Interview: So grenzt sich Carsten Maschmeyer von den anderen DHDL-Löwen ab

Heute Montag startet die achte Staffel von "Die Höhle der Löwen" auf Vox. Im Vorfeld der Ausstrahlung hat der brutkasten mit Carsten Maschmeyer ein Interview darüber geführt, wie er seine Rolle als Investor sieht und sich von den anderen DHDL-Investoren abgrenzt.
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  • Heute Montag startet die achte Staffel von "Die Höhle der Löwen" auf Vox.
  • Im Vorfeld der Ausstrahlung hat der brutkasten mit Maschmeyer ein Interview darüber geführt, wie er seine Rolle als Investor sieht und sich von den anderen DHDL-Investoren abgrenzt.
  • Es ist wieder soweit: Die mittlerweile achte Staffel von "Die Höhle der Löwen" startet heute Montag, den 31. August, um 20:15 Uhr mit insgesamt acht neuen Sendungen auf Vox.
  • Mit dabei ist auch Selfmade-Millionär Carsten Maschmeyer, der bereits zum sechsten Mal bei "Die Höhle der Löwen" als Investor, um die besten Deals kämpft.
  • Man kann also mit allem rechnen in der "Höhle", auch mit dem nächsten großen Ding!
  • Natürlich kann - und darf - ich noch keine Details verraten, schon gar nicht zu Startups, die auftreten.

Es ist wieder soweit: Die mittlerweile achte Staffel von „Die Höhle der Löwen“ startet heute Montag, den 31. August, um 20:15 Uhr mit insgesamt acht neuen Sendungen auf Vox. Mit dabei ist auch Selfmade-Millionär Carsten Maschmeyer, der bereits zum sechsten Mal bei „Die Höhle der Löwen“ als Investor, um die besten Deals kämpft.

Der brutkasten hat mit Maschmeyer im Vorfeld der Ausstrahlung der ersten Sendung darüber gesprochen, wie er seine Rolle als Investor sieht und sich von den anderen DHDL-Investoren abgrenzt. Zudem gibt er einen kleinen Einblick, worauf sich die Zuseher in der mittlerweile achten Staffel freuen können.


Wie interpretierst Du die Rolle als DHDL-Investor? Bist du reiner Geldgeber oder bringst du dich bei deinen Startups auch operativ ein?

Als Investor bringe ich neben Kapital meine Erfahrung aus 40 Jahren Unternehmertum, mein breites Netzwerk und das Knowhow meines Investment-Teams ein – knapp 30 Venture-Profis mit viel Erfahrung im Startup-Bereich, sowohl früh- als auch spätphasig. Ich verstehe mich als Gründervater, will meinen Gründern, bei denen ich investiert bin, immer mit Rat und Tat zur Seite stehen. Operativ, in dem Sinne, dass wir im Unternehmen als zum Beispiel Geschäftsführer mitarbeiten, sind wir allerdings nicht tätig.

Welche Themen soll ein Startup besetzen, das dein Interesse anregen will? Womit kann man bei dir punkten?

Technologie-Themen interessieren mich besonders. Und wenn die Idee etwas Bestehendes schneller, besser, günstiger oder einfacher für die Kunden bzw. Nutzer macht, weckt das mein Interesse ganz besonders.

Welche Themen/ Startup-Gebiete interessieren dich gar nicht?

Manche Produkte, die in „Die Höhle der Löwen“ präsentiert werden, sind nichts für mich. Das sind meist Beauty-Produkte. Da haben wir mit Judith ja die Expertin schlechthin. Oder auch Food-Themen, die sind nicht in meinem Fokus.

Was unterscheidet dich von den anderen Löwinnen und Löwen, was ist dein „persönlicher USP“?

Wir, die Maschmeyer Group, sind echte Venture Capital-Investoren. Ich habe ein großes Experten-Team, verteilt auf unsere Standorte in München, Berlin, Hannover und San Francisco. Ich bin an circa 85 Startups aus Deutschland, Europa, Nordamerika beteiligt. Wo uns keiner etwas vormachen kann ist im Bereich Sales, ganz besonders B2B. Hier helfen wir unseren Startups enorm. Diese Breite in den Themen, das fachliche Knowhow – neben Sales auch in Finance, Strategie, Kommunikation oder Legal, und unsere Internationalität kann niemand anderer bieten. Die Gründer schätzen diesen Austausch sehr und lernen voneinander.

Bist du auf der Suche, als Investor, nach einem „neuen Facebook, Google oder Tesla“? Und ist sowas überhaupt in einer Startup-Sendung zu finden?

