Launch von Anyline 11: Ein großer Schritt für die Scanheit

Über Anyline 11, ein neues Feature des Wiener Startups, kann jede Website optische Texterkennung (OCR) durchführen. So können Kunden zum Beispiel Voucher ohne App mit dem Smartphone scannen. Der Entwickler muss lediglich einen JavaScript-Code integrieren.
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Anyline CEO Lukas Kinigadner
Anyline CEO Lukas Kinigadner (c) der brutkasten
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Anyline macht einen „großen Schritt für die Scanheit“ – oder, wie es im Originaltext der englischsprachigen Presseaussendung heißt: „one giant leap for scan-kind“- und präsentiert zum 50. Jahrestag der Mondlandung ein neues Produkt: „Anyline 11“ – namentlich eine Hommage an die „Apollo 11“-Mission – heißt das neue Feature, mit dem über eine browser-basierte Scan-Technologie optische Texterkennung (OCR) in jede Website integriert werden kann.

+++Anyline gewinnt Milliardenkonzern Swisscom als Kunden+++

Mit Anyline 11 können User in ihrem Browser ein Fenster öffnen, mit dem sie Texte über ihre Smartphone-Kamera oder ihre Webcam scannen können. Eine App-Installation ist dafür nicht nötig, die Texterkennung findet direkt auf dem Smartphone statt – somit funktioniert sie auch ohne Internetverbindung.

Technisch funktioniert das, indem ein paar Zeilen JavaScript-Code in die Website integriert werden. Das ist innerhalb weniger Minuten erledigt, schreibt das Startup in einer Presseaussendung: Bisher wurden solche Scans in Apps integriert, und dafür war meist monatelange Entwicklungszeit notwendig.

Rabatt-Codes und Stromzähler im Browser scannen

Doch wo liegt nun wirklich der Nutzen im Geschäftsleben? „Endkunden lieben digitale Promotion-Kampagnen, aber sie hassen überflüssige Apps“, sagt Anyline-CEO Lukas Kinigadner: „Mit Anyline 11 können Unternehmen den Mittelmann ausschalten und mit den Kunden interagieren, indem diese Voucher einfach im Browser scannen.“ Das Scannen von Gutschein-Codes über eine Website – ohne lästige App-Installation – ist also ein praktisches Anwendungsszenario für die neue Technologie: Der JavaScript-Code wird vom Anbieter einfach in die Website integriert, eine App-Installation ist nicht notwendig.

+++2 Mio. Euro „Zwischendurch-Investment“ für Anyline“+++

Ein anderes Anwendungsfeld findet sich im Haushalt: Manche Strom- und Wasserversorger ermöglichen es ihren Kunden, den Stand des Strom- oder Wasserzählers selber abzulesen und den aktuellen Stand dem Unternehmen mitzuteilen. Mit Anyline 11 erhalten die Kunden einen Link via Email, öffnen über diesen eine Website, scannen so den Zähler und schicken die Daten zurück an das Unternehmen – auch hier ist keine App nötig.

Kein Server nötig

Anders als andere OLCR-Lösungen braucht Anyline 11 keine Internetverbindung, um die Textanalyse durchzuführen – denn die Analyse findet nicht auf einem fremden Server, sondern auf dem Smartphone des Users statt. Diese Offline-Funktion hat unter anderem den praktischen Nutzen, dass der Service auch bei schlechter oder nicht vorhandener Internetverbindung genutzt werden kann. Außerdem bietet diese Lösung mehr Datensicherheit, da keine fremden Server genutzt werden.

+++München digitalisiert Parkkontrollen mit Anyline+++

Derzeit erkennt Anyline 11 Seriennummern inklusive diverser Voucher zu Kundenbindungsprogrammen, Fahrgestellnummern bei Autos, sowie Strom- und Wasserzähler. In Zukunft sollen es auch möglich sein, weitere Dokumente wie Reisepässe und Führerscheine zu scannen. Die Lösung läuft in den Browsern Chrome und Safari, sowie auf den Android- und iOS-Geräten der vergangenen Jahre.

