2007 startete mit Seedcamp in London das erste Accelerator-Programm in Europa, nachdem das Konzept zwei Jahre zuvor von Y Combinator im Silicon Valley eingeführt wurde. Danach folgten unzählige weitere Programme in ganz Europa. Allein im Jahr 2016 kamen laut einer nun veröffentlichten Studie von Venionaire Capital 26 neue Accelerators in Europa dazu. Was genau ein Accelerator ist, sei Definitionssache, da der Begriff nicht ausreichend von verwandten Konzepten, wie Inkubator-Programmen abgegrenzt sei, heißt es in der Studie. Man habe daher eine klare Abgrenzung angewandt: Als Accelerator gelten in der Studie demnach Programme, die einen fixen Zeitplan haben, Mentoring und Fortbildungen enthalten und an deren Ende ein Demo-Day und Fundraising stehen.

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Starker Trend zur Spezialisierung

Wie die Studie ergab, herrscht aktuell eine Tendenz zur immer stärkeren Spezialisierung von Accelerators. Dabei wurden Internet of Things (IoT), Software as a Service (SaaS), FinTech und der Mobile-Bereich als die momentan bedeutendsten Felder ermittelt. Auch wurde festgestellt, dass gerade in Europa ein hohes institutionelles Interesse an den Programmen besteht. So beziehen 27 Prozent der untersuchten Accelerators entweder einen Teil oder ihre gesamten Mittel aus öffentlicher Hand. Für ihr Ranking der 20 Top-Accelerators legte Venionaire zwölf Beurteilungskriterien zugrunde:

  1. Gesamtbewertung des Portfolios
  2. Anzahl an Startups, die das Programm durchlaufen haben
  3. “Überlebensrate” akzelerierter Startups innerhalb eines Jahres nach dem Programm
  4. Anzahl der Exits
  5. Jahre, die es das Programm bereits gibt
  6. Der Pool internationaler Mentoren und Partner
  7. Social Media-Reichweite
  8. Folgeinvestments nach dem Programm
  9. Verhältnis zwischen Bewerbern und aufgenommenen Startups
  10. Durchschnittliche Größe der Exits
  11. Medienvolumen
  12. Dauerhafte Business-Partner

⇒ Link zur Studie

Das Ranking

Sieger des Top 20-Rankings wurde Europas erster Accelerator: Seedcamp aus London. Mit 23 Exits mit einer durchschnittlichen Summe von 35 Millionen Euro bei 235 Startups, die das Programm durchlaufen haben setzt sich Seedcamp gegen den ebenfalls britischen MassChallenge Accelerator (Platz 2) und Wayra aus Spanien (Platz 3) durch. Österreichsicher Accelerator ist keiner unter den Top 20.

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