Ich bin deswegen gerne bei „Die Höhle der Löwen“, weil ich dort auch Menschen und Ideen kennenlerne, die ich in meinem sonstigen Investorenleben wahrscheinlich nicht getroffen hätte. Zudem wird die Qualität der Gründer und der Pitches von Jahr zu Jahr besser, der Anspruch steigt – auf beiden Seiten. Man kann also mit allem rechnen in der „Höhle“, auch mit dem nächsten großen Ding!

Da die Aufzeichnungen schon her sind, kannst du, ohne zuviel zu „spoilern“ erzählen, welches Startup (oder zumindest in welchem Themenfeld) dich in der kommenden Staffel am meisten überrascht hat? Und auch, welches dich enttäuschte?

Natürlich kann – und darf – ich noch keine Details verraten, schon gar nicht zu Startups, die auftreten. Ich kann nur soviel sagen: Es gab Technologiethemen, die mich sehr positiv überrascht haben. Uns wurden Nachhaltigkeitsthemen präsentiert, die sehr spannend waren. Und es waren auch Gründer dabei, die zum Beispiel auf ihren Auftritt nicht richtig vorbereitet waren und es deswegen vermasselt haben. Das mag zwar für die Zuschauer besonders unterhaltsam sein. Trotzdem ist es für die Gründer eine vertane Chance.

Und noch ein abschließender Versuch, Details zur kommenden Staffel zu entlocken: Welche weiteren Highlights – etwa ein Wettbieten der Löwinnen und Löwen um ein Investment, oder besonders skurrile Bewertungen – können wir deiner Meinung nach erwarten?

Netter Versuch (lacht). Ich muss auch hier leider hart bleiben und schweigen. Trotzdem ein kleiner Tipp: Gleich in der ersten Folge lohnt es sich richtig. Da gibt´s einen sehr spannenden Battle zwischen zwei Löwen. Und der Ausgang ist anders als erwartet!


Momcilo Nikolic

Chaletdorf Hannersberg: Betreiber möchten an Hotels ausgelagerte Gäste zurückholen

Chalet Hannersberg konnte TV-Investor Leo Hillinger so sehr überzeugen, dass dieser mit 50 Prozent Beteiligung eingestiegen ist. Nun ist das Bauprojekt Chaletdorf am Laufen und soll bisher ausgelagerte Hochzeitsgäste wieder zurückholen. Gründer Ronni Gollatz erzählt von seinem Vorhaben, wie er mit der umliegenden Hotellerie umgegangen ist und was das Projekt fürs Südburgenland bedeutet.
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(c) Brünner - Hier sollen 35 Chalets entstehen und der lokalen Region einen touristischen Boost verleihen.

Er hat es schon wieder getan. Nachdem sich Investor Leo Hillinger bereits bei der iBike-Box mit 50-prozentiger Beteiligung eingekauft hatte, folgte nun am Dienstag Abend der zweite Coup des Winzers. Die Geschäftsführerin Anna Malinovic stellte bei „2 Minuten 2 Millionen“ ihr Konzept eines Chaletdorfs angeschlossen an den Gastro-Betrieb „Hochzeitsberg“ vor. Und nahm das forsch wirkende Angebot von 500.000 Euro für 50 Prozent Anteile vom Wein-Experten an.

Eröffnung vor dem Sommer

Der Hannersberg ist eine Location für Feste und Feiern, vor allem für Hochzeiten. Rund 400 Anfragen treffen pro Jahr ein. Mit dem Chaletdorf Hannersberg soll das Angebot noch kompletter werden. Schon lange spielten die Hannersberg-Betreiber mit dem Gedanken, ihren Gästen auch Übernachtungsmöglichkeiten anzubieten. Geplant sind 35 Chalets – die Eröffnung soll noch im Frühjahr stattfinden, wie Gründer Ronny Gollatz erzählt. „Der Deal hat gehalten. Wir sind mit Leo Hillinger in eine gemeinsame 50/50-Gesellschaft gegangen. Auch Stefan Piech wird sich mit seinen TV-Programmen einbringen“, sagt er.

Und fügt an: „Das Chaletdorf Hannersberg wird in Gehdistanz zu unserm Gastronomiebetrieb ‚Hannersberg‘ gebaut, mit dem wir seit mehr als zehn Jahren erfolgreich und vor allem als ‚Hochzeitsberg‘ bekannt sind.“

Der Hillinger grüßt nicht

Den Neu-Gesellschafter kennt das Chalet Hannersberg-Team schon länger. Sie haben ihn bereits 2006 als Weinpartner zum Filmfestival am Wiener Rathausplatz kennengelernt und ihn dann in die schöne Idylle Oberwarts eingeladen. „Als er uns einmal besuchte, stieg er aus dem Auto und hat uns gar nicht begrüßt. Sondern gleich gemeint, ‚hier müssen wir etwas machen‘.“

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(c) PULS 4/Gerry Frank – Leo Hillinger und seine neuen Partner Ronni Gollatz und Anna Malinovic.

Über eine Dekade später folgten Gollatz und Malinovic dem Ruf Hillingers und haben auch gleich Stefan Piëchs Offerte über 100.000 Euro Medien-Budget mitgenommen. „Wir freuen uns extrem über die Partnerschaft. Neben der finanziellen Beteiligung ist es vor allem auch die breite Anerkennung durch die Investoren, die uns freut. Mit Leo haben wir unseren Wunschinvestor überzeugt. Besser hätte es nicht sein können“, so die beiden Burgenländer. „Interessant ist auch, dass sich seit den ersten Berichten über das Chaletdorf weitere Interessenten gemeldet haben, die gerne als Gesellschafter mit dabei wären.“

Das Südburgenland kommt

Derjenige, der schlussendlich mit dabei ist, sieht mit dem Projekt einen wichtigen Baustein im lokalen Tourismus: „Ich mag das Südburgenland sehr und freue mich darauf, mit Anna und Ronni diese phantastische Idee umsetzen zu können. Das Südburgenland ist touristisch total im Kommen. Mit dem Chaletdorf treffen wir den Trend genau, dazu kommen die Gäste vom Hannersberg und viele weitere Möglichkeiten. Ich werde mich jedenfalls voll einbringen, auch Synergien mit anderen Investments wie bei der iBike-Box nutzen“, so Hillinger.

Das Chaletdorf und die Rückholaktion

Sein Hinweis darauf, dass die Bau-Initiative im burgenländischen Tourismus-Sektor Vorteile bringen wird, hat jedoch auch einen wunden Punkt im ganzen Vorhaben. Anna Malinovic hat bei ihrem Pitch gesagt, sie wolle die Gäste, die sie bei Hochzeitsbuchungen an umliegende Hotels auslagern, wieder zurückholen – bisher 5.000 Nächte pro Jahr von im Schnitt 60 bis 80 gebuchten Hochzeiten. Angesprochen auf diese plötzliche Konkurrenz, die Gollatz und Co. für die gestandene Hotellerie bilden, gibt der Gründer die knifflige Situation zu.

„Geben der Region viel zurück“

„Wir werden weiterhin mit den Betrieben in der Region kooperieren. Natürlich war das ein heikles Thema, aber wir sind, speziell auf unser Partnerhotel, aktiv zugegangen und haben offen gesprochen. Es werden weiterhin viele Gäste in der Region übernachten. Schon alleine deshalb, weil bei uns meist zwei Hochzeiten aufeinanderfolgen und die Chalets gebraucht werden. Ich selbst bin im Tourismus im Burgenland engagiert. Wir geben der Region viel zurück“, sagt Gollatz.

Hannersberg als Leitbetrieb

Der Plan dabei ist es Hannersberg als Leitbetrieb in der Weinidylle Südburgenland zu positionieren und große Wertschöpfung in die Region zu holen. Das Chalet-Unternehmen kooperiert mit 30 Winzern, mit Brautmoden-Geschäften, mit Friseuren und mit Busunternehmen, wie Gollatz betont. „Insgesamt sprechen wir in der strukturschwachen Region von mehr als zwei Millionen Euro Wertschöpfung. Wir betreiben auch das Kaufhaus Hannersdorf, einen klassischen Nahversorger mit Poststelle und Café-Weinbar. Jahrelang gab es in unserem Ort kein Geschäft, wir haben es neu eröffnet.“

Neben 33 Standard-Chalets mit rund 20m² Fläche inklusive Boxspringbett, privater Terrasse, WLAN und Klimaanlage sind auch zwei exklusive Versionen der Gäste-Behausung geplant. „Schon im Juni werden die ersten Besucher bei uns übernachten. Um Familien anzusprechen wird ein Abenteuerspielplatz mit Slackline, Hangrutsche und Kleinkindbereich gebaut. Zur Regeneration und Entspannung wird es eine Sauna und einen Whirlpool geben. Durch die naturnahe Bauweise entstehen auch viele Ruheplätze. Insgesamt stehen 70 Betten zur Verfügung, mit der Ferienwohnung sind es dann 80“, erklären die Betreiber. Und blicken zugleich in die Zukunft.

Business-Netzwerke aktivieren

Gollatz dazu: „Wir sprechen Gäste von Feiern am Hannersberg an, möchten aber auch unsere Business-Netzwerke aktivieren. Hinzu kommen Kooperationen mit Reiseveranstaltern und ein attraktives Angebot für Individualtouristen, die vom Hannersberg aus das Südburgenland entdecken möchten. Wir werden auch eine iBike-Box haben. Unser Ziel ist es unser Unternehmen in der Region noch stärker zu verankern und weiterhin ein Anziehungspunkt für Gäste außerhalb zu sein.“

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