Der Börsengang der Beteiligungsgesellschaft German Startups Group aus Berlin wurde abgesagt. Nachdem der Angebotszeitraum erst letzte Woche verlängert wurde, entschied man sich nun dazu, den IPO* komplett abzusagen.

Gründer und Vorstandschef Christoph Gerlinger sei enttäuscht. Aber “Angesichts unseres erfolgreichen Geschäftsmodells waren wir nicht bereit, nur wegen eines ungünstigen Timings Abstriche beim Volumen oder dem Angebotspreis der Aktien zu machen”, betont er. Man glaube außerdem nicht, dass diese Entscheidung nun Auswirkungen auf den positiven Geschäftsverlauf haben werde. Schuld sei das “fragile Kapitalmarktumfeld”, das es derzeit nicht möglich mache, zu einem angemessenen Kurs an die Börse zu gehen.

Die German Startups Group machte in der Vergangenheit mit erfolgreichen Beteiligungen aufmerksam. Investitionen in erfolgreiche Startups wie der Musik-Dienst Soundcloud, Brillen-Shop Mr. Spex, Essens-Lieferant Delivery Hero oder Putzdienst Book a Tiger sind im Portfolio des Investors, in dem sich insgesamt rund 40 Unternehmen befinden. Im letzten Jahr nahm der Wagniskapitalgeber rund 1,4 Millionen Euro ein. Fokus sind junge, schnell wachsende Unternehmen. Rund 60 Millionen Euro wollte man beim IPO einsammeln. Daraus wird vorerst nichts. Die Pläne sollen laut Management aber nur aufgeschoben werden.

Foto vom Gründer und Vorstandschef der German Startups Group Christoph Gerlinger:

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Quelle, ©GSG

Begriffserklärung:  “IPO” kommt aus dem Englischen – “initial public offering” – und bedeutet Börsengang.

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