Video-Interview mit den Co-Foundern von Anyline

Redaktionstipps

Martin Pacher

Wiener Impact-Startup Inoqo sichert sich sechsstelliges Investment und Förderung

Das Wiener Startup Inoqo rund um den Gründer und Impact-Investor Markus Linder entwickelt eine App, die es Konsumenten ermöglicht, ihre Einkäufe automatisch zu tracken und den Konsumenten faktenbasiert aufzeigt, welchen CO2-Fußabdruck ihr Einkauf hat. Für das weitere Wachstum konnte sich Inoqo nun ein sechsstelliges Investment sichern. Zudem erhielt das Startup eine ebenso im sechsstelligen Bereich liegende Förderung der aws und FFG.
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Inoqo
Inoqo Gründer Markus Linder | (c) Inoqo

Die verstärkte Sensibilisierung für die negativen Folgen der Klima- und Biodiversitätskrise für unseren Planeten führt dazu, dass immer mehr Menschen bereit sind, ihr Konsumverhalten zu ändern. Für viele Konsumenten, die den Willen für nachhaltiges Konsumieren haben, ist es aber in der Regel sehr zeitaufwändig und komplex, ihr eigenes Konsumverhalten in Einklang mit ihren eigenen Werten zu bringen. Schuld daran sind die komplexen Wirtschaftskreisläufe, die zu Intransparenz am Markt führen. 

+++ zum Fokus-Channel: Imapct & Enviroment  +++ 

Inoqo möchte Transparenz schaffen

Eine Lösung für dieses Problem möchte das Wiener Impact Startup Inoqo rund um den Gründer und Impact-Investor Markus Linder anbieten. Das Startup entwickelte eine mobile App, die den Nutzern faktenbasiert aufzeigt, ob ihr Kaufverhalten tatsächlich nachhaltig ist.  

Wie Linder gegenüber dem brutkasten erläutert, erhalten die Nutzer über die App unmittelbar Feedback zu ihrem Einkauf. Dazu zählt beispielsweise der gesamte Co2-Fußabdruck des Einkaufs oder ob einzelne Produkte für die Umwelt schädliche Inhaltsstoffe, wie beispielsweise Palmöl, enthalten. 

Die Features der App von Inoqo

Die App von Inoqo verfügt über zahlreiche innovative Features: So können die Nutzer vorab ihre eigenen Prioritäten definieren und werden anschließend darüber informiert, ob ihr Kaufverhalten mit diesen übereinstimmt. 

Zudem wird das Kaufverhalten analysiert und den Konsumenten veranschaulicht, welchen tatsächlichen Impact sie erzielt haben. “Wir können den Nutzern unmittelbares Feedback auf ihr Kaufverhalten geben, aber auch darstellen, welchen Einfluss ihr Kaufverhalten der letzten 30 Tage auf Biodiversität und Klima hat”, so Linder gegenüber dem brutkasten. Die Darstellung des jeweiligen Impacts erfolgt dabei anhand von anschaulichen Beispielen. “Wenn der Konsument eine entsprechende Anzahl an Bio-Produkten kauft, sieht er beispielsweise über die App, wie viel Lebensraum für eine bestimmte Anzahl an Bienen dadurch unterstützt werden konnte.”

Linder erläutert weiters, dass er mit seiner App bewusst auf Gamification und Nudging setzt. Nutzer können beispielsweise in der App Herausforderungen definieren und sich in weiterer Folge mit anderen Nutzern messen. Zudem soll es künftig möglich sein, dass ganze Gemeinden, Städten oder Unternehmen Teams bilden und in Sachen “Nachhaltigkeit” gegeneinander antreten natürlich immer mit dem gemeinsamen Ziel, die negativen Folgen der Klima- und Biodiversitätskrise durch nachhaltiges Konsumieren abzuschwächen.

