Im Sommer ging die FIA (Eurocouncil der Fédération Internationale de l’Automobile) der Frage nach, was für Daten von Fahrzeugen erfasst und übermittelt werden. “Die Analyse zeigt: Neben Fahrerprofil, Fahrzeug-Ortung und Fahrzeit werden auch die vom Mobiltelefon synchronisierten abgespeicherten Telefonnummern, Adressen und Mailadressen erfasst und im Speicher abgelegt”, so ÖAMTC-Leiter Bernhard Wiesinger in einer Aussendung des Österreichischen Automobil, Motorrad- und Touringclub. “Das ist nicht im Sinne der Autofahrer.”

My Car My Data: Klare Regeln zur Datenerfassung

Mit der Kampagne “My Car My Data” für die sich FIA und ÖAMTC einsetzen, werden klare Regeln zur Datenerfassung und -weitergabe aus dem Auto gefordert. Denn Zugriff auf die Daten hat nur der Autohersteller.

Bei einer Umfrage, die ebenfalls im Sommer stattgefunden hat, wurden über 12.000 Personen in zwölf europäischen Ländern befragt – auch 1.001 Menschen in Österreich. Das Ergebnis verblüfft: Tatsächlich befürwortet eine Mehrheit der Autofahrer die Aufzeichnung und Weitergabe von Daten. Allerdings kommt die Studie zum Schluss, dass dies nur unter bestimmten Voraussetzungen und zu definierten Zwecken erfolgen soll.

Klare Regeln für Datenerfassung

“86 Prozent der Österreicher würden ausgewählte Daten zur Pannenbehebung weitergeben. Allerdings möchten 91 Prozent den Pannendienst selbst wählen”, meint Wiesinger.

Darum fordert er klare Regeln. Auch eine klare Mehrheit der Österreicher sprechen sich laut Umfrage für gesetzliche Regelungen aus. “Man braucht für jedes Modell eine übersichtliche Liste, welche Daten erfasst, verarbeitet, gespeichert und weitergegeben werden. Der Konsument muss entscheiden können.”

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