöst werden. Kein großes Thema für die Citi-Analysten ist die derzeit noch hohe Volatilität von Bitcoin – wohl in der Annahme, dass diese mit zunehmender Adaption abnehmen wird und außerdem die Möglichkeit besteht, sich über Terminkontrakte gegen Preisschwankungen abzusichern.

In der Krypto-Welt wurde der Report mehrheitlich positiv aufgenommen. So schrieb etwa Nic Carter, Partner beim VC Castle Island, die Studie sei “unglaublich gut gemacht und sehr fair”. Außerhalb der Krypto-Szene gab es dagegen auch deutlich kritischere Einschätzungen, so schrieb etwa der Financial-Times-Blog Alphaville von einem “peinlich schlechten” Report, den die Bank “sofort zurückziehen” sollte.

die Redaktion

Chalets Hannersberg: Hochzeits-Location probiert es bei Startup-Investoren

Der Hannersberg ist eine beliebte Location für Hochzeiten und andere Feste. Doch bisher mussten Gäste danach heimfahren.
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Anna Malinovic von Chalets Hannersberg vor ihrem Pitch bei 2 Minuten 2 Millionen © Chalets Hannersberg
Anna Malinovic von Chalets Hannersberg vor ihrem Pitch bei 2 Minuten 2 Millionen © Chalets Hannersberg

Am Hannersberg im Südburgenland wird gerne geheiratet. Von dem idyllischen Weinberg aus kann man wunderbar in den Sonnenuntergang träumen und feiern. Ein großes Haus bietet zudem Festsaal und Wintergarten für eine entsprechende Festtafel. Ist die Feier vorbei, mussten Gäste bisher allerdings ins Taxi steigen – Nächtigungsmöglichkeit gibt es auf dem beliebten Hochzeitsberg keine. Zumindest bisher.

Gründer Ronald Gollatz und Geschäftsführerin Anna Malinovic wollen dort nun ein ganzes Dorf aus kleinen Häuschen errichten. Für die Finanzierung des Projekts gehen sie einen ungewöhnlichen Weg. Mitte April treten die beiden in der TV-Show „2 Minuten 2 Millionen“ auf, in der eine Investoren-Jury üblicherweise nach den heißesten neuen Startups und Erfindungen Ausschau hält.

Hannersberg Chalets mit Privat-Terrasse

Die Chalets am Hannersberg bieten Räume, die ungefähr 21 Quadratmeter groß sind, jedes mit privater Terrasse und teilweise zu größeren Einheiten verbindbar. Zwei Chalets können als freistehende Häuschen gebucht werden – zum Beispiel für das Brautpaar. Das Nächtigungsangebot soll aber nicht nur für Hochzeits- und Festgesellschaften sein. Gollatz und Malinovic wollen damit ganzjährig Touristen anlocken.

Auf diesem Weinberg wird gerne geheiratet und hoffentlich bald auch übernachtet © Chalets Hannersberg
Auf diesem Weinberg wird gerne geheiratet und hoffentlich bald auch übernachtet © Chalets Hannersberg

„Wichtig sind uns die harmonische Einbindung in die Landschaft und die Verwendung naturnaher Baustoffe. Österreichisches Holz wird prägnant sein. Weder das Ambiente in der Kellergasse, noch die Aussicht vom und zum Hannersberg werden sich verändern, da es keine Verbauung von Kuppenlagen gibt. Die Außenanlage ist als Blumenwiese gedacht“, erklärt Architekt Martin Schwartz. Das Potenzial des Chalet-Dorfs ist groß, denn die Feste auf dem Hannersberg bringen schon bisher rund 5.000 Nächtigungen in die Region.

Wunschinvestor ist Winzer Leo Hillinger

Was die beiden Unternehmer in die Startup-TV-Show führt? „Wir sind mit dem Ziel in die Show gegangen, Leo Hillinger für ein Engagement im Südburgenland zu gewinnen“, erzählt Gollatz. „Wir arbeiten mit Leo und seinem Team in anderen Projekten schon erfolgreich zusammen. Leo kannte die Idee vom Chaletdorf und mit einer starken Präsentation wollten wir ihn überzeugen.“ Ob das schließlich geklappt hat, dürfen die Unternehmer noch nicht verraten, aber: „Das war für uns wieder ein Schlüsselerlebnis – denn an den Augen der Investoren konnte man ablesen, wie begeistert sie vom Südburgenland waren“, beschreibt Anna Malinovic ihren Auftritt. Weiters am Dienstag mit dabei: Flare Grill, Pferdeapfel, Skoonu und Sonnenkogl.

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