Social Entrepreneurship hat zum Ziel gesellschaftliche Probleme auf unternehmerische Art zu lösen. Die Branche ist in den letzten Jahren nicht nur international, sondern auch in Österreich immer mehr auf dem Vormarsch. Die öffentliche und politische Wahrnehmung hinke jedoch noch hinterher. Dies ist zumindest die These von GEMSE, einer österreichischen Multistakeholder-Initiative für Social Entrepreneurship. Um dies zu ändern, bedürfe es laut der Initiative einer stärkeren Verankerung von Social Entrepreneurship in der Bildungs- und Forschungslandschaft. Nicht viel weniger essentiell sei zudem der Aufbau einer “Investmentlandschaft”, um das Wachstum der Branche zu gewährleisten. Ein Teil dieses Wachstums ist unter anderem die unlängst von fair-finance angekündigte Gründung des ersten österreichischen Social Entrepreneurship-Fonds.

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Social Entrepreneurship-Fonds umfasst 5 Millionen Euro

Der Fonds soll im ersten Quartal 2019 gelauncht werden und über drei Jahre verteilt Social Entrepreneure mit insgesamt fünf Millionen Euro unterstützen. Damit möchte fair-finance Social Business Cases mit “messbarem Impact” die Chance geben, sich weiter zu entwickeln und ihren Social Impact zu maximieren. Von fair-finance heißt es zudem: “Grundsätzlich erfolgt das Fondsmanagement durch fair-finance pro bono, so dass der Fonds nicht mit den üblicherweise hohen Management Fees belastet wird.”

SENA: Die erste Interessensvertretung für Social Entrepreneure

Damit Social Entrepreneurship in Österreich künftig einen höheren Stellenwert einnimmt, hat sich zudem im Juni diesen Jahres mit SENA die erste nationale Interessenvertretung für Sozialunternehmer gegründet. SENA steht für “Social Entrepreneurship Network Austria” und möchte, wie der Namen schon verrät, Akteure aus der Social Entrepreneurship Community miteinander vernetzten. “Wir wollen Social Entrepreneurs in Österreich eine Heimat bieten, den Bereich Social Entrepreneurship besser sichtbar machen und dafür eintreten, dass es in Zukunft leichter wird, Social Enterprises zu gründen und zu finanzieren“, so Walburga Fröhlich, Obfrau von SENA.

Eine Viezahl an Forderungen

Die Forderungen der GEMSE und SENA an die Politik sind vielfältig. Um die Investment-Landschaft aufzubauen, bedürfe es beispielsweise des Abbaus steuerlicher Hürden. Zudem müsse Österreich auf EU-Ebene initiierten Aktivitäten, wie die EU Social Innovation Competition, aufgreifen und die darin enthaltenen Maßnahmen auch umsetzen.


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