Neuer aws Call: Bis zu 200.000 Euro Zuschuss für den Aufbau „vertrauenswürdiger KI“

Die Austria Wirtschaftsservice (aws) startet in ihrem Förderprogramm "aws Digitalisierung" einen neuen Call für den Aufbau "vertrauenswürdiger KI". Je nach Unternehmensgröße beträgt der Zuschuss 25 bis 80 Prozent Förderungsquote und maximal 200.000 Euro.
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  • Konkret werden im Förderprogramm „aws Digitalisierung“ Unternehmen bei Pilotprojekten und der ersten Umsetzung von Lösungen unterstützt, die auf „vertrauenswürdiger KI“ aufbauen.
  • Der Call verfolgt laut aws das Ziel, österreichische Unternehmen beim Markteintritt zu unterstützen.
  • Als Branchen werden dabei neben der IKT, auch die Produktion, Mobilität oder Gesundheit sowie Energie, Umwelt- und Klimaschutz genannt.
  • Je nach Unternehmensgröße beträgt der Zuschuss maximal 200.000 Euro.
  • Die Mittel für den Call stammen von der Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung.
  • Der Call wird im Auftrag des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) und des Bundesministeriums für Klimaschutz (BMK) über die aws abgewickelt.

Die Austria Wirtschaftsservice hat einen neuen Call gestartet. Konkret werden im Förderprogramm „aws Digitalisierung“ Unternehmen bei Pilotprojekten und der ersten Umsetzung von Lösungen unterstützt, die auf „vertrauenswürdiger KI“ aufbauen.

Der Call verfolgt laut aws das Ziel, österreichische Unternehmen beim Markteintritt zu unterstützen. Als Branchen werden die IKT, Produktion, Mobilität oder Gesundheit sowie Energie, Umwelt- und Klimaschutz genannt.

aws: Kriterien für vertrauenswürdige KI

Damit die KI der Definition einer „vertrauenswürdigen KI“ entspricht, müssen laut aws folgende drei Kriterien erfüllt werden:

  • KI muss sich während des gesamten Einsatzzyklus an gesetzliche Bestimmungen halten.
  • Ethische Grundsätze müssen garantiert werden.
  • KI muss in technischer und sozialer Hinsicht robust sein

Zuschuss maximal 200.000 Euro

Im Rahmen des Calls werden Startups, Klein- und Mittelunternehmen sowie etablierte Unternehmen bei der Umsetzung eines Projekts mit vertrauenswürdiger KI mit einem Zuschuss unterstützt. Je nach Unternehmensgröße beträgt der Zuschuss maximal 200.000 Euro. Die Förderquote liegt bei 25 bis 80 Prozent. Unternehmen in allen Phasen können sich dafür bewerben.

Die Mittel für den Call stammen von der Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung (Österreich-Fonds). Der Call wird im Auftrag des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) und des Bundesministeriums für Klimaschutz (BMK) über die Austria Wirtschaftsservice abgewickelt.


die Redaktion

Austria Limited: Versprechen mit vielen Fragezeichen

Die angekündigte neue Gesellschaftsform Austria Limited hat nicht nur Anhänger. Die Argumente in der Diskussion sind sehr unterschiedlich gelagert.
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Austria Limited - brutkasten Roundtable
(c) Adobe Stock / somartin / Stanislau

Viele Jahre lang gab es von mehreren Playern der Startup-Szene, darunter etwa den großen Organisationen AustrianStartups, aaia und AVCO, die Forderung, eine besonders für Startups geeignete neue Gesellschaftsform zu schaffen. Diese oft als „AG Light“ bezeichnete Rechtsform sollte unter anderem deutlich weniger bürokratisch in der Handhabung sein und Anteilsübertragung und Mitarbeiterbeteiligung erheblich vereinfachen. Diesen Sommer war es soweit: Der Bundeskanzler persönlich kündigte die Schaffung der „Austria Limited“ an.

Austria Limited, oder doch GmbH-Reform? Und was dann?

Doch damit ist die Diskussion nicht beendet – im Gegenteil. Denn noch ist es ein Versprechen mit vielen Fragezeichen. Dass in Wirklichkeit noch überhaupt nichts beschlossene Sache ist, wurde spätestens klar, als Justizministerin Alma Zadić kürzlich Vertreter der Startup-Szene zu einem informellen Austausch zum Thema einlud. Dort ging es nicht nur um die unterschiedlich ausgeprägten Wünsche an die Austria Limited, sondern generell um den anstehenden Reformbedarf im Gesellschaftsrecht. Im Anschluss stellte sie Ministerin auch im brutkasten-Gespräch klar, das noch nichts fix ist und nun Experten – „mit Hochdruck“ – am Zug sind. Tatsächlich steht noch eine weitere Option im Raum: Die Adaptierung der bestehenden Kapitalgesellschaftsformen GmbH und AG.

Diese Variante wird von verschiedenen Playern aus sehr unterschiedlichen Gründen favorisiert. Ins Treffen geführt wird etwa, dass eine neue Gesellschaftsform nicht ausreichend Rechtssicherheit bieten würde, weil viele Fragen zunächst noch nicht ausjudiziert wären. Andere Reform-Befürworter glauben schlicht nicht daran, dass die Schaffung einer Austria Limited in absehbarer Zeit tatsächlich realistisch wäre. Während die einen gerne gar keine allzu großen Änderungen sehen würden, hätten die anderen gerne eine grundlegend neue Struktur, die eben auch die bestehenden Kapitalgesellschaftsformen betrifft. Andernfalls „drohe“ die Austria Limited nicht halten zu können, was sie verspricht. Sprich: Es gibt auch große Differenzen bei den inhaltlichen Wünschen zu einer möglichen Reform.

Breites Spektrum der Dikussion beim brutkasten Roundtable

Dieses sehr diverse Spektrum der Diskussion zwischen (Langzeit-)Befürwortern mit unterschiedlichen Vorstellungen sowie konservativen und progressiven Kritikern will der brutkasten in einem Roundtable zur Austria Limited am 28. Oktober um 18:30 abbilden. Dabei sollen mögliche Lösungswege und Kompromisse für die Startup-Szene herausgearbeitet werden.

Es diskutieren Michael Umfahrer, Präsident der Österreichischen Notariatskammer, Keyvan Rastegar, Gründer der Wiener Wirtschaftskanzlei RPCK Rastegar Panchal, Sonja Bydlinski, Leiterin der Abteilung für Unternehmens- und Gesellschaftsrecht im Justizministerium, Philip Vondrak, Co-Founder und Partner bei Grama Schwaighofer Vondrak Rechtsanwälte und Laura Egg, Geschäftsführerin der aaia.

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Neuer aws Call: Bis zu 200.000 Euro Zuschuss für den Aufbau „vertrauenswürdiger KI“

05.10.2020

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