7lytix und newsadoo: 2 Millionen Euro Investment für Linzer KI-Startups

Wie die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich (RLB OÖ) bekanntgab, investiert sie über ihre Beteiligungsholding Raiffeisen Innovation Invest GmbH insgesamt rund zwei Millionen Euro in die beiden Linzer Startups 7lytix und Newsadoo.
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RLB OÖ investiert in 7lytix und newsadoo
(c) newsadoo / Robert Gortana: newsadoo CEO David Böhm (l.) und 7lytix CEO Franziskos Kyriakopoulos (r.)
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zusammengefasst mit der Unterstützung
des Linzer-Startups Apollo AI.

7lytix hat eine Software für die Bedarfs- und Absatzprognose für Handel und Industrie entwickelt (predictive analytics). newsadoo arbeitet mit Verlagen zusammen und liefert seinen (End-)Usern per App auf die individuellen Interessen abgestimmte Nachrichten. Dabei haben die beiden Linzer Startups – abgesehen vom Standort – zwei Dinge gemeinsam. Erstens liegt beiden Lösungen die Arbeit mit Künstlicher Intelligenz (KI) zugrunde. Zweitens haben sie neuerdings den selben Investor im Portfolio.

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7lytix und newsadoo: 2 Startups 2 Millionen

Denn wie die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich (RLB OÖ) nun bekanntgab, investiert sie über ihre Beteiligungsholding Raiffeisen Innovation Invest GmbH insgesamt rund zwei Millionen Euro in die beiden Unternehmen. Wie sich die Summe genau aufteilt, wurde nicht bekanntgegeben. 7lytix hatte sich im Frühjahr 2017 bereits einmal ein Millioneninvestment geholt – damals stieg die Deutsche CFP Holding ein. Für newsadoo ist es die erste große Kapitalrunde.

Die Raiffeisen Innovation Invest war bislang zwar über den OÖ Hightechfonds und capital300 sowie im Rahmen des Programms PIER4 indirekt an Startups beteiligt. Die nun erfolgten Kapitalrunden sind aber die ersten direkten Startup-Investments des 2017 gestarteten VC-Arms der RLB OÖ.

RLB OÖ: „vielfältiges strategisches Potenzial“

RLB OÖ-Beteiligungsvorstand Reinhard Schwendtbauer kommentiert: „Uns hat als Investor bei 7lytix nicht nur die Kompetenz im Bereich der angewandten KI überzeugt. Wir erkennen aufgrund des Geschäftsmodells auch ein vielfältiges strategisches Potenzial, das sich aus der Beteiligung für die RLB OÖ ergibt“. Durch die Beteiligung an newsadoo finanziere man den weiteren Marktaufbau und die weitere Internationalisierung der Newsplattform.

Redaktionstipps

die Redaktion

Notare sind so digital wie nie zuvor – zumindest bis 31. Dezember

Der Corona-Lockdown brachte einen zusätzlichen Push für die Einführung digitaler Notariatsakte. Derzeit ist die zugrunde liegende Gesetzesänderung aber noch befristet.
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Corona-bedingt wurden auf einen Schlag mehrere weitere digitale Amtshandlungen beim Notar möglich
Corona-bedingt wurden auf einen Schlag mehrere weitere digitale Amtshandlungen beim Notar möglich - Symbolbild (c) Adobe Stock - fizkes
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Während des Corona-Lockdowns musste es plötzlich ganz schnell gehen: Die Digitalisierungsstrategie der Notare in Österreich bekam einen unerwarteten Push. War etwa die GmbH-Gründung bereits seit 2019 digital möglich, kam im Frühling nun mit einem Schlag eine ganze Reihe von weiteren notariellen Amtshandlungen hinzu, die sonst schrittweise eingeführt worden wären.

Begonnen hat die Digitalisierung der heimischen Notariate freilich nicht erst jetzt sondern bereits vor 20 Jahren. Im Jahr 2000 machte die Notariatskammer (ÖNK) mit cyberDOC, dem elektronischen Urkundenarchiv des österreichischen Notariats, den Anfang. Dieses sorgt für die sichere und vertrauliche Archivierung und Zustellung von Dokumenten. Ein bahnbrechender Schritt – hat das österreichische Notariat damit doch eine Führungsrolle bei e-Government-Lösungen übernommen. Mittlerweile wurden mehr als 2,2 Millionen notarielle Urkunden signiert und nach dem neuesten Stand der Technik verschlüsselt, gespeichert und abgelegt.