Die App von Inoqo

Automatisches Tracking und Test-Phase

Das wohl spannendste Feature der Inoqo-App umfasst das automatische Tracking der einzelnen Produkte. Nutzer müssen laut Linder demnach keine Barcodes mit ihrem Smartphone scannen. Zur technischen Umsetzung hält sich Linder allerdings noch bedeckt, da sich eine frühe Version der Lösung derzeit mit Testnutzern in der Validierungsphase befindet. Interessenten, die sich an der Testphase beteiligen wollen, können sich übrigens über die Website von Inoqo als Beta-Tester bewerben.

Sechsstelliges Investment und Förderungen 

Für die weitere Entwicklung der App und das Wachstum von Inoqo hat das Startup ein sechsstelliges Pre-Seed-Investment erhalten. Details zu dem Investment will Linder im Herbst,  im Rahmen einer für dann geplanten größeren Seed-Runde bekannt gegeben.

Neben dem Pre-Seed-Investment konnte sich das Startup darüber hinaus eine sechsstellige Förderung seitens  der aws und der FFG sichern. Zudem wurde Inoqo auch unter die Top-10 Finalisten des aktuellen Durchgangs von greenstart gewählt, dem Inkubator-Programm des Klima- und Energiefonds. 

Wachstum und Skalierung

Mit dem frischen Kapital soll laut Linder unter anderem das Team von Inoqo aufgestockt werden. “Aktuell sind wir auf der Suche nach Senior Back- und Frontend Developern”, so Linder, der in der Skalierung von Geschäftsmodellen und dem Aufbau von Teams reichlich Erfahrung mitbringt. Linder ist nämlich kein geringerer als der Co-Founder des österreichischen Startups Zoovu, das ebenfalls einen smarten Assistenten auf den Markt gebracht hat, der Konsumenten bei Kaufentscheidungen berät. 

Zoovu hat mittlerweile seinen Sitz nach London verlegt, zählt knapp 200 Mitarbeiter und konnte bislang mehr als 25 Millionen US-Dollar an Risikokapital aufstellen. 2019 zog sich Linder, der nach wie vor Anteilseigner an Zoovu ist, aus dem operativen Geschäft zurück, um sich voll und ganz dem Thema Nachhaltigkeit und seiner Tätigkeit als Impact-Investor zu widmen – der brutkasten berichtete.

Das Geschäftsmodell von Inoqo

Im Gespräch mit dem brutkasten nimmt Linder auch Bezug zum Geschäftsmodell von Inoqo: “Über die App und die Community von Inoqo können Unternehmen künftig ihre nachhaltig produzierten Produkte zielgruppenorientiert bewerben. Vereinfacht gesagt, bieten wir eine erweiterte Version von Affiliate Marketing an, das wir von der Online-Welt in die Lebensmittelgeschäfte bringen”. 

Derzeit wird laut Linder das Geschäftsmodell validiert und im Rahmen der Testphase letzte Hypothesen in Bezug auf das Nutzerverhalten überprüft. Den Wachstumsmarkt sieht er dafür jedenfalls gegeben. “Wir sehen das Potential, künftig dreistellige Millionenbeträge an Umsatz mit Green Brands erzielen zu können”, so Linder abschließend.


=> zur Page des Startups

Brutkasten-Nachlese zu Markus Linder, Zoovu und Inoqo:

Videoarchiv: Zu Inoqo und Markus Linder

Markus Linder im Interview zu Inoqo

Ein Global Market Leader will Konsumenten zur Nachhaltigkeit verhelfen | Markus Linder im Live Talk

Markus Linder Entrepreneur und Impact Investor, baut nach seinem Teil-Exit bei Zoovu den nächsten globalen Market-Leader und will Konsumenten dabei unterstützen, nachhaltig einzukaufen.

Gepostet von DerBrutkasten am Donnerstag, 16. Januar 2020

Die aktuelle Folge von „One change a week“

Markus Linder erläutert in der wöchentlichen brutkasten Serie „One change a week“, welchen Beitrag Konsumenten im Kampf gegen die Klima- und Biodiversitätskrise leisten können. In der Serie spricht er zudem über Business-Opportunities für Startups mit nachhaltigen Geschäftsmodellen.

Markus Linder im Hintergrund-Talk: Flatten the Curve: Schaffen wir das auch für die Klimakrise?

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