brutkasten Magazin #11 „Comeback des Pioniers“ gratis online lesen

Pioneers-Gründer Andreas Tschas meldet sich zurück und möchte mit seinem neuen Projekt Glacier das Klima retten. Mit dieser Mission ist er nicht alleine. Mehr dazu im brutkasten Magazin #11!
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(c) der brutkasten / Natascha Unkart & Isabelle Köhler
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  • Wie kaum eine andere Marke hatte es Pioneers in Österreich geschafft, zum Inbegriff für die Startup-Szene zu werden.
  • In unserer Cover-Story haben wir einige GreenTech-Pionierinnen und -Pioniere aus Österreich vor den Vorhang geholt.
  • Pionierleistungen braucht es derzeit auch, um mit der so noch nie dagewesenen Krisensituation umzugehen.
  • Einen Entwicklungsschub beleuchten wir auch in Sachen Blockchain-Technologie: Sie wird immer mehr alltagstauglich und im „Real Life“ eingesetzt.
  • Abgerundet wird das Heft durch unsere Standards, wie etwa die Event-Vorschau für die kommenden Monate oder die „Startups im Spotlight“, die der Redaktion in den vergangenen Monaten besonders aufgefallen sind.

Der Pionier ist zurück. Wie kaum eine andere Marke hatte es Pioneers in Österreich geschafft, zum Inbegriff für die Startup-Szene zu werden. Heute ist nicht mehr viel von der Marke übrig, doch Co-Founder Andi Tschas strebt mit seinem neuen Startup Glacier sogar noch mehr an, als mit dem ersten: Er will, wie er im Cover-Interview erläutert, zum Pionier an der vielleicht wichtigsten Front unserer Zeit werden, dem Kampf gegen den Klimawandel. Und er ist nicht der einzige, der in dem Feld den Weg ebnen will, damit Nachhaltigkeit in der Wirtschaft kein Nischenthema oder Feigenblatt bleibt, sondern von allen konsequent umgesetzt wird. In unserer Cover-Story haben wir einige dieser GreenTech-Pionierinnen und -Pioniere aus Österreich vor den Vorhang geholt.

Doch das Land hat Pioniere in noch sehr vielen weiteren Bereichen – und zwar überall zwischen Bodensee und Neusiedler See. Wir beantworten dazu die Frage, ob es für das kleine Österreich eine Stärke oder Schwäche ist, ganze neun Bundesländer-Ökosysteme zu haben. In unserer großen Strecke zu den einzelnen Landesteilen präsentieren wir Eigenheiten und einige der herausragendsten Institutionen und Startups der jeweiligen Regionen.

Pionierleistungen braucht es derzeit auch, um mit der so noch nie dagewesenen Krisensituation umzugehen. Wir haben die heimischen Gründerinnen und Gründer befragt, wie sie mit der Corona-Situation umgehen und Vertreterinnen der Parlamentsparteien auf ihre Lösungsvorschläge abgeklopft. Und mit österreichischen Top-Managerinnen aus den Branchen Tech und Telco haben wir über den Corona-bedingten Digitalisierungsschub gesprochen. Einen Entwicklungsschub beleuchten wir auch in Sachen Blockchain-Technologie: Sie wird immer mehr alltagstauglich und im „Real Life“ eingesetzt.

Auch wollen wir die (zukünftige) Pioniere in unserer Leserschaft wieder mit allerhand nützlichen Tipps und Tricks versorgen. In unserem Ratgeber-Teil bieten wir Insights zu den Themen AI, Recruiting, Employee Experience, Pitching, SEO, Outreach-Tools und Geldanlage. Abgerundet wird das Heft durch unsere Standards, wie etwa die Event-Vorschau für die kommenden Monate oder die „Startups im Spotlight“, die der Redaktion in den vergangenen Monaten besonders aufgefallen sind.

Möge dieses Heft auch euren Pioniergeist beflügeln!

Herzlichst, eure brutkasten-Redaktion

Martin Pacher

Das war der erste virtuelle FFG Spin-off Fellowship Demo Day

Im Rahmen des ersten virtuellen FFG Spin-off Fellowship Demo Day präsentierten am Donnerstag, den 3. Dezember, Forscherinnen und Forscher ihre Projekte und Geschäftsideen vor rund 100 Teilnehmern aus der Startup- und Investoren-Community.
/ffg-spin-off-fellowship-demo-day-2020/
FFG
(c) der Brutkasten
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Das FFG Programm Spin-off Fellowship richtet sich seit 2018 an österreichische Forscherinnen und Forscher, die sich mit ihrer Geschäftsidee selbstständig machen möchten. Mit dem Förderprogramm sollen an den Hochschulen und Forschungseinrichtungen frühzeitig Impulse gesetzt werden, um die idealen Rahmenbedingung für künftige Spin-offs zu schaffen.

Erster virtueller Demo Day

Im Rahmen eines Demo Days, der am 3. Dezember stattfand, holte die FFG die Projekte & Geschäftsideen der Fellows erstmalig vor den Vorhang, um sie der Startup- und Investoren-Community zu präsentieren. Aufgrund der Covid19-Bestimmungen fand der Demo Day mit rund 100 Teilnehmern vollständig im digitalen Raum statt. In Kooperation mit dem brutkasten setzte die FFG den Demo Day als digitales Event um.

