Chatbot Steckbrief: „Wachhund“-Bot warnt Hundebesitzer vor Giftködern

In unserer Artikelreihe "Chatbot Steckbrief" berichten wir jeden Freitag über einen Bot. Dieses Mal stellen wir den "Wachhund" vor, der besorgte Hundebesitzer vor Giftködern in der Umgebung warnt.
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Der Wachhund Bot soll Hundebesitzern ein sorgenloses Gassi gehen ermöglichen.
Der Summary Modus bietet einen raschen
Überblick und regt zum Lesen mehrerer
Artikel an. Der Artikeltext wird AI-basiert
zusammengefasst mit der Unterstützung
des Linzer-Startups Apollo AI.

Der Albtraum eines jeden Hundebesitzers: Giftköder! Ob in Parks oder Wäldern, immer wieder werden Hunde zum Ziel von Menschen, die lebensbedrohliche Fallen für die Tiere auslegen. Einfach erkennbar sind diese nicht, denn meist werden sie gut versteckt und Hundebesitzer bemerken diese erst, wenn es längst zu spät ist.

„Wachhund“ in Alarmbereitschaft

(c) wachhund

Ein junger Chatbot soll besorgte Hundebesitzer nun rechtzeitig vor den lebensbedrohlichen Fallen warnen- und damit für mehr Sicherheit sorgen. Der „Wachhund“ namens „Spike“ funktioniert im Facebook Messenger und zeigt aktuelle Warnmeldungen in Österreich oder Deutschland. Die Alarme können im Netzwerk geteilt werden, um andere Hundebesitzer auf Giftköder in der Gegend aufmerksam zu machen.

Grazer Bot-Firma ist Technologiepartner

Die Daten zu den Meldungen setzten sich aus verschiedenen Quellen zusammen. Zum einen können User selbst Meldungen einreichen und damit andere Hundebesitzer warnen. Polizeiberichte, sowie Medienartikel und Warnungen von Tierschutzorganisationen fließen ebenfalls ein.

Das Unternehmen „Botential“ zeichnet sich für die Umsetzung des Chatbots verantwortlich. Die Grazer Firma setzt Bots für Unternehmen um. Auch der „Landwirt-Bot“, der vom Brutkasten bereits vorgestellt wurde und beim Verkauf von Traktoren helfen soll, wurde vom Unternehmen entwickelt.

Christoph Temmel, der Gründer und Initiator vom „Wachhund“-Bot erzählt dem Brutkasten, wieso man sich gerade für eine Englische Bulldogge beim Charakter-Design entschieden hat und wie aus einer Hobby-Idee schließlich ein Projekt geworden ist.

Wieso hast du den Chatbot gestartet?

Die Idee war einen Informationsdienst für Giftköder-Warnmeldungen einzurichten. Giftköder sind eine große Gefahr für Hunde und deren Besitzer. Der Verlust eines Hundes unter solchen Umständen ist vermutlich das Schlimmste was einem Hundebesitzer passieren kann. Als vor ca. einem Jahr ein Köder auf unserer täglichen Gassiroute gefunden wurde, wurde mir die Gefahr das erste Mal vor Augen geführt. Die Lösung mittels Chatbot lag dann auf der Hand, weil er im Gegensatz zu den bestehenden Lösungen doch sehr viel mehr Möglichkeiten bietet.

Was genau versteht man unter einem Giftköder?

Als Köder werden sehr oft Reißnägel oder chemische Substanzen wie Rattengift in Fleischstücken versteckt und als Köder ausgelegt. Da ist es sehr schwierig, wenn nicht sogar unmöglich, den Hund vom Fressen abzuhalten- selbst wenn er gut trainiert ist. Eine schnelle Warnung ist da unerlässlich. Im Juli 2017 wurden alleine in Österreich zehn Hunde durch Giftköder verletzt – drei davon sind leider verstorben, meistens unter großen Qualen.

(c) Wachhund

Seit wann ist der „Wachhund“-Bot live? Wie viele User konntet ihr bereits gewinnen?

Unser Bot ging vor ca. vier Wochen live. Wir liegen aktuell im unteren dreistelligen Bereich, wobei ich anmerken will, dass wir ohne jegliche Werbung auskommen. Dieses natürliche Wachstum zeigt uns auch, dass wir die richtige Lösung für das richtige Problem gefunden haben.

