Tiroler FinTech Bluecode kooperiert mit 700 Mio. Kunden-Plattform Alipay

Gemeinsam mit der Six Payment Services GmbH und Alipay will Bluecode-Gründer Christian Pirkner ein Gegengewicht zu amerikanischen Mobile Payment-Systemen etablieren.
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Bluecode kooperiert mit Alipay
(c) Bluecode/Tanzer: CEO Christian Pirkner präsentierte die Kooperation von Bluecode mit den neuen Partnern Xiaqiong Hu von Alipay und Christian Renk von Six.
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Wenn US-Präsident Donald Trump so richtig Druck auf Europa ausüben wollte, dann würde er sich nicht mit dem Anzetteln eines „Handelskriegs“ und Strafzöllen auf europäische Produkte aufhalten. Dessen ist sich Christian Pirkner, Gründer und CEO des FinTechs Bluecode International AG, sicher. Stattdessen würde er einfach eine Steuer oder Gebühr einführen, die europäische Banken zu zahlen hätten, sobald Transaktionen unter Beteiligung amerikanischer Zahlungsdienstleister stattfinden. Ob davon Kreditkarten wie VISA oder Mastercard, Zahlungen via Paypal oder auch – künftig verstärkt – Transaktionen über Google Pay, Apple Pay oder Amazon Pay betroffen wären: Der nordamerikanische Staatenverbund würde selbst bei einer scheinbar kleinen Gebühr von vielleicht 0,01 Prozent enorm profitieren – und die europäische Wirtschaft würde ordentlich draufzahlen.

+++ FinTech-Startup will “europäische Regeln” für Mobile Payment +++

„Leak von Kundendaten unmöglich“

Soweit dürfe man es nicht kommen lassen, stellte Pirkner schon vor längerer Zeit für sich fest, und gebar die Idee für ein mobiles Zahlungsnetzwerk aus Europa: „Bluecode“. Endprodukt ist eine App, die beim Bezahlvorgang im Geschäft je nach Bedarf einen eindeutigen Strichcode oder QR-Code am Smartphone anzeigt oder eine Transaktionsbestätigung via Bluetooth- bzw. NFC-Verbindung ermöglicht. Wer mit Bluecode bezahlt, erfährt das Unternehmen selbst gar nicht. Denn der Code, der wie ein beliebiger Handelsartikel mittels Handscanner eingelesen wird, diene rein zur Legitimierung des Kunden gegenüber dem Händler: Als Bestätigung, dass eine Kontodeckung gegeben ist und die Überweisung der gebuchten Summe in Gang gesetzt wird. Im System kann der Code nur einer Bankverbindung zugeordnet werden, und diese wiederum erst bei der jeweiligen Bank auch einem Endkunden. Damit sei z.B. ein künftiger Leak von Kundendaten bei Bluecode unmöglich.

Bluecode am Oktoberfest

Die eigene App sei dabei aber nur eine Zwischenlösung. Pirkner strebt gemeinsam mit seinen Bank- und Handelspartnern an, dass diese den Strich- oder QR-Code in ihre eigenen Apps implementieren. Akzeptiert wird Bluecode als Mobile Payment-Lösung in Österreich bereits seit längerer Zeit, unter anderem bei Spar, den Rewe-Geschäften, Hartlauer, Hervis sowie diversen Tankstellen, Trafiken, Bäckereien und Kinos. In Deutschland sind es deutlich mehr Partner, wobei hier auch das bald startende Oktoberfest in München mit an Bord ist: Bluecode sei dieses Jahr exklusiver Mobile Payment-Partner auf der „Wies’n“, wie Pirkner stolz erzählt. Hunderttausende Menschen pro Tag würden so zu Testkunden – und in der Folge, so die Hoffnung, zu dauerhaften NutzerInnen und WerbeträgerInnen des Unternehmens. Weiters sei ab sofort auch der Münchner Viktualienmarkt eine „Bluecode-Zone“.

Six Payment Services als Partner

Im Gegensatz zu Deutschland, wo die Deutsche Sparkasse die Entwicklung unterstützt hat und zahlreiche weitere Banken als Kooperationspartner brachte, gibt es hierzulande erst zwei Partnerbanken für das neue grenzübergreifende Zahlungsnetzwerk: die Hypo Tirol Bank und die Raiffeisenbank Oberösterreich. Wobei die Bluecode-App jedoch wie bisher schon mit jedem österreichischen und deutschen Girokonto funktioniert. Deshalb präsentierte Pirkner am Donnerstagvormittag zwei neue Kooperationen, mit denen er die Masse der KonsumentInnen nicht nur in Österreich sondern europaweit erobern will. Zum einen ist dies der Zahlungsdienstleister Six Payment Services, der bei Händlern in Österreich hinter den meisten Bezahlterminals für Kartenzahlungen mit Maestro, VISA und Mastercard steht. Das Unternehmen soll gegenüber den Handelspartnern dafür sorgen, dass sie das Bluecode-System rasch in ihre Registrierkassen integrieren, um ihren Kunden die Zahlung per Smartphone bieten zu können. Nach dem Scan des Barcodes wird die gebuchte Summe vom Konto des Kunden bei einer beliebigen Bank in Österreich und Deutschland abgebucht.

