Er sieht aus, wie man sich als Kind einen Roboter vorstellt, bloß die Stimme ist “zu menschlich”. Der “Segnungsroboter” BlessU-2 wurde von der evangelischen Kirche Hessen und Nassau (EKHN) als Kunstprojekt anlässlich des 500-Jahr-Jubiläums der Reformation ausgestellt. “Könnte der auf Papier gedruckte Haussegen durch das Segenswort eines Roboters ersetzt werden, der beim Verlassen der eigenen Wohnung mit angenehmer, wenn auch elektronisch erzeugter Stimme ein Segenswort zuspricht?”, fragt die EKHN in einer Aussendung.

+++ Innovation nach 2000 Jahren: NFC-Klingelbeutel für Kartenzahlung +++

“Diskussionen anregen”

Die in diesem Zusammenhang notwendigen und wichtigen Diskussionen wolle man anregen und fördern. “Letztlich fördert der Segensroboter eines der Herzensanliegen Luthers: die leidenschaftliche und kritische Auseinandersetzung mit großen theologischen Fragen”, heißt es von der Kirche.

Video: Der Segnungsroboter in Aktion

BlessU-2: Kommunikation über Display

BlessU-2 kommuniziert über ein Display. NutzerInnen können nach Aufforderungen per Eingabe unter anderem wählen, ob und in welcher Sprache ihnen ein Segen zugesprochen werden soll, ob dies eine weibliche oder eine männliche Stimme tun und ob der Segen eher der “Ermutigung” oder der “Erneuerung” dienen soll. Daraufhin wird Ihnen ein Segenswort “vorgelesen”, das man auch ausdrucken kann.

“Digitaler Gottesdienst” in Hamburg

Nachdem der Segnungsroboter einige Monate lang ausgestellt wurde, tourt er nun durch deutsche Kirchen. In der Hamburger St. Nikolai-Kirche veranstaltete man dazu überhaupt einen “digitalen Gottesdienst”, der über Livestream übertragen wurde und in dem Fragen der NutzerInnen aus dem Internet aufgegriffen wurden. Eine Feststellung des Priesters: “Gott ist überall, warum sollte er nicht auch im Netz sein?”

⇒ Der Segnungsroboter auf der Page der EKHN