Wie gehst du an das Marketing heran?

Pragmatisch. Wir wissen ja relativ genau wer unsere Zielgruppe ist und testen jetzt alle möglichen Varianten durch. Was funktioniert, wird weitergemacht. Konzentrieren werden wir uns vor allem auf Online-Marketing-Themen. Da wir ohne jegliches Werbebudget auskommen müssen, ist hier vor allem Kreativität gefragt.

Was waren die größten Hürden und welche Learnings hast du bereits mitgenommen?

Die erste Hürde war natürlich die Frage, ob der Chatbot für den User einen Nutzen stiftet. Die Gefahr der Giftköder ist zwar da, aber ob diese auch wirklich von den Hundebesitzern erkannt wird, da waren wir uns nicht sicher. Momentan versuchen wir natürlich so schnell als möglich zu wachsen. Je größer die Community, desto größer wird auch der Handlungsspielraum. Am Anfang wurden wir als Hobby-Projekt abgetan, jetzt wo es Fahrt aufnimmt merken wir auch mehr Commitment von allen Seiten. Spannend finden wir auch, dass das Thema Chatbots noch nicht wirklich die breite Userschaft erreicht hat.

Welche Ziele möchtet ihr im Team als nächstes erreichen?

Wir sind momentan im Kernteam vier Personen und machen das alles in unserer Freizeit. Es ist hier sehr viel Engagement und Leidenschaft vorhanden, sonst würde es nicht funktionieren. Das nächste große Ziel ist der Aufbau einer Community in respektabler Größe. Die größeren Chatbots in Österreich liegen unseres Wissens ja im fünfstelligen Bereich. Da möchten wir auch hinkommen.

Hast du den Bot selbst programmiert? Würdest du es so noch einmal wieder machen?

Der Bot wurde in C# programmiert auf dem BotFramework von Microsoft. Es ist uns super dabei gegangen, da wir schon viel Erfahrungen mit diesem Framework gesammelt haben und würden es deshalb auch wieder so machen.

Wie bist du an das (Charakter-) Design herangegangen? Was war dir besonders wichtig?

Wir nennen unseren Chatbot zwar Wachhund – unser Charakter, die Englische Bulldogge im Polizeioutfit, heißt Spike. Es war klar, dass der Charakter ein Hund sein muss. Das Polizeioutfit hat er bekommen, weil er als Wachhund ein bisschen die Exekutive symbolisieren soll. Bei der Wahl der Hunderasse haben wir ein bisschen getüftelt. Wir wollten eine Rasse, die auch mal für Ordnung sorgen kann, aber gleichzeitig nicht aggressiv wirkt. Schließlich haben wir uns für die Englische Bulldogge entschieden.

Vielen Dank!

Weiterführende Links: Zum Wachhund-Bot im Messenger auf Facebook 

Mehr zum Thema: Kostenloses E-Book zu Giftködern

die Redaktion

The Ventury: Elevate Demo Day wird Online-Event

The Ventury, eine Wiener Agentur für Innovation, Artificial Intelligence und Growth Marketing, legt seinen fünften Demo Day ins Netz. Unter den internationalen Teilnehmern finden sich auch zwei heimische Vertreter.
/the-ventury-elevate-demo-day-wird-online-event/
The Ventury, Demo Day, Elevate Demo Day, Rotable, Katharina Binder
(c) - The Ventury/FB - Katharina Binder von The Ventury

Die Wiener Startup-Agentur The Ventury machte sich das Sprichwort, „Wenn der Berg nicht zum Propheten kommt, kommt der Prophet zum Berg“ zu Nutze und legt aufgrund der Corona-Maßnahmen den Elevate Demo Day am 18. Juni ab 16 Uhr als Online-Event an.

+++ Künstliche Intelligenz als Chance für die Industrie: ein Leitfaden +++

„Wir wollten kein klassisches frontales Zoom-Meeting anstelle des Events anbieten, sondern haben uns ein interaktives Online-Konzept überlegt, um den persönlichen Kontakt zu den vier Startups zu ermöglichen“, sagt Katharina Binder, Program Manager von Elevate bei TheVentury.

