Wer mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen traden will, der bemerkt rasch, dass im Web zwar viele Informationen zu diesem Thema vorhanden sind, von denen viele jedoch – bewusst oder unbewusst – irreführend sind. Vor allem während des Krypto-Booms 2017 kam es zum Beispiel vor, dass zweifelhafte “Medien” und Influencer den Kurs durch das Streuen von Fehlinformation in eine bestimmte Richtung trieben.

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Dieses Problem hat Alexander Valtingojer, CEO und Co-Founder von Coinpanion, gemeinsam mit seinen Co-Foundern Matthias Zandanel (CTO), Vladimir Kornilov (CMO) und Aaron Penn (Lead Developer) erkannt. Auf Coinpanion können die Nutzer erfolgreiche Trader vollautomatisiert über existierende Exchanges kopieren.

Das “Wikifolio für Kryptowährungen”

Die Trading-Ergebnisse der Trader werden transparent dargestellt, indem Daten direkt von den Exchanges geholt und im Profil des Traders dargestellt werden. Vergleichbar ist das mit dem Angebot des ebenfalls aus Wien stammenden Startups Wikifolio – allerdings eben mit dem Fokus auf Kryptowährungen. Außerdem arbeite Wikifolio mit Zertifikaten, während Coinpanion die Assets direkt repliziert, erklärt Valtingojer.

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Derzeit gibt es rund um Kryptowährungen laut Valtingojer für das Coinpanion-Team noch “viel zu tun”. Man könne sich zwar vorstellen, künftig auch Aktien in die Plattform einzubinden – dies sei derzeit aber noch reine Zukunftsmusik: “Das ist eine Vision, es steht aber noch gar nicht auf der Roadmap.”

Coinpanion-CEO Alexander Valtingojer im Video-Interview

Wie Coinpanion in der Praxis funktioniert

Coinpanion ist keine eigene Exchange, stattdessen kann man das Startup als eine Art Marketplace für Trader verstehen. Nutzer können sich entweder als Trader oder Follower registrieren. Dabei ist es nötig, die API-Keys der gewünschten Krypto-Börse bereitzustellen. Mithilfe der API-Keys können Aktivitäten der Trader automatisiert gelesen, verarbeitet und auf den Follower kopiert werden.

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Trader besitzen ein aufgearbeitetes Profil auf der Coinpanion-Plattform, welches die nötigen Informationen über den Trader, sowie die vergangenen Trading-Ergebnisse bereitstellt. “Hier sieht man zum Beispiel auch ihre Lieblings-Kryptowährungen und wie viel Profit sie gemacht haben”, sagt Valtingojer.

Entscheidet sich der Follower für ein Abonnement, so werden alle Positionen des Traders beim Follower prozentuell repliziert. “Ab dem Punkt macht der Follower automatisiert alles, was der Trader macht”, sagt Valtingojer. Zusätzlich kann der Follower über ein Dashboard Statistiken in Echtzeit einsehen, wodurch er eine Übersicht über seine Trading-Aktivität hat.

So verdienen die Trader auf Coinpanion

Schön und gut – doch welchen Vorteil hat der Trader davon, dass er seine Strategie auf Coinpanion mit den Followern teilt? Die Trader werden über die Plattform für das Teilen der Daten belohnt, wie Valtingojer erklärt: Follower geben zu Beginn eines Abonnements ihren Follow-Amount –  also die Menge an Coins, mit denen sie den Trader kopieren möchten – an, auf welchem eine monatliche Gebühr in Höhe von ein Prozent berechnet wird.

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Diese Gebühr wird zu 50/50 zwischen dem Trader und Coinpanion geteilt, der Trader hält am Ende also monatlich 0,5 Prozent des Follow-Amounts. “Der Trader kann sich so ein passives, risikoloses Einkommen aufbauen”, sagt Valtingojer. Aktuell folgen die User im Schnitt mit rund 4000 Euro, der Trader verdient also 20 Euro monatlich pro User.

KMU-Finanzierung über STOs

Coinpanion hat im Juni 2019 den Gründungsprozess abgeschlossen und operiert über die dafür entstandene SmartBytes GmbH mit Sitz in Wien. Seit Anfang Juli ist die Plattform  öffentlich zugänglich.

“Wir haben das Produkt davor einige Monate mittels einer Closed Beta mit unserer Community getestet und
basierend auf deren Feedback und unseren Learnings von Grund auf neu entwickelt”, sagt Valtingojer: “Nun muss sich der User nach dem Folgen um nichts mehr kümmern, da alles automatisiert vom Trader gespiegelt und gemanagt wird.” Die Plattform ist in englischer und deutscher Sprache verfügbar, die meisten User befinden sich derzeit aber noch im deutschsprachigen Raum.

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Generell ist Valtingojer zuversichtlich in Bezug auf die Entwicklung von Kryptowährungen. Das zeige sich bei Facebooks Libra-Plänen ebenso wie bei der Vorgehensweise des US-Handelsriesen Walmart. Außerdem bieten gerade in Österreich STOs viel Potenzial: Hier könnten Coins auch im Massenmarkt ankommen, indem KMU die Möglichkeiten von STOs zur Finanzierung nutzen und eine Art “zweiter Aktienmarkt” entsteht.

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