Anfang 20 fiel sie zweimal durch die Uni-Prüfungen, sie versuchte sich als Stand-Up-Comedian, arbeitete anschliessend bei Disney World als Comic-Figur “Goofy”, um dann sieben Jahre lang Faxgeräte zu verkaufen. Danach erfand sie die figurformende Unterwäsche “Spanx” und wurde zur jüngsten Selfmade-Milliardärin der Welt. Heute ist die Produktpalette der 43-Jährigen auf 200 Stück angewachsen und in 11.500 Läden in 40 Ländern erhältlich

“Faxgeräte zu verkaufen war der härteste Job meines Lebens. Die Leute haben meine Visitenkarte vor meinen Augen zerrissen, bevor sie mich vom Sicherheitsdienst aus ihren Büros werfen liessen”, sagte Sara Blakely in einem Interview mit dem Forbes-Magazin. Aber sie lernte die wichtigste Lektion für ihr späteres Leben als Unternehmerin: Sich nicht abwimmeln zu lassen.

+++ Mehr zum Thema: Aus diesen Fehlern haben junge Millionäre gelernt +++

Studium abgebrochen

Am Anfang hatte sie weder Geld für einen Anwalt, noch Geld um sich ihr Produkt, also die unsichtbaren, figurformenden Strumpf- und Unterhosen, patentieren zu lassen. Gearbeitet wurde im eigenen Badezimmer. Für Spanx benutzt sie das Material einer Feinstrumpfhose. “Es beult nicht und retuschiert die Cellulite weg”.

Sie verbrachte Nächte in der Bibliothek in Georgia, um sich Patentrecht selbst beizubringen. Sie klopfte persönlich an die Türen der Strumpffabrikanten, um sie davon zu überzeugen ihr Produkt herzustellen.

Als die US-Talkmasterin Oprah Winfrey “Spanx” in ihrer Sendung vorstellen wollte, stand sie vor einem Problem. Ein Filmteam, wollte sie auf ihrem Arbeitsplatz filmen. Weil es so etwas, wie ihr eigenes Büro oder Mitarbeiter nicht gab, entschied sie sich dieses Umfeld für den TV-Auftritt einfach zu fälschen. Sie wollte keinesfalls unprofessionell wirken. Eine Location wurde gefunden, ihr Freundeskreis mimte ihr Team. Mit Erfolg. Heute ist Spanx das heißeste Geheimnis von Hollywood. Wenn sich Stars wie Sarah Jessica Parker, Gwyneth Paltrow, Sandra Bullock oder Eva Longoria auf dem roten Teppich zeigen.

“Geld verstärkt, wer du bist”

Gefragt, wie der plötzliche Erfolg ihr Leben verändert habe, sagt sie gegenüber US-Medien: “Geld ist großartig. Ich habe da nie Probleme gehabt. Es zu verdienen, es zu verbrauchen oder zu verschenken, ist wunderbar. Geld verstärkt, wer du eh schon bist. Wenn du ein Arschloch bist, macht es dich zu einem noch größeren Arschloch. Wenn du freundlich bist, macht es dich freundlicher.” Sara Blakely ist die erste Milliardärin, die The Giving Pledge unterzeichnete und sich damit verpflichtet, den größten Teil ihres Vermögens für wohltätige Zwecke zu spenden.

Übrigens hat Sara Blakely inzwischen schon wieder eine neue Idee: Sie will bequeme High Heels erfinden.

Quelle