Nach den Begrüßungsworten durch Sektionschefin Barbara Weitgruber vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) gab FFG-Programmleiter Markus Pröll-Schobel einen Überblick über den Output des Spin-off Fellowship Programms. In bislang drei Runden gab es seit 2018 laut der FFG über 90 Einreichungen, von denen insgesamt 24 Projekte zur Förderung empfohlen wurden. Aus den geförderten Projekten sind bislang vier erfolgreiche Ausgründungen entstanden.

Hier könnt ihr den Demo Day nachschauen

Die Pitches und Insights von Bitmovin-Gründer

Im Anschluss fand eine Pitch-Session statt, in der die Programmteilnehmer ihre Projekte und Geschäftsideen präsentierten. Von den insgesamt 24 Projekten waren im Rahmen des Demo Days 16 Projekte vertreten, die den Teilnehmern darüber hinaus in einer virtuellen Expo für Fragen und Antworten zur Verfügung standen. 

Zudem gab Stefan Lederer, Co-Founder und CEO von Bitmovin, einen Einblick zu den Anfängen der Erfolgsgeschichte seines Scaleups, das ursprünglich als Spin-Off an der Universität Klagenfurt gegründet wurde und im Jahr 2018 sich ein 30 Millionen US-Dollar schweres Investment sichern konnte. Mittlerweile befindet sich der Firmensitz von Bitmovin in San Francisco. 

(v.l.) | Dejan Jovicevic mit Werner Müller, Verantwortlicher für “Startup Services” bei der FFG | (c) Julia Rechensteiner

Panel Discussion

Den Höhepunkt des Spin-off Demo Day bildete ein Panel mit  Henrietta Egerth, Geschäftsführerin der FFG, sowie Christian Hill und Gerhard Prossliner von der BRAVE Analytics GmbH. 

Hill und Prossliner von der Arbeitsgruppe Nanomedizin des Lehrstuhls für Biophysik entwickeln zusammen mit ihrem Team am Gottfried Schatz Forschungszentrum der Medizinischen Universität Graz die neue OF2i Messgeräte-Technologie (kurz für OptoFluidic Force induction) zur hochpräzisen und kontinuierlichen online Charakterisierung von Nanopartikeln.

Learnings aus einem Rückschlag

Hill und Prossliner gaben den Teilnehmern einen Einblick, welche Learnings sie im Zuge der Antragstellung für das Spin-off Fellowship-Programm gemacht haben und wie aus einer Doktorarbeit ein erfolgreiches Spin-off entstand. 

BRAVE Analytics wurde im Zuge der ersten Antragstellung für das Programm abgelehnt. Nach zahlreichen Gesprächen und Feedback der FFG schärften Hill und Prossliner ihr Projekt nach und wurden schlussendlich in der zweiten Runde in das Programm aufgenommen. “Wir waren bei der ersten Antragstellung viel zu technisch und haben schlussendlich den Komplexitätsgrad reduziert”, so Hill über die Learnings. Im Rahmen des Programms legten sie einen stärkeren Fokus auf die aktuelle Marktsituation und definierten den konkreten Nutzen ihrer Technologie für die künftigen Anwender. 

Komplexe Technologien zur Marktreife führen

FFG-Geschäftsführerin Egerth betonte im Rahmen des Panels, dass es in Österreich nicht an technischem Know-How mangelt, dennoch gibt es in Bezug auf die Go-to-Market Strategien noch großen Aufholbedarf. “Hochkomplexe Technologien müssen schlussendlich als Produkte auf den Markt gebracht werden”, so Egerth.

Damit dies auch gelingt, bedarf es im Vorfeld laut der FFG-Geschäftsführerin unter anderem einer Bewertung der Patentsituation und Finanzierbarkeit der Projekte. Zudem gibt es laut Egerth insbesondere im Life Science-Bereich zahlreiche rechtliche Rahmenbedingungen zu beachten. Die FFG möchte dahingehend nicht nur mit Geld, sondern auch mit Know-How, das über Mentoren vermittelt wird, Unterstützung bieten. Als Vorbild dient dabei das „ETH Pioneer Fellowship“-Programm der ETH Zürich.

Sessions am Nachmittag

Am Nachmittag konnten sich die Teilnehmer zudem noch in separaten Sessions über die Themen Fundraising und Förderungen austauschen und sich bei virtuellen Messeständen vernetzen. 

Durch den Tag führten als Moderatoren Dejan Jovicevic, Herausgeber des Brutkastens und Werner Müller, Verantwortlicher für “Startup Services” bei der FFG, der sich über den Output des ersten virtuellen Demo Day sehr zufrieden zeigte: “Wir haben im Rahmen des Demo Days eine Reihe an Projekten gesehen, die ein breites Themenspektrum abdecken – angefangen von  Life Science über Verfahrenstechnologien bis hin zu innovativen Lösungen im Bereich Nachhaltigkeit.”

Tipp der Redaktion

In der dreiteiligen Video-Q&A-Serie für Startups geht Werner Müller, Verantwortlicher für „Startup Services“ bei der FFG, auf grundlegende Fragestellungen zum Förderangebot der FFG ein – mehr darüber könnt ihr hier erfahren.


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19.11.2020

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