Slack spiegelt den Trend einer modernen und zeitlich wie räumlich flexibleren Arbeitsweise in einer digitalen Zeit wieder: immer und überall erreichbar sein. Es ist ein Messenger-Dienst für Unternehmen. Ein Kommunikationstool mit dem man auf einfache Weise Ideen unter Arbeitskollegen austauschen kann oder Projekte teilen kann. Das Tool vereinfacht das miteinander arbeiten, wenn das Team nicht am selben Ort sitzt.

Die Arbeitsmoral in Startups spiegelt vielleicht einen wachsenden Trend wieder: Das Team “lebt” die Arbeit. Wer heute selber gründet oder in einem Startup beginnt, weiß, dass Arbeitszeiten nicht genau eingehalten, Überstunden nicht bezahlt werden und ständige Erreichbarkeit vorausgesetzt wird. An den Wochenenden, so wie auch im Urlaub.

Slack vereinfacht es, immer und überall in Kontakt zu bleiben. Push Nachrichten erreichen den User, sobald jemand etwas in die organisierte Gruppe postet. Dabei ermuntert einen das Tool beim Starten der mobile App, der Webapp oder im Browser: “Alright, world, time to take you on”, “What a day” oder “Remember to get up and strech” sind nur Beispiele.

Und die Anzahl der User bestätigt seinen Erfolg. Laut Wirtschaftsblatt hat das neun-Monate-junge Unternehmen seit seiner Markteinführung im Februar über 360.000 User neu gewonnen. 15.000 benutzen das Tool täglich. Ohne relevanten Ausgaben für Marketing und Vertrieb errechnet man ein 25faches Wachstum für den Messenger Dienst. Ziel ist es, mittelfristig circa 10 Millionen US-Dollar zu erwirtschaften. Seit Unternehmensstart wurden in Slack circa 180 Millionen US-Dollar ivestiert, Investoren bewerten das Unternehmen auf über eine Milliarde Euro.

Unter den bekennenden Slack “Fans” findet man auch sehr bekannte Nutzer des Tools. Dustin Senos, Design Lead von Medium etwa über Slack: “Wir haben etwas gesucht, das uns in der Team-Kommunikation unterstützt und nichts hat richtig gepasst, bis wir begonnen haben, mit Slack zu arbeiten”

Das junge Unternehmen ist seit seiner Gründung rasant gewachsen. Über 100 Mitarbeiter beschäftigt es und trotzdem beläuft sich laut Fortune die Burning-Rate bloß auf 100.000 US-Dollar im Monat.

Ob CEO Stewart Butterfield daran denkt, Slack zu verkaufen? “Ich bin jetzt 41 Jahre alt und glaube nicht, das ich noch einmal so eine große Gelegenheit bekommen werde”, verneint er bei der DLD-Konferenz.

 

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