Umstrittene App Lernsieg vermittelt gratis Nachhilfe in der Coronakrise

Die Lehrer-Bewertungs-App hat zuletzt immer wieder für Kontroversen gesorgt. In Zeiten des Coronavirus wird darüber nun kostenlose Nachhilfe vermittelt. Als freiwilliger Lehrer hat sich unter anderem Matthias Strolz gemeldet.
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Lernsieg-Gründer Benjamin Hadrigan
(c) der brutkasten / Haris Dervisevic: Lernsieg-Gründer Benjamin Hadrigan
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  • Die Lehrer-Bewertungs-App Lernsieg von Benjamin Hadrigan hat bereits turbulente Zeiten hinter sich: Im November war die App nach wenigen Tagen wieder offline genommen worden, nachdem der Gründer mit Hassnachrichten überschüttet worden war.
  • Inzwischen ist die App wieder online, erfreut sich starker Beliebtheit - und hilft nun auch dabei, in Zeiten des Coronavirus Nachhilfe zu vermitteln.
  • Das kostenlose Online-Lernen ist möglich durch die Hilfe von Lehrern oder anderen Erwachsenen wie etwa Senioren, die jetzt ebenfalls daheim sind und viel ungenützte Zeit haben.
  • Auch Prominente sollen sich daran beteiligen, heißt es in einer Presseaussendung - darunter der ehemalige NEOS-Chef Mathias Strolz, der andere Prominente zum Mitmachen aufruft.

Die Lehrer-Bewertungs-App Lernsieg von Benjamin Hadrigan hat bereits turbulente Zeiten hinter sich: Im November war die App nach wenigen Tagen wieder offline genommen worden, nachdem der Gründer mit Hassnachrichten überschüttet worden war. Inzwischen ist die App wieder online, erfreut sich starker Beliebtheit – und hilft nun auch dabei, in Zeiten des Coronavirus gratis Nachhilfe zu vermitteln.

Nachhilfeunterricht mit Matthias Strolz

Nachhilfe mit Lernsieg
Die Lernsieg-App auf Android. (c) Lernsieg

Das kostenlose Online-Lernen ist möglich durch die Hilfe von Lehrern oder anderen Erwachsenen wie etwa Senioren, die jetzt ebenfalls daheim sind und viel ungenützte Zeit haben. Auch Prominente sollen sich daran beteiligen, heißt es in einer Presseaussendung – darunter der ehemalige NEOS-Chef Mathias Strolz, der andere Prominente zum Mitmachen aufruft.

Die Initiative ist mit der „Lernsieg“-App ab sofort über alle Android-Geräte und spätestens ab 19. März auch über alle iOS-Geräte verfügbar. „Auf diese Weise können zum Beispiel Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund jetzt ihre Deutschkenntnisse aufbessern, um bei ihrer Rückkehr in die Schule mehr Chancengleichheit vorzufinden“, betont Lernsieg-Gründer Benjamin Hadrigan. Viele von ihnen würden derzeit wegen mangelnder Deutsch-Praxis „unter ihrem Wert geschlagen“. Doch auch in allen anderen Fächern, für die sich Lehrer und andere Erwachsene mit passenden Kenntnissen finden, vermittelt die App.

So funktioniert die gratis Nachhilfe über die Lernsieg-App

Erwachsene, die unterrichten wollen, und Schüler, die Unterricht haben wollen, nennen auf der App die Fächer und die Altersgruppe, um die es geht. Das Lernsieg-Team ordnet dann jeweils einem Schüler einen Lehrer für den kostenlosen Online-Unterricht zu.

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Vorgesorgt ist auch für jene, die keine Digital Natives sind: Erwachsene und Schüler, die sich nicht auf den Umgang mit Apps verstehen, können sich auch einfach via E-Mail bei [email protected] beziehungsweise bei [email protected] melden und dort Altersgruppe und Fächer nennen.

Nutzen durch gratis Nachhilfe für Erwachsene und Schüler

„Für Erwachsene kann es eine erfüllende Aufgabe sein, gerade in solchen Zeiten Schülerinnen und Schülern zu helfen. Die Schülerinnen und Schüler können in einer neuen Lernumgebung, die vielleicht Spaß macht, Schwächen ausgleichen und aufholen. Wir hoffen, dass sich viele Erwachsene melden, die mit dieser Initiative der Coronakrise positive Seiten abgewinnen wollen,“ sagt Hadrigan, der auch ein Buch über Lernen mit Social Media geschrieben hat.