Alipay: 700 Millionen potenzielle Handels-Kunden für Europa

Als „weiteren Meilenstein für die Akzeptanz des Bluecode-Systems“ bezeichnet Pirker die „Integration der Technologie von Alipay“. Dabei handelt es sich um den Bezahldienst des chinesischen Ebay- und Amazon-Konkurrenten Alibaba. Dessen gut 700 Millionen User in Asien können ab sofort so, wie sie es gewohnt sind, bei allen Handelspartnern in Europa bezahlen. Die Transaktion läuft aus Sicht des Händlers über Bluecode, aus Sicht des Kunden wie gewohnt über Alibaba. Erstere kommen so mit nur einem Mobile Payment-System aus und erhalten die Garantie, dass alle Zahlungsflüsse samt Transaktionsdaten DSGVO-konform in Europa bleiben. Zudem erhalten sie Zugang zum wachsenden Netzwerk von bald einer Milliarde KundInnen bei Alipay. Dabei seien, so Pirkner, die Nutzungsgebühren für Bluecode niedriger als bei anderen bargeldlosen Transaktionen. Und für den Endkunden verspricht der CEO, dass weder jetzt noch in Zukunft Kosten für die Bluecode-Nutzung anfallen würden.

⇒ Zur Webpage des FinTech-Startups

Redaktionstipps

die Redaktion

JioMeet: Reichster Mann Indiens startet kostenlose Zoom-Alternative

Mit JioMeet startet Mukesh Ambani einen Großangriff auf Videoconferencing-Tools wie Zoom. Hier sind Calls mit einer Dauer von bis zu 24 Stunden möglich.
/jiomeet-zoom-alternative/
JioMeet - eine indische Alternative zu Zoom.
JioMeet - eine indische Alternative zu Zoom. (c) Jio Platforms

Videoconferencing-Lösungen wie Zoom, WebEx oder Google Meet sind spätestens seit dem Corona-Lockdown aus unserem Business-Alltag nicht mehr wegzudenken. Und nun ist dieses hart umkämpfte Markt um einen weiteren Player reicher: JioMeet. Das Tool wird vom Unternehmen Jio Platforms vertrieben, welches dem reichsten Mann Indiens – Mukesh Ambani – gehört.

+++Collaboration und Remote Work sollten auch für KMU keine Fremdworte sein+++

Wie Zoom unterstützt auch JioMeet Videokonferenzen in 720p-Auflösung und lässt bis zu 100 Teilnehmer pro Call zu, wie Techcrunch berichtet – der Knackpunkt ist hier aber, dass es auch bei der kostenlosen Version keine zeitliche Beschränkung gibt: Laut Jio Platforms sind Calls ohne Unterbrechung mit einer Dauer von bis zu 24 Stunden möglich.

JioMeet im Business: Eine Frage der Sicherheit

Auch soll es dem Unternehmen zufolge „Enterprise-Funktionen“ wie etwa einen Passwort-Schutz für die Calls oder die Möglichkeit zum Sharen des Bildschirminhalts geben.

Inwieweit man dem Unternehmen in punkto Datenschutz vertraut, muss jeder B2B-Kunde für sich selbst entscheiden. Auf der Website heißt es zwar, dass alle Calls „verschlüsselt“ seien – es wird aber nicht angeführt, ob die Calls auch Ende-zu-Ende-verschlüsselt sind, heißt es im Techcrunch-Bericht.

Auch wird nicht klargestellt, ob Business-Kunden außerhalb Indiens die Zoom-Alternative überhaupt verwenden können. JioMeet ist für die Verwendung mit Chrome und Firefox-Browsern auf dem Desktop verfügbar und verfügt über eigenständige Anwendungen für MacOS, Windows, iOS und Android. Es gibt zudem ein Outlook-Plugin.

Das JioMeet-Design erinnert stark an Zoom

Das Design der Plattform ist dabei jenem von Zoom zum Verwechseln ähnlich, wie das folgende Mockup zeigt.

Eine kostenpflichtige Version von Jio Meet gibt es nicht. Und es ist auch unklar, ob es jemals eine geben wird. Jio Platforms, welche Teil von Mukesh Ambanis Reliance-Konzern ist, hat schon zuvor diverse Telco-Dienstleistungen in Indien gratis, beziehungsweise zu sehr niedrigen Preisen angeboten.

JioPlatforms hat in Indien rund 400 Millionen Kunden und betreibt eine Reihe digitaler Dienste, darunter JioMusic, einen Musik-Streaming-Dienst, JioCinema, der Tausende von Fernsehsendungen und Filmen anbietet, und JioTV, das es den Nutzern ermöglicht, mehr als 500 Fernsehkanäle zu sehen. Diese Dienste stehen den Abonnenten von Jio Platforms ohne zusätzliche Kosten zur Verfügung. Ein Jio-Abonnement kostet weniger als 2 Dollar pro Monat, heißt es bei Techcrunch.

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