Der US-Starfotograf Philip Martin Rusch lebt seit über 20 Jahren in Österreich. Und er möchte seiner Wahlheimat mit dem Projekt “Best of Austria” ein digitales Denkmal setzen – der Brutkasten berichtete bereits vergangenen Herbst davon. Konkret will er das Land mit dem “größten Selfie der Welt”, einem extrem hochauflösenden 360-Grad-Foto, das am kommenden Mittwoch (6.September) in der Wiener Stadthalle aufgenommen wird, präsentieren. Es soll als “digitale Visitenkarte des gesamten Landes” fungieren. Nebenbei soll dieses Foto drei Guiness-Weltrekorde brechen. Der Reinerlös wird an Licht ins Dunkel gespendet.

+++ Best of Austria: Startups sollen auf das größte Selfie der Welt +++

Informationen zu jedem einzelnen Gesicht

Jeder, der bei Best of Austria dabei ist, ist auf dem Gigapixel-Foto klar erkennbar. Er kann Informationen zu sich oder seiner Firma, und eine Website angeben, die mit dem Portrait verlinkt sind. Wenn man das “Country-Selfie” dann online aufruft, gelangt man zunächst auf ein zufällig ausgewähltes Gesicht und kann sich dann weiter umsehen. Eine konkrete Suche ist ebenfalls möglich. Abgebildet werden sollen damit Unternehmen, Organisationen und Einzelpersonen – also ein Querschnitt des gesamten Landes. Rusch legt auch auf die Beteiligung von Startups Wert: “Sie dürfen da nicht fehlen, weil sie Innovation und Erfindergeist des Landes repräsentieren”. Die Website soll dann zwei Jahre lang online bleiben und viel internationale Medienpräsenz für die abgebildeten schaffen.

Verschiebung trotz breiter Unterstützung

Trotz einer Reihe namhafter Unterstützer wie etwa Außenminister Sebastian Kurz, KTM-CEO Stefan Pierer und WKW-Chef Walter Ruck musste das Projekt bereits verschoben werden, weil die kritische Masse an Teilnehmern nicht erreicht wurde. Dabei ist eine ganze Reihe großer österreichischer Player fix dabei. Von den Veranstaltern werden etwa AMA, AUA, AT&S, Bank Austria, Casinos Austria, Flughafen Wien, Handelsverband, KTM, Leitbetriebe Austria, Pankl, Palfinger, PKP BBDO, PORR, Raiffeisen, Reed Messe Wien, Sonnentor und Uniqa als Beispiel genannt. Rusch hatte bereits im Gespräch mit dem Brutkasten im Oktober 2016 von Skepsis einiger Angesprochener berichtet: “Sie fragen mich: ‚Was wollen Sie wirklich? Was steckt dahinter?‘ Sie können nicht glauben, dass ich einfach zeigen will, wie großartig Österreich ist.”

“Naja, schau ma mal”

Ebenfalls hätte er häufig die Reaktion “Naja, schau ma mal” bekommen. Rusch konterte: “Viele, die nicht dabei sind, werden es nachher bereuen.” Denn das Konzept sei ein medialer Selbstläufer. Drei Weltrekorde und die Tatsache, dass es das weltweit erste Projekt seiner Art ist, würden internationale Aufmerksamkeit garantieren. Auch hochauflösende Panoramafotos von Städten und Naturdenkmälern würden es regelmäßig in die internationalen Medien schaffen.

Unternehmen zahlen 199 Euro

Noch sind die Reihen in der Wiener Stadthalle am kommenden Mittwoch dem Vernehmen nach nicht voll belegt. Es bleibt abzuwarten, wie viele der ursprünglich geplanten 10.000 Personen tatsächlich am “Country-Selfie” sein werden. Der Preis wurde jedenfalls seit dem ersten Anlauf deutlich hinuntergeschraubt: Privatpersonen zahlen für die Teilnahme an Best of Austria 24 Euro, Unternehmen zahlen 199 Euro pro Person. Der Reinerlös geht, wie bereits erwähnt, an die Aktion Licht ins Dunkel.

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