Neues Portfolio bei The Ventury

Das Unternehmen präsentiert dabei in diesem Rahmen seine vier neuen Portfolio-Zugänge, in die es investiert ist. Die Gemeinsamkeit der Startups dabei: eine Machine-Learning/AI-Technologie, die hinter ihren Produkten steckt.

Das Elevate-Programm ist international aufgestellt – in diesem Batch befinden sich diesmal aber gleich zwei Startups aus Österreich, die das Team von TheVentury überzeugen konnten: Rotable (ein Health-Care Startup) und Midibrain (ein Musik-Startup).

PropTech- und Retail-Unternehmen beim Demo Day

Neben den beiden heimischen Startups pitchen AVASA AI (ein PropTech Startup aus GB) und Detectolabs (ein Retail Startup aus Russland). Ziel des Events ist neben der Ansprache potentieller Investoren, auch Startups für den nächsten Batch zu finden. „Außerdem möchten wir potentiellen Kunden zeigen, wie breit unser Portfolio im Bereich AI ist“, so Binder.

Das sind die teilnehmenden Startups

Rotable aus Wien wurde 2020 gegründet, und ist ein Startup-Unternehmen im Bereich der digitalen Gesundheitsfürsorge. Gemäß ihrem Slogan „simplifying medical careers“ – hat sich das Team zum Ziel gesetzt, das Management und die Aministration von Ärzten in der Ausbildung zu optimieren und zu automatisieren.

Ihre cloud-basierte Softwarelösung soll die Komplexität der krankenhausübergreifenden klinischen Rotationsplanung vereinfachen. Rotable hat zum Ziel, Krankenhäusern und Ärzten den Zeit- und Arbeitsaufwand für Verwaltungsaufgaben zu minimieren und wertvolle Zeit für patientenbezogene Aufgaben sowie für die Ausbildung zu gewinnen.

Midibrain: Musik aus dem Generator

Midibrain ist ein in Wien ansässiges Unternehmen für die Entwicklung von Musikproduktions-Software, das Produzenten und Hobbymusikern helfen soll, Songs zu komponieren. Der „Chord Progression Generator“, die erste App des Unternehmens, ermöglicht den Benutzern das schnelle Erstellen eines neuen Liedes.

Über 130.000 User haben damit bisher über drei Millionen Songideen erschaffen. „Midibrain Melody“, eine KI-basierte Software-Anwendung, die das Komponieren eingängiger Melodien noch einfacher machen soll, befindet sich derzeit in Entwicklung.

Scheller ein Heim finden mit Avasa AI

Die Suche nach einer neuen Wohnung ist vielfach frustrierend und langwierig. Dies erkannten die Founder von Avasa AI 2016 bei ihrer eigenen Wohnungssuche, und gründeten aus diesem Grund im selben Jahr ihr Unternehmen. Ziel des Startups ist es, Unannehmlichkeiten für Mieter aus dem Weg zu räumen, indem es die Bedürfnisse der Suchenden in den Mittelpunkt stellt und den gesamten Prozess ins 21. Jahrhundert bringt.

Dies geschieht durch die Kombination von Technologie, Branchen-Know-how und menschlicher Interaktion. Avasas arbeitet dabei mit einer Suchmaschine mit künstlicher Intelligenz und einem auf Natural Language Processing (NLP) basierender Chatbot, der mit der Unterstützung hunderter Mieter entwickelt wurde.

DetectoLabs: Tech für Logistik und Mobilität

DetectoLabs bietet „Computer Vision Technologie“ für Einzelhandel, Logistik und Mobilität an. Das Team stammt ursprünglich aus Forschungseinrichtungen verschiedener Universitäten. Jetzt überträgt es sein Know-how aus der Entwicklung autonomer Fahrzeuge und Flugdrohnen auf andere Branchen.

Dank dieser Erfahrung sei es möglich, die Intensität manueller Arbeit zu reduzieren, Verluste durch ausverkaufte Lager zu reduzieren, die Lagerverwaltung zu optimieren, mehr über das Kaufverhalten der Kunden zu erfahren und automatisch die Sicherheit in jeder Einrichtung zu gewährleisten, so das Startup.

Aus dem Archiv: Elevate Demo Day von TheVentury 2018


⇒ Zur Anmeldung

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