Dass sich für Österreichs Jungunternehmer-Szene derzeit einiges tut, steht außer Frage. Dennoch: Eine kommerzielle Grundlage zum „Think Big“ wurde bislang noch nicht gefunden. Im Global Innovation Index liegt Österreich lediglich auf Platz 20, bei den Venture Capital Deals schneidet das Land noch schlechter ab (Platz 33). Die Jungunternehmer im österreichischen Gewerbeverein wollen sich mit dieser schlechten Bilanz nicht zufrieden geben. Am Dienstag gingen sie darum in Form von Expertengesprächen der Frage nach, warum weltweite Erfolgsgeschichten nicht aus Österreich kommen. Als Gäste waren Richard Lutschuonig von Paybon und Markus Breitenecker, Gründer von Puls 4, geladen.

Nur Mut

Ein Hauptproblem sei, dass für die zweite und dritte Finanzierungsrunde in Österreich zu wenig Investorengeld zur Verfügung stehe, meinten die Experten. Breitenecker betonte weiter, dass Angriff die beste Verteidigung sei und man sich nicht vor den „big Five“ aus dem Silicon Valley fürchten dürfe. Immerhin wäre der Testmarkt im deutschsprachigen Raum groß genug. Wichtig sei aber eine gezielte Förderung österreichischer Stärkefelder – vor allem in den Bereichen Industrie, Maschinenbau, Sport/Tourismus und Ökologietechnologie.

Auch Oma versteht Startups

Darüber hinaus gehe es laut Lutschuonig auch um eine Zusammenarbeit mit den Medien. So würde jeder einzelne Beitrag helfen, das nötige gesellschaftliche Bewusstsein für junge Unternehmen und Startups zu schaffen. „Seit meine Oma 2 Minuten 2 Millionen schaut, glaubt sie zu wissen, was ich den ganzen Tag tue“, sagte Lutschuonig. Woran weiterhin gearbeitet werden müsse: An einer verbesserten Scheiterkultur und einem experimentierfreudigerem Investorenumfeld.