„Dauerhaft war die politische Tätigkeit in einer im Aufbau befindlichen Partei mit der Position an der Spitze eines schnell wachsenden Unternehmens, das vollständige Aufmerksamkeit erfordert, nicht kombinierbar“, begründete Unternehmer und NEOS-Politiker Niko Alm gestern auf seiner Website seinen Rückzug als Geschäftsführer von VICE CEE.

Theorie und Praxis

Im September 2013 hatte sich das Medienunternehmen VICE an der von Alm gegründeten Super-Fi-Gruppe beteiligt. Zusammen mit Stefan Häckel übernahm Alm die Geschäftsführung der neu gegründeten VICE CEE Holding mit Büros in Wien, Warschau und Zürich. Praktisch zum selben Zeitpunkt zogen die NEOS in den Nationalrat ein. „Das war doch eine unerwartete Umstellung innerhalb von wenigen Tagen gleich zwei neue Jobs anzutreten“, sagt Alm. Ursprünglich hatte er geplant, politische Tätigkeit und Management Agenden zu je 50 Prozent auszuführen. In der Praxis war dies aber nicht umsetzbar.

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Mehr Investitionen in Startups

Bereits seit März ist Stefan Häckel nun alleiniger operativer Geschäftsführer der Unternehmensgruppe. Alm wird in beratender Funktion weiterhin in der Firma tätig sein, möchte sich nun aber auch stärker um seine Startup-Beteiligungen kümmern. Immerhin habe er durch seinen Rücktritt als Geschäftsführer ein „Schmerzensgeld“ bekommen, das er sogleich in eine Hand voll Startups investieren wolle. Laut „trend“ soll Alm schon im Februar einen sechsstelligen Betrag in das Musik-Startup Record Bird investiert haben.

Die Frage, ob ihm der Rücktritt als Geschäftsführer leid tue, verneint der 40-Jährige. „Der Schritt erfolgt ohne Wehmut, sondern mit dem Gefühl, etwas aufgebaut zu haben“, war auf Alms Website zu lesen.

Auf Facebook fallen die Reaktionen auf die Nachricht durchwegs positiv aus. Viele User gratulieren Alm zu seinem Schritt.