Es scheint, als würde die Sportartikelbranche gerade Musterschüler-haft die Digitalisierung bewältigen und geschlossen Kurs auf de Zukunft nehmen. Nike spielt quasi schon seit Tag eins im Fitness-Tracker und -App-Geschäft mit und Under Armour ist kürzlich ebenfalls auf den Zug aufgesprungen. Fast ein Jahr nachdem Adidas das Linzer Fitness-Tracker-Startup Runtastic übernommen hat, greift jetzt auch Asics zu. Der japanische Sportartikelhersteller übernimmt das US-Startup Runkeeper vollständig von Gründer Jason Jacobs und drei VCs.

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Runkeeper hat 33 Mio. Nutzer

Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Asics integriert FitnessKeeper, die Firma hinter der App, in ein neu geschaffenes Tochterunternehmen in den USA. Laut Gründer Jason Jacobs soll sich für RunKeeper-Nutzer bis auf weiteres nichts ändern. Runkeeper hat laut Übernahme-Prospekt derzeit rund 33 Mio. Nutzer weltweit. Asics hält die Beschreibung der Zusammenlegung in dem Übernahmeprospekt eher allgemein. Eine Ankündigung von Runkeeper vom Jahresbeginn könnte aber ein Hinweis auf die künftige Integration sein.

Rabatte für besonders fitte Nutzer

Im Jänner hat Jacobs angekündigt, dass der App-Anbieter eine eigene Modelinie herausbringen wird. Erreicht ein Nutzer in der App bestimmte Ziele, könne er Rabatte für Fitnessbekleidung freischalten. Dass dieses Modell für Asics mehr als interessant ist, liegt auf der Hand – insbesondere, sollte die Angabe Jacobs stimmen, dass das Gros der Runkeeper-Nutzer mit Asics-Schuhen läuft. Auch für Runkeeper kommt die Übernahme sehr gelegen. erst vergangenen Sommer musste der App-Anbieter 30 Prozent der Mitarbeiter entlassen, um den Fokus weg von einer Vergrößerung der Nutzerzahl, hin zu mehr Umsatz zu verlegen.

Zum Übernahme-Prospekt von Asics/Runkeeper (PDF)

Zur Ankündigung von Jason Jacobs