Der digitale Zeitungs-Kiosk Blendle aus den Niederlanden launcht nun auch in Deutschland. Diese Woche startete der Online-Zeitungshändler in seine Beta-Phase. Das besondere am Kiosk ist, dass man nicht ganze Zeitungen oder Magazine kauft, sondern für die Artikel zahlt, die man tatsächlich lesen möchte. 37 Medien konnten zum Start gewonnen werden, unter anderem “Bild”, “Die Zeit” und der “Spiegel”.

Das Startup wurde von Alexander Klöpping und Marten Blankesteijn im Jahr 2013 gegründet und hat nach eigenen Angaben bereits mehr als 300.000 Nutzer in den Niederlanden. Im Oktober investierten die New York Times und der Medienkonzern Axel Springer zusammen 3 Millionen Euro. Springer-CEO Mathias Döpfner zum Kauf: “Blendle hat das Potenzial, junge und internetaffine Nutzer anzuziehen”.

Wie funktioniert Blendle? User können in den Zeitungen blättern, lesbar sind aber nur die Überschriften. Möchten sie einen Beitrag lesen, müssen sie zahlen. Die Preisstruktur soll niedrig gehalten werden und Artikel sollen demnach nur wenige Cents kosten.

Interessant ist, was passiert, wenn man mit dem Artikel unzufrieden ist, denn man kann in diesem Fall sein Geld zurückfordern. Das kann den Verlagen natürlich Feedback zu einzelnen Artikeln (und Journalisten?) geben.

“Die allerbesten Artikel werden in Printzeitschriften und -zeitungen veröffentlicht, aber viele Leute haben kein Abonnement”, so Blendle-CEO Marten Blankesteijn (28). “Deshalb verpassen sie all diese tollen Storys. Mit Blendle haben Sie Zugang zu allen Zeitungen und Zeitschriften, ohne ein Abo oder eine ganze Ausgabe kaufen zu müssen. Sie bezahlen nur für die Artikel, die Ihnen gefallen – wenn Ihnen ein Artikel nicht gefällt, geben wir Ihnen Ihr Geld zurück.”

Einstweilen kann man Blendle nur in der Beta-Funktion ausprobieren, bis Ende Juli soll dann voll durchgestartet werden. Konkurrenz gibt es mit Pocketstory, das ebenfalls kürzlich gelauncht hat.

© Blendle: Online Kiosk

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