Die mentale Gesundheit ist für den Menschen genauso wichtig, wie körperlich fit zu bleiben. Einer Arbeit nachgehen zu können und geistig gefordert zu sein, trägt langfristig nicht nur dazu bei, dass man eine Perspektive im Leben hat, sondern auch, dass man gesund bleibt. Besonders Jugendliche, die keine Arbeit finden, haben es heutzutage schwer. Oft passiert es, dass sie den sozialen Anschluss verlieren und nur schwer selbst wieder herauskommen.

Das ES GEHT! Projekt “Gemma schepfn” aus Villach der BAWAG P.S.K macht vor, wie sozial benachteiligten Jugendlichen aktiv geholfen werden kann. Peter Tiefling, der Kundenbetreuer aus der Filiale in Feistritz, unterstützt die Initiative, die Jugendliche mit umliegenden Unternehmen zusammen bringt, ihnen einen Einblick in die Arbeitswelt ermöglicht und ihnen dadurch hilft, den Weg zurück in die Gesellschaft zu finden. Zusammen mit dem Verein pro mente: kinder jugend familie arbeitet man direkt mit Unternehmen aus der Dienstleistung, Produktion oder dem Handwerk zusammen. Dabei steht die berufliche Integration der Jugendlichen im Fokus. Begleitet werden sie außerdem von ausgebildetem Fachpersonal, sowie von Menschen, die in der Wirtschaft tätig sind. Die Heranwachsenden sollen dadurch eine ehrliche Chance bekommen und sich nicht wieder alleine gelassen fühlen. „Gemma schepfn!“ kann zwar keinen Job garantieren, aber zumindest Hoffnung bieten und Chancen steigern.

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Peter Tiefling, Unterstützer von Seiten der BAWAG P.S.K.

“Das Projekt fördert den Einstieg von Jugendlichen in die Arbeitswelt”, so BAWAG P.S.K. Betreuer Tiefling. “Die Jugendlichen kommen aus den verschiedensten familiären Verhältnissen. Teilweise sind das Street-Kinder oder etwa Kinder, die geistig ein bisschen beeinträchtigt sind. Die wissen oft nicht, dass sie in der Früh aufstehen müssen oder sich morgens etwas zu Essen kaufen müssen, damit sie mittags kochen können.” Durch die Initiative bekommen die jungen Menschen aber die Möglichkeit zu sehen, wie die Arbeitswelt ist und im besten Fall kann es zu einem nahtlosen Übertritt in die reale Arbeitswelt kommen. Außerdem soll ihnen alles nötige Know-how mit auf den Weg gegeben werden.

Marcel Fiebiger ist einer jener Jugendlicher, denen geholfen werden konnte: Dem Deutschen viel es anfangs schwer, hier in Österreich, ganz ohne Netzwerk, Fuß zu fassen, heute arbeitet er in einem Hauben-Restaurant.

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Wolfgang Kogler von pro mente: kinder jugend familie

“Das Faszinierende ist zu sehen, wie das Selbstwertgefühl der Jugendlichen dank dem Projekt wächst, wie sie eine Identität bekommen und wieder Hoffnung schöpfen. Ich glaube, dass diese Jugendlichen einfach eine Chance verdient haben”, so Tiefling.

Wieso heißt die Initiative “Gemma schepfn”? “Das ist ein kärntnerischer Ausdruck und heißt ‚Fang an zu Arbeiten!'”, schließt Wolfgang Kogler von pro mente: kinder jugend familie. “Die Jugendlichen sollen durch das Projekt motiviert werden, am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen”.

Bei einer Auktion in Villach wurde nun der Reinerlös dem Projekt “Gemma Schepfn” zur Verfügung gestellt. Hier das Video und noch mehr Informationen zur Initiative:

Dieser Beitrag ist Teil einer entgeltlichen Kooperation mit der Initiative ES GEHT! der BAWAG P.S.K.- Die inhaltliche Verantwortung liegt bei der Redaktion.