Jüngster Neu-Milliardär im kommunistischen China ist Wang Han. Er hat Anteile an der Billig-Fluglinie Juneyao, deren Höhenflug nicht zu stoppen ist. Doch er ist nicht alleine. 74 neue Milliardäre hat der Boom der Börse Shanghai heuer bereits hervor gebracht.

Wang Han, der ein Nettovermögen von über 1,2 Milliarden Dollar sein eigen nennen kann, ist einer jener Begünstigten, die vom rasanten Aufschwung der Börse Shanghai profitieren: 58 Prozent hat sie seit Jahresbeginn zugelegt und dabei nebenbei eben ganze 75 Aktionäre zu Milliardären gemacht.

Der Grund für Wang Hans Aufstieg in die Elite-Liga ist der chinesische Billigflieger Juneyao Airlines, an dem er 27 Prozent hält – als Erbe seines 2004 verstorbenen Vaters. Juneyao wurde am 27. Mai in Shanghai an die Börse gebracht und stieg seither jeden Tag zuverlässig um 10 Prozent – mehr erlaubt das Börsen-Reglement nicht an einem Tag. Und das wird wohl noch einige Zeit so weitergehen: „Juneyao ist eine neue Aktie, auf die die Investoren stehen“, meint Li Xiaolu, Analyst bei Capital Securities in Shanghai. „Die kann noch weiter springen.“

Nicht zuletzt deswegen, weil ertragreiche Fluglinien am Börsenplatz Shanghai dünn gesät sind. Die geringen Margen für Fluglinien in China machen es schwer, ordentlich Geld zu verdienen, weiß Li. Mit einer Marktkapitalisierung von 23,7 Milliarden Yuan (3,8 Milliarden Dollar) ist Juneyao schon jetzt mehr wert als Air Canada oder Air France-KLM – und das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange.

Wang Han kann warten – und mit ihm zwei Brüder seines Vaters, die ebenfalls noch erheblich an dem Unternehmen beteiligt sind: Wang Junjin, CEO der Fluglinie, hält nicht nur 26 Prozent an dem Unternehmen sondern auch noch 14 Prozent an der Einzelhandelskette Wuxi Commercial Mansion Grand Orient und hat ebenfalls bereits die Milliarde Dollar überschritten. Und sein Bruder Wang Junhao ist auf dem Sprung dazu.

Quelle: Wirtschaftsblatt