Diese digitalen Amtshandlungen sind zumindest bis 31. Dezember möglich

Zurück in die Gegenwart: „Ausbau und Festigung unserer Vorreiterrolle im österreichischen Rechtssystem als Schnittstelle zwischen analoger und digitaler Welt ist ein wesentliches Anliegen“, sagt ÖNK-Präsident Michael Umfahrer heute. Er spricht damit nicht nur sein Herzensprojekt, die digitale GmbH-Gründung, an, sondern auch die oben erwähnten neu ermöglichten digitalen Amtshandlungen, für die freilich genaue, gesetzlich festgelegte Anforderungen bestehen.

Michael Umfahrer
Michael Umfahrer, Präsident der Österreichischen Notariatskammer. (c) ÖNK / R. Tanzer

Notariatsakte

Konkret handelt es sich dabei erstens um Notariatsakte, die nun prinzipiell digital erstellt werden können. Bei bestimmten Arten von Verträgen sieht das Gesetz zwingend die Errichtung des Vertrages in Form eines Notariatsaktes vor, etwa bei Gesellschaftsverträgen von Kapitalgesellschaften (AG, GmbH) oder Stiftungserklärungen für die Gründung einer Privatstiftung.

Beglaubigungen

Zweitens können nun auch Beglaubigungen – etwa von Unterschriften – digital, ohne persönliche Anwesenheit beim Notar durchgeführt werden. Dabei muss gewährleistet sein, dass die Identifikation der Beteiligten korrekt durchgeführt wird und dass der Notar seine Beratungs- und Beistandspflichten erfüllen kann. Die notarielle Beglaubigung bestätigt die Echtheit einer händischen Unterschrift bzw. elektronischen Signatur bzw. die Identität einer bestimmten Person, die eine Urkunde unterschreibt. Im Unterschied zum Notariatsakt sagt die Beglaubigung über Inhalt und Richtigkeit der Urkunde nichts aus. Der Notar bestätigt die Echtheit der Unterschrift. Relevant ist dies bei Eintragungen ins Grundbuch bzw. ins Firmenbuch.

Notarielle Protokolle

Drittens: Notarielle Protokolle und die vom Notar daraus ausgestellten Beurkundungen sind ebenfalls öffentliche Urkunden, denen erhöhte Beweiskraft zukommt, die nun digital möglich sind. Notarielle Protokolle werden unter anderem über den Verlauf von Gesellschafterversammlungen abgefasst. Zum Beispiel bei Beschlüssen zur Änderung von GmbH-Verträgen.

Voting:

Welche digitalen Amtshandlungen beim Notar hast du schon in Anspruch genommen?
Welche befristeten digitalen Amtshandlungen beim Notar solten nach dem 31. Dezember unbedingt beibehalten werden?

Ausgenommen sind dagegen Testamente und sonstige letztwillige Verfügungen. Sie können weiterhin nicht elektronisch errichtet werden. Vorerst ist die den neu ermöglichten digitalen Amtshandlungen zugrunde liegende Gesetzesänderung zudem bis 31. Dezember 2020 befristet. Eine Fortführung auch nach den unmittelbaren Corona-Maßnahmen steht jedoch bereits im Raum. Und das mit gutem Grund: Rund 200 Mal wurden die neuen digitalen Amtshandlungen schon in Anspruch genommen.

So verläuft die digitale Amtshandlung beim Notar

Die Notare gehen auch bei der digitalen Amtshandlung mit der gewohnten Genauigkeit vor und sorgen so für Rechtssicherheit. Bevor ein Notariatsakt oder eine Beglaubigung online erfolgen kann, muss die Identität des Klienten digital festgestellt werden. Dazu gibt es Verfahren, die in der Notar-E-Identifikations-Verordnung geregelt sind. Der Notar führt in diesem Zusammenhang wie bisher allfällige Prüfungen hinsichtlich Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung durch.

Kommunikation, Beratung und individuelles Erarbeiten der Dokumente sind dabei auch im digitalen Prozess weiterhin zentraler Kern der notariellen Beratung, wie Umfahrer betont. „Wo persönlicher Kontakt nicht möglich oder sinnvoll ist, kann das per Telefon oder Videokonferenz erfolgen“, so der ÖNK-Präsident. Wenn die Dokumente fertig vorbereitet sind, „treffen“ sich Notar und Klient in einer Videokonferenz. Im Rahmen der Videokonferenz bringt der Klient unter Aufsicht des Notars seine qualifizierte elektronische Signatur an. Danach bringt der Notar bei den Beglaubigungen noch die Beglaubigungsklausel und Beurkundungssignatur auf. Die Dokumente werden anschließend, wie auch bei den analog errichteten Urkunden, dort eingesetzt, wo sie benötigt werden. Also etwa bei Eingaben an das Grundbuch oder an das Firmenbuch.

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