Die Finnoq GmbH aus Oberösterreich hat am Landesgericht Linz Insolvenz angemeldet. Finnoq wurde im Jahr 2017 gegründet. Es handelt sich dabei um einen “Wissens-Marktplatz” auf Blockchain-Basis, bei dem die Nutzer für das Teilen von Wissen belohnt werden, beziehungsweise durch das Aufsetzen eigener Befragungen das Wissen der Community anzapfen können. Laut Firmenbuch befindet sich das Startup zu jeweils 50 Prozent im Eigentum der beiden Geschäftsführer, Georg Felber und Florian Kögl.

Ausstehende Löhne als Grund für Insolvenz

Gegenüber dem brutkasten erklärt Felber, dass man die Insolvenz wegen Streitigkeiten mit der Arbeiterkammer eingereicht habe, die “nicht mehr stemmbar” waren. Das Finanzierungsmodell des Startups hatte sich verschoben, weshalb es zu einer Zahlungsverzögerung bei Gehältern gekommen war.

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Manche Mitarbeiter hatten dies hingenommen, andere schalteten die Arbeiterkammer ein, welche das Thema ab dann in die Hand nahm. “Wir konnten ab dann nicht mehr agieren, sondern nur noch reagieren”, sagt Felber. Einst bestand das Kernteam inklusive der beiden Gründer aus zwölf Personen, nun sind sie zu viert. Die ausstehenden Gehälter werden laut Felber nun aus dem Insolvenzfonds gezahlt.

Commitment zur Fortführung des Unternehmens

Wie bei Insolvenzen üblich, so wird auch bei Finnoq ein Insolvenzverwalter auf das Unternehmen zukommen. Laut Felber hat sich das Team jedoch selbst das Commitment zur Fortführung des Unternehmens versprochen. “Wir befinden uns nun in der Umstrukturierung, damit wir mit einem neuen Produkt durchstarten können”, sagt Felber. Die aktuelle Wissensplattform wird voraussichtlich nicht mehr das Hauptprodukt sein, das Startup möchte jedoch weiterhin im Wissensbereich tätig sein.

Felber betont abschließend, dass er aus dem Scheitern viel gelernt hat: “In den vergangenen vier bis sechs Monaten habe ich mehr gelernt als in der gesamten HTL- und Studienzeit.” Man sehe die Sache bei Finnoq sachlich: “Wir haben Fehlentscheidungen getroffen. Nun müssen wir damit umgehen. Und wir wollen auf jeden Fall weitermachen.”

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Aus dem Archiv: Interview mit Florian Kögl, Co-Founder und CEO von Finnoq

Aus dem Archiv: Interview mit Georg Felber, Co-Founder und COO von Finnoq

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