Die Startup-Schmiede Rocket Internet hatte aufgrund des Börsengangs im Herbst des Vorjahres Verluste für 2014 zu verzeichnen. Trotzdem wird der Expansionskurs weiter eingehalten. Seit Oktober sei der Wert des Firmenportfolios um zwei Milliarden auf 4,6 Milliarden Euro gestiegen.

Rocket nutzt bewährte Internetgeschäftsmodelle und überträgt sie auf neue Märkte – vor allem in Schwellenländern und Europa, um sie dort groß zu machen. Seit der Gründung 2007 hat das Unternehmen sein Portfolio auf mehr als 100 Startups in 110 Ländern ausgebaut. 2015 sollen laut Samwer zehn weitere Jungfirmen hinzukommen. Dank eines Bargeldbestands von 1,4 Milliarden Euro im April dürfte zunächst genügend Geld für Investitionen vorhanden sein.

Aus dem Jahresbericht der Startup Schmiede lässt sich schließen, dass die Kosten des Börsengangs plus fehlende Verkäufe von Beteiligungen ausschlaggebend für die Verluste sind.  Deswegen fiel ein Verlust von 20,2 Mio. Euro nach einem Gewinn von 174,2 Mio. Euro im Vorjahr an, als Anteile am Online-Modehändler Zalando veräußert wurden. Der Umsatz stieg 2014 dank des Wachstums bereits konsolidierter E-Commerce-Unternehmen in Brasilien um 43 Prozent auf 104 Mio. Euro.

Vor allem Investitionen in Essenslieferdienste steigerten den Wert des Firmenportfolios. Ziel von Rocket sei es nun, die Anteile der Beteiligungen zu Mehrheiten auszubauen, kündigte Rocket-Chef und -Mitgründer Oliver Samwer an.

DerBrutkasten hat ein Interview mit dem Essensdienst Eatfirst aus der Rocket Internet-Schmiede geführt. In den letzten Jahren hat Rocket Internet seinen goldenen Riecher für Investments immer wieder unter Beweis gestellt.

So sieht es bei Rocket Internet aus.

Quelle: Wirtschaftsblatt