Bundesschulsprecherin Jennifer Uzodike betont indes den Nutzen für die Schülerinnen und Schüler in Zeiten des Coronavirus: „Gerade wir Schülerinnen und Schüler befinden uns in einer ungewohnten Situation, die es gilt, bestmöglich zu bewältigen. Eine Plattform, die uns hilft, uns jetzt trotzdem weiterzubilden und unseren schulischen Alltag bestmöglich zu bewältigen, ist unabdingbar. Aus diesem Grund unterstützen wir, die Bundesschülervertretung, die Initiative und sehen sie als wichtigen und positiven Schritt an.“

Martin Pacher

Paddies: NÖ Snack-Startup expandiert nach Deutschland – bereits in 130 Supermärkten gelistet

Das niederösterreichische Startup Selectum mit Sitz in Wolkersdorf bei Wien hat 2019 mit der Produktion eines neuartigen Knabbergebäcks namens "Paddies" gestartet. Nun erfolgt die Expansion nach Deutschland, wofür das Startup Investoren sucht.
/paddies-expansion-deutschland/
Paddies
Aktuell produziert Selectum 100.000 Packungen pro Monat | (c) Robert Gartner

Seit Feber letzten Jahres ist Paddies, ein gebackener Snackpolster mit Dip gefüllt, im österreichischen Einzelhandel gelistet. Die Herstellung des proteinreichen Knabbergebäcks, das aus Reis- und Kichererbsenmehl besteht, erfolgt in Wolkersdorf durch das niederösterreichische Food-Startup Selectum.

Das Unternehmen rund um die Gründer Camilo Wolff und Heidrun Weiss verfügt über Produktionskapazitäten von rund 560.000 Packungen pro Monat und bereitete letztes Jahr seine Expansion nach Deutschland vor – der brutkasten berichtete.

Erste LKW-Ladung nach Deutschland

Vergangene Woche war es nun so weit und die Expansion nach Deutschland nahm wortwörtlich an Fahrt auf. „Letzten Freitag haben wir unseren ersten komplett vollbeladenen LKW nach Deutschland geschickt und das war der erste von vielen, die noch kommen werden“, so Wolff, der nicht nur gelernter „Production Engineer“ ist, sondern auch über dreizehn Jahre Erfahrung in der Lebensmittelindustrie verfügt.

Den Schritt nach Deutschland schaffte das aufstrebende Food-Startup aus Niederösterreich über das Food Innovation Camp von REWE Süd. Wie Wolff gegenüber dem brutkasten erläutert, sind die Knabbersnacks aktuell in insgesamt 130 Supermärkten in Deutschland gelistet. Zudem führt das Team derzeit auch Gespräche mit weitere Partnern. „Momentan sind wir beispielsweise in Gesprächen mit Edeka, um unser Produkt in Deutschland noch weiter auszurollen“, so Wolff.

Mittlerweile sind auch Aufträge aus den Niederlanden und Ungarn eingelangt, wobei der Knabbersnack auch als White-Label-Produkt im B2B-Bereich angeboten wird. „Für Kunden in anderen Ländern bieten wir unsere Produkte unter deren Marke und Namen an“, so Wolff.

Camilo Wolff mit seinem Team | (c) Selectum LinkedIn / Robert Gartner

100.000 Packungen „Paddies“ pro Monat

Aktuell produziert das Startup in einem Einschichtbetrieb rund 100.000 Packungen pro Monat. Die Auslastung der Kapazitäten ist laut Wolff jedoch noch nicht erreicht. „Prinzipiell verfügen wir über Produktionskapazitäten für einen Dreischichtbetrieb und die besagten 560.000 Packungen pro Monat“, so Wolff. Aktuell arbeiten fünf Personen in der Produktion und drei Personen im Sales und Marketing.

Neben dem Vertrieb im klassischen Einzelhandel setzt das Startup unter anderem auch auf Online-Lieferdienste, wie Gurkerl.at, die aktuell in Österreich am Vormarsch sind.

Auf Investorensuche und internationale Auszeichnung

Für 2021 ist die Erweiterung des Produktsortimentes, um eine weitere Sorte geplant. Zudem befindet sich das Startup aktuell auf Investorensuche. „Für den Markeintritt in Deutschland sind wir noch immer auf der Suche nach einem passenden Investor, da wir in Zuge dessen einiges in Marketing investieren werden müssen“, so Wolff.

Erste Erfolge in Deutschland konnte Selectum jedenfalls schon für sich verbuchen. So belegte das Unternehmen im Rahmen der ISM Süßwarenmesse in Köln – sie zählt zu den weltweitführenden Fachmessen in diesem Segment – den zweiten Platz.


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18.03.2020

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