Man muss zwei Mal hinsehen, um tatsächlich das Ernst-Happel-Stadion in den drei ineinander verkeilten Figuren zu erkennen, die im ersten Bezirk in Wien aufgebaut wurden. Mitten am Graben, in unmittelbarer Nähe zur Pestsäule, wird für den Wirtschaftsstandort Wien geworben.

170.000 Arbeitsplätze soll die Skulptur darstellen. Daher mussten es auch gleich drei Ernst-Happel-Stadien sein. Denn rund so viele Menschen arbeiten in der Wiener Industrie und Produktion – das erklärte zumindest Finanzstadträtin Renate Brauner (SPÖ) beim Auftakt der “Made in Vienna“-Kampagne diese Woche. Mit “Made in Vienna” – so der Name der Aktion – sollen Produkte der Wiener Unternehmen in Szene gesetzt werden. So werden etwa von der “iSi Gruppe” mit Standort in Wien jährlich Sahnekapseln für 2,4 Milliarden Portionen Schlagobers produziert. Oder, was wenige wissen, 4.000 Mannerschnitten täglich im Männer Shop Nahe dem Wiener Stephansdom verkauft.

Made in Vienna soll daher auf die Kraft der Wiener Wirtschaft aufmerksam machen. Wien ist eben nicht “nur” Kunst und Kultur.

Es ist übrigens die erste gemeinsame Standortkampagne von der Stadt Wien, der Wirtschaftsagentur Wien und der Industriellenvereinigung. Die Werbeaktion kostet rund 900.000 Euro.