Checklist: 10 Fragen auf dem Weg zur GmbH-Gründung

Die GmbH ist die beliebteste Gesellschaftsform unter österreichischen Startups. Wir bringen zehn Punkte, über die man sich im Klaren sein sollte, wenn man in Österreich eine GmbH gründen will.
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GmbH-Gründung
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„Sie gründen ein Unternehmen, weil Sie eine Geschäftsidee umsetzen wollen. Und nicht, um sich mehr als unbedingt nötig mit Formalitäten zu beschäftigen“, sagt Notar Franz-Georg Piskernik. Bei der GmbH-Gründung würden sich zehn entscheidende Fragen stellen. „Der Notar sucht gemeinsam mit dem Gründer nach maßgeschneiderten Lösungen, die Bestand haben, die keinen Partner übervorteilen und die formal und inhaltlich einwandfrei sind“, sagt Piskernik. Denn spätere Streitigkeiten seien oft mit hohen Folgekosten verbunden. Sie sollten vermieden werden, bevor sie überhaupt entstehen können.

+++ Archiv: Notariatskammer digitalisiert GmbH Gründung +++

Die Checklist zur GmbH-Gründung:

1. Wie soll mein Unternehmen heißen?

Was muss ich bei der Wahl des Firmenwortlautes beachten?

2. Was ist als Sitz der Gesellschaft anzugeben?

3. GmbH oder? Das ist hier die Frage!

Ist die Rechtsform der GmbH tatsächlich die beste Rechtsform für mein Vorhaben?

4. Ja, GmbH. Wer sind die Gesellschafter?

Wird die GmbH von natürlichen Personen gegründet, sind alle persönlichen Daten (Name, Geburtsdatum, Adresse) anzugeben. Was, wenn die GmbH von einer juristischen Person gegründet wird?

5. Was macht meine Gesellschaft?

Wie beschreibe ich den Unternehmensgegenstand meiner Gesellschaft formal am besten?

6. Das Stammkapital

Ich möchte die Möglichkeit einer gründungsprivilegierten Stammeinlage von 10.000 Euro nutzen, auf die zumindest 5.000 Euro bar einbezahlt werden müssen. Wie lange dauert diese Gründungsprivilegierung?

7. Mein Geschäftsjahr

Kann ich den Stichtag für den Jahresabschluss frei wählen und auch wieder frei ändern?

8. Wer vertritt die Gesellschaft?

Wie kann ich einen Gesellschafter, der auch Geschäftsführer ist, möglichst gut absichern?

9. Vorkauf- und Aufgriffsrechte

Wie können sich Gesellschafter untereinander absichern? Wie kann ich schon bei der Gründung den Einstieg eines Investors vorausplanen? Wann ist die Errichtung eines Syndikats- oder Beteiligungsvertrages sinnvoll?

10. Wie gründe ich?

Müssen bei der Errichtung einer GmbH alle Gesellschafter anwesend sein? Welche Form und welchen Inhalt muss eine Vollmacht für die Gründung haben?

Der Notar kann alle zur Gründung eines Unternehmens notwendigen Urkunden und Eingaben erstellen und alle Schritte erledigen – bis zur Eintragung oder Änderung im Firmenbuch.

Ein erstes Beratungsgespräch beim Notar ist kostenlos. www.notar.at

Eine Information der ÖGIZIN GmbH

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die Redaktion

Österreichs Führungskräfte wünschen sich Erleichterung bei Steuern – haben aber wenig Hoffnung

Laut einer Befragung von Deloitte nehmen 77 Prozent der Führungskräfte die hiesigen Steuern als "herausfordernd" wahr. Mehr als die Hälfte erwartet sich wenig Verbesserung.
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Die Führungskräfte wünschen sich unter anderem eine Ökologisierung der Steuern. (c) Adobe Stock / prachid

Die Mehrheit der Führungskräfte sieht in Österreich nach wie vor zahlreiche Hürden durch das steuerliche Umfeld. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Beratungsunternehmens Deloitte (n=232). Laut dem „Deloitte Austrian Tax Survey“ erhoffen sich die Führungskräfte jetzt konkrete Maßnahmen im Steuerbereich, allerdings hält sich der Optimismus hinsichtlich künftiger Maßnahmen in Grenzen.

„77 Prozent nehmen das steuerliche Umfeld im Vergleich zu 2019 als unverändert herausfordernd wahr. Dieses Ergebnis unterstreicht, dass es weitere Reformen und strukturelle Maßnahmen zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes braucht. Nur so kann Österreich wirtschaftlich gut durch die Krise kommen“, sagt dazu Herbert Kovar, Partner bei Deloitte Österreich.

Geforderte Maßnahmen für Steuern in Österreich

Drei Viertel der Führungskräfte wünschen sich eine Reduktion der Lohnnebenkosten. Das zeigt auch diese Studie: Demnach wurde von den Unternehmen die Senkung der Lohnnebenkosten als dringendste Forderung zur Entlastung in der aktuellen Krisensituation identifiziert.

Zudem sehen 43 Prozent der Befragten die Vereinfachung des Einkommensteuergesetzes als dringliche Maßnahme für die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes. Im Jahresvergleich ist auch die Ökologisierung des Steuersystems auf der Wunschliste nach oben gewandert.

„Laut Umfrage stimmen 55 Prozent der Unternehmensvertreter für eine umfassende Ökologisierung des Steuersystems. Eine Ökosteuerreform sehen die Unternehmen nicht mehr ausschließlich als Bedrohung, sondern als Chance, durch Lenkungsmaßnahmen gegen den Klimawandel zu steuern. Gleichwohl bedarf es hier eines Moderationsprozesses, um nachteilige wirtschaftliche und soziale Folgen zu vermeiden“, ergänzt Kovar.

Die größten Hürden in punkto Steuern

Laut 74 Prozent der Befragten liegen die größten Unsicherheitsfaktoren vor allem in unklaren oder widersprüchlichen Interpretationen der Regelungen durch die Finanzverwaltung. Häufige Gesetzesänderungen stellen für 61 Prozent eine Schwierigkeit dar. Diese Änderungen erhöhen den organisatorischen Aufwand und mindern gleichzeitig die Planungssicherheit, heißt es. „Die Befragten wünschen sich im Steuerbereich Klarheit und Einfachheit, damit sie sich in diesen herausfordernden Monaten auf die Führung ihres Unternehmens fokussieren können“, sagt Kovar.

Auch die Abwicklung von COVID-19-Hilfspaketen wie Förderungen und Stundungen hat rund 53 Prozent der Befragten auf Trab gehalten. Des Weiteren spielen Compliance-Themen in der derzeitigen Ausnahmesituation nach wie vor eine große Rolle.

Wenig Optimismus in Österreich

Vor dem Hintergrund der Corona-Krise ist mehr als die Hälfte der Unternehmen eher zurückhaltend, was die Erwartungen an die Entwicklung des Standortes betrifft. Die Auswirkungen der Pandemie selbst, aber auch die oftmals noch unzureichende Digitalisierung sowie der Klimawandel bereiten den heimischen Führungskräften neben den klassischen Steuerthemen Kopfzerbrechen.

„Sicherheit und Stabilität sind jetzt das A und O für die Wirtschaftstreibenden. Umso mehr braucht es nun entsprechende klare Maßnahmen, damit der Steuerstandort Österreich in der Krise an Attraktivität gewinnt“, so Kovar abschließend.

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