Wie geht es Business Angels in der Coronakrise, Laura Egg?

Gegenüber dem brutkasten erklärt Laura Egg, Managing Director der aaia, wie es den Business Angels in der Krise geht, welche Branchen derzeit angesagt sind und was Startups derzeit am meisten brauchen.
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Laura Egg, Managing Director der aaia.
Laura Egg, Managing Director der aaia. (c) aaia
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  • Die Startup-Community durchlebt in der Coronakrise schwere Zeiten.
  • Der brutkasten beleuchtet daher verschiedene Teile des Ökosystems, um zu sehen, wie es den jeweiligen Akteurinnen und Akteuren derzeit geht.
  • Kernstück dieses Vorhabens ist eine regelmäßige Umfrage mit starting-up und TemEcho.
  • Außerdem haben wir schon porträtiert, wie es dem VC Venionaire und dem Corporate VC Elevator Ventures derzeit ergeht.
  • Und für Österreichs Business Angels beantwortet Laura Egg, Managing Director der austrian angel investors association (aaia), unsere Fragen.

Die Startup-Community durchlebt in der Coronakrise schwere Zeiten. Der brutkasten beleuchtet daher verschiedene Teile des Ökosystems, um zu sehen, wie es den jeweiligen Akteurinnen und Akteuren derzeit geht. Kernstück dieses Vorhabens ist eine regelmäßige Umfrage mit starting-up und TemEcho – die Ergebnisse des ersten Durchlaufs finden sich unter diesem Link. Außerdem haben wir schon porträtiert, wie es dem VC Venionaire und dem Corporate VC Elevator Ventures derzeit ergeht. Und für Österreichs Business Angels beantwortet Laura Egg, Managing Director der austrian angel investors association (aaia), unsere Fragen.

Wie haben sich die Portfolios der österreichischen Business Angels laut deiner Beobachtung während der Coronakrise entwickelt?

Zu Beginn der Krise herrschte große Unsicherheit und Unklarheit über die bestmögliche Unterstützung des Portfolios. „Focus on the winners“ stand als Strategie im Raum und auch die Anfragen nach Überbrückungsfinanzierungen summierten sich. Nach Einführung des COVID-Hilfsfonds folgten relativ viele Finanzierungsrunden. Erfahrene Business Angels mit großen Portfolios haben sich weitgehend auf Finanzierungen ihrer bereits investierten Startups fokussiert und laut meinen Beobachtungen gab es bis dato wenige Konkursanmeldungen. Hingegen haben neue Business Angels die Krise als Einstieg genutzt und neue Investitionen gewagt. Die richtigen Auswirkungen auf die Portfolios werden allerdings wahrscheinlich erst im Verlauf von 2021 sichtbar werden.

Sind Österreichs Business Angels derzeit weiterhin auf der Suche nach Investments oder warten sie mal ab?

Business Angels sind generell sicherlich weiterhin auf der Suche, jedoch etwas bedachter und zurückhaltender als vor der Krise. Die Ticket Sizes sind etwas geringer geworden und Co-Investments zur Risikominimierung beliebter. Wir haben im September 21 *Newcomer* Angels geschult und unsere online Pitch Formate sind gut besucht. Demnach ist die Nachfrage und das Interesse sichtlich vorhanden. Wir werden zudem Anfang 2021 den Business Angel Report 2020 verfassen und können die Aktivität dann auch (hoffentlich) mit positiven Zahlen belegen.  

Welche Branchen sind für die Business Angels derzeit besonders interessant?

Momentan sind vor allem Branchen, welche weniger von der Pandemie beeinflusst wurden oder sich sogar positiver entwickelt haben, klare Gewinner. Um drei besonders spannende Branchen hervorzuheben:  EduTech-Startups erleben einen exponentiellen Aufschwung, da Menschen aus allen möglichen von COVID betroffenen Ländern Alternativen zu herkömmlichen Lehr- und Lernmethoden suchen. Digital Health ist nach wie vor ein großes Thema. Besonders in dieser Zeit wurde deutlich, dass unserer Gesundheitssystem noch wesentlichen technologischen Aufholbedarf hat und effizienter funktionieren könnte. Von Fulfillment Anbietern und verschiedenen Marketplaces bis hin zu Marketing Optimierungs Software. E-Commerce ist mittlerweile für fast jedes Geschäft essentiell, Startups bieten hier einfache Lösungen und hilfreiche Tools.

Wie wird sich die Situation nach Eurer Einschätzung in den kommenden Monaten entwickeln?

Der COVID-Hilfsfonds hat sehr gut funktioniert und als Incentivierung für Investments gesorgt. Jetzt wird spannend, wann der Runway Fonds aktiv werden kann und zusätzliches Kapital in das österreichische Startup-Ökosystem fließen kann. Ohne weitere Hilfeleistungen von staatlicher Seite wird es wahrscheinlich schwierig werden. Bestandsinvestorinnen und -investoren haben auch begrenzte Mittel und das Jahr 2021 könnte bei einigen Startups zu Liquiditätsengpässen führen.

Was brauchen Startups derzeit am dringendsten?

Falls Startups in Geschäftsfeldern aktiv sind, die stark von COVID betroffen sind, ist ein langer Atem notwendig. Jetzt heißt es durchhalten und geduldig bleiben, sowohl von Investorinnen- und Investoren, als auch von Startup Seite. Generell müssen sich Startups intensiv mit den Chancen und Risiken der Pandemie auseinandersetzen und gegebenenfalls Geschäftsmodelle anpassen. Eine der größten Stärken von Startups, die Flexibilität, ist somit mehr denn je gefragt.

die Redaktion

Das sind die Siegerteams von greenstart

„Traivelling“ als das erste Bahnreisebüro für klimafreundliches Reisen, „Green Sentinel“ mit ihrem Verfahren zur Aufbereitung von Klärschlamm und „Rebel Meat“ mit Burgerpatties, die nur aus 50 Prozent Fleisch bestehen: Das sind die Sieger-Teams des fünften Durchgangs des Startup Wettbewerbs greenstart.
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greenstart
Die drei Siegerteams | (c) Greenstart
kooperation

Am Donnerstag ging für die zehn Finalisten von greenstart, dem Startup Wettbewerb des Klima- und Energiefonds in Kooperation mit dem  Bundesministerium für Klimaschutz (BMK), der aktuelle Durchgang zu Ende. Bei der  virtuellen Preisverleihung wurden die drei Gewinner-Teams prämiert.

Dieses Jahr  konnten sich die Startups Green Sentinel, Traivelling und Rebel Meat über den  Titel „greenstar 2020“ sowie über ein Preisgeld von je 15.000 Euro freuen.

Der  Wettbewerb für nachhaltige Business-Ideen geht laut den Initiatoren nun erstmals gleich ohne Pause in den nächsten Durchgang, denn schon ab heute (bis 8. März 2021,  12 Uhr) können grüne Startups wieder ihre nachhaltigen Ideen unter  www.greenstart.at einreichen.

Die TOP-10 Startups

Im letzten halben Jahr konnten alle TOP-10 Startups ihre Geschäftsideen mit Workshops, Coachings und Expertenberatung erfolgreich weiterentwickeln und von der finanziellen Unterstützung des Programms profitieren – der brutkasten berichtete.

Die zehn  Startups stellten sich anschließend erneut einer Fachjury und einem Online Voting, bei dem die Öffentlichkeit für ihre Favoriten-Teams stimmen konnte. 

Die drei Siegerteams

Das Team von Rebel Meat hilft mit ihren Bio Burgerpatties bestehend aus 50 Prozent Fleisch und 50 Prozent hochwertigen Pilzen, Hirse  und Gewürzen, den Fleischkonsum zu reduzieren – ohne auf das Fleischerlebnis  verzichten zu müssen – mehr über Rebel Meat könnt ihr hier lesen.

Rebel Meat | (c) greenstart

Eine Alternative zu Reisen mit dem Flugzeug bietet das  Vater-Sohn-Gespann von Traivelling, die mit ihren Ticketpaketen  klimaschonende Bahnreisen in Europa und sogar bis nach Asien ermöglichen – mehr über Traivelling könnt ihr hier lesen.

Traivelling | (c) greenstart

Das  Green Sentinel-Team hat ein neuartiges Verfahren entwickelt, mit welchem  werthaltige Produkte aus Klärschlamm gewonnen und wiederaufbereitet werden  können – mehr über Green Sentinel könnt ihr hier lesen.

Green Sentinel | (c) greenstart

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19.10.2020

Laura Egg, Managing Director der aaia.
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Gegenüber dem brutkasten erklärt Laura Egg, Managing Director der aaia, wie es den Business Angels in der Krise geht, welche Branchen derzeit angesagt sind und was Startups derzeit am meisten